Zitat von Odette: Darf ich hier einmal die vergangene Zeit und die Trennung schildern?
Ich kriege es nicht verarbeitet.
Ich versuche das mal wieder zugeben, was nur ein Teil des ganzen Mists ist, der passiert ist.
Ich möchte gerne eine radikale Bewertung von Euch. Auch wenn es zu Ungunsten meiner Wenigkeit ausfällt.
Es begann quasi vor 2 Wochen. Er war die ganze Zeit schon gestresst vom Job, wir hatten unsere Probleme, und zunehmen spürte ich, wie er mir entglitt. Ich dachte dennoch, wir bekommen das hin, da wir viele Muster schon verbessern konnten.
Ich kam Abends von meiner Freundin, und wir wollten uns am Bahnhof treffen, und er bei mir schlafen.
Als ich gut gelaunt ankam, habe ich gemerkt, dass er angespannt ist. Er war irgendwie nicht richtig da. Also frug ich ihn mehr als einmal, ob er keine Lust hätte hier zu sein, etc. Wurde angespannt.
Kurz vor meiner Wohnung, sagte er dann, es reiche ihm, er fühle sich unwohl, und will doch nach Hause gehen. Ich habe wieder Angst bekommen und auf offener Straße geweint. Code-Wort genannt, er brachte mich noch zur Tür und fuhr.
Tag drauf gab es noch ein Telefonat:
Ich bat um etwas Liebe, auch wenn ich den Streit akzeptiere, wollte ich spüren, dass wir noch Verbunden sind.
Das machte ihn sauer. Er schrie mich wieder an. Es sei leichter, wenn er mich nicht mögen würde, ich versaue sein Leben, bin krank und kontrollierend. Das schlug dann um. Er lachte auf einmal und sagte sowas wie 'Oh nein, Odette, jetzt habe ich wieder fiese Dinge im Streit gesagt, die du mir 3 Monate vorhalten kannst.'
Ich legte auf. 30 Minuten später rief er an und entschuldigte sich.
2 Tage später war er bei mir. Wir sprachen drüber. Ich habe meinen Fehler eingesehen, ihm gesagt, ich versuche daran zu arbeiten. Wir kochten, hatten S. und fuhren am Folgetag zusammen zur Arbeit.
Abends nur sporadische Nachrichten. Die Tage darauf auch. Donnerstag, die Nachricht, dass er sich sortieren muss. Samstag waren wir verabredet. Trennen wollte er sich nicht, nur etwas Ruhe. Die gab ich ihm.
Samstag rief er mich an, kurz vor dem Treffen, dass er absagt. Er braucht seine Ruhe.
Sonntag waren wir mit meiner Schwester und Anhang unterwegs. Es war schön. Wirklich.
Wenn auch angespannt.
Dann war ich auf Dienstreise bis Mittwoch.
Wir wollten Abends telefonieren, da er zum Sport verabredet war.
Er sagte, er sei bis locker 21 Uhr zu Hause, da ich meinte, ich bin erledigt und möchte früh schlafen.
Er meldete sich um 22 Uhr, und als ich sagte, ich fände das nicht schön. pöbelte er mich an, dass ich sowas genauer benennen muss.
Und jetzt der Trennungsabend:
Donnerstag. Ich war gut drauf, wollte endlich wieder Leichtigkeit und er wollte nach der Arbeit kommen, und wir wollten Essen bestellen. Jetzt wird es etwas intimer, aber es spielt eine Rolle.
Wir saßen auf der Couch, ich auf seinem Schoß, haben ein bisschen rumgeknutscht und rumgealbert, dass wir die Wartezeit auf das Essen gleich überbrücken können. Als das Essen bestellt war, mochte ich aber nicht mehr so, also habe ich das kommuniziert. Als er komisch guckte, sagte er mir, dass er jetzt schon enttäuscht ist. Ich weiß nicht warum, aber es hat mich getriggert. Ich fühlte mich unter Druck (liegt an unschönen Erfahrungen), also gab es Streit. Er ist in die Küche und ich habe auf dem Sofa bitterlich geweint.
Er hat mich dann beruhigt. Es war ok. Essen kam. Er schlug sein essen so runter, und ich fragte, ob wir nicht zusammen essen wollten. Ich war nicht mal ganz wieder auf der Höhe, als er sagte, er braucht jetzt eben Zeit um sich zu regulieren nach meinem Ausbruch.
Dann knallte es in mir durch. Ich weinte, war panisch. Er wollte gehen. Ich bat ihn das nicht zu tun. Er stand vor mir, während ich wie ein Tier im Käfig auf und ab ging. Völlig woanders war. Ich bat ihm,. wenn er jetzt geht, bitte eine Freundin oder meinetwegen den Krankenwagen zu rufen. Ich hatte Angst vor mir selbst.
Er redete auf mich ein. Auch liebevoll. Als er dann gehen wollte, wollte ich zumindest eine Umarmung. Keine Chance. Er wollte nicht angefasst werden. Also ging er.
Tags darauf habe ich mich entschuldigt.
Es hat direkt geantwortet. Schrieb, dass er Zeit braucht, dass zu sortieren, aber nicht mauern möchte.
Ich gab ihm den Raum. Pläne für deine Date-Night am Samstag wurden abgesagt, da er sich mieserabel
fühlt.
Und jetzt mein fehler:
Ich habe ihm gesagt, dass ich keine Lust mehr habe, dass unsere Bedürfnisse kämpfen müssen, und ich ihn gerne sehen möchte. Wann und wo ist mir gleich. Und ich jetzt auch Abstand möchte, er sich gerne nach dem Sport Samstag melden kann.
Samstag war ich dann unterwegs, was ich ihm mitteilte.
Er schrieb ganz lieb zurück, als er zu Hause war.
Und dann abends, dass er jetzt vorbei kommt, weil ich ihn ja sehen wollte.
Als seine Intention klar war, fragte ich, ob wir doch etwas Raum brauchen.
Er schrieb, er fände nicht, gut, dass das jetzt doch gehen würde. Er ist aufgeräumt.
Als ich schrieb, ob es ein offenes Gespräch wird, oder ob er eine Entscheidung gefällt hat, er bei zweitem doch bitte anrufen soll, da ich das nicht in meiner Wohnung möchte, klingelte mein Telefon.
Und nun bin ich wieder hier.
Verwirrt. Verletzt. Und mir dem ekelhaften Gedanken, hätte ich S. zugelassen, wäre Drama vermieden worden. Irrational, ich weiß. Oder, ob es geholfen hätte, wenn er Abstand bekommen hätte.
Haut mich ruhig.