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Trennung aus dem Affekt?

A
Zitat von Odette:
Er sagt ganz klar, dass das ein Teil von mir ist, den er nicht akzeptieren wird und nicht mit mir zusammen sein ...

Es ist hart so etwas zu hören.

Wie gehts jetzt weiter? Bist du bereit, da den Cut reinzubringen, den das verdient? Schon lange verdient? Dein Thread erinnert mich - bitte verzeih - an die Totalverweigerung vom toten Pferd abzusteigen, weil man Angst vor dem Boden hat und unbedingt den bisherigen Invest in das Pferd lohnend verankern möchte.

x 1 #1801


Odette
Zitat von BernhardQXY:
Gemein werden und den anderen gezielt nieder zu schlagen ist keine Liebe, kann es nicht sein.

Aber vielleicht wurde ich wirklich fies, habe zu viel erwartet, zu viel an ihm geknüpft.

Zitat von BernhardQXY:
Niemals sollte ein Mensch sagen ich bin so unwürdig und der andere konnte ja gar nicht anders als zuzuschlagen ( verbal oder physisch ist dabei völlig egal) NEIN
Das liegt einzig und allein an ihm.

Ist das so? Oder habe ich ihn dazu gebracht, weil er nicht weiter wusste?

Zitat von BernhardQXY:
Was das Abschlussgespräch betrifft:
Was erhoffst du dir? Absolution? Vergebung?
Ich glaube kaum dass du das bekommen wirst, zumal er die Bedingungen setzt: Zeit und Dauer. Willst du das wirklich?

Vergebung, seine Anteile, eine Umarmung und das man das gehen kann.

Zitat von Sincerite:
Vielleicht wurden bei dir Trigger angerührt und du hast deshalb etwas überreagiert. Ich weiß von meinen Triggern, dass sie sich nicht in einem liebe- und verständnisvollen Umfeld zeigen, sondern es gibt immer einen Grund dafür. Bei mir sind es z.B. Respektlosigkeit, Entwürdigung, Abwertung, Missachtung und körperliche Berührung aus einem negativen Gefühl heraus. Ich habe für mich dafür Selbstmitgefühl gefunden.

Das schlimme ist, er weiß um diese. Ich hatte sogar ein Code-Wort für mein Nervensystem, damit wir vorher einlenken können. Das kam von der Paartherapie.
Ich kam mir vor, als wären ich und meine Bedürfnisse egal. Immer eine Last für ihn. Und je mehr Sicherheit ich gesucht habe, desto mehr, war er unter Druck und wurde böse auf mich. Dann wurde ich auch oft laut. Es gab viel Streit.

Zitat von Sincerite:
Du bist wertvoll, so wie alles, was existiert, wertvoll ist. Der Selbstwert ist angeboren und fest mit dir verbunden. Den kann niemand entfernen oder wegreden, weder er noch du. Und du bist einzigartig und das ist ebenso wertvoll.

Aber ich fühle mich gerade, als hätte er ihn weggenommen.
Denke, wenn ich nur schöner, schlanker, offener gewesen wäre, wenn ich doch nur bei mir hätte bleiben können.

Zitat von Sincerite:
Es ist kein Interesse vorhanden, warum es dir so geht, wie es dir in dieser Situation ging.

Ich werde niemals über die Situation mit ihm sprechen können. Nach dem Zusammenbruch Donnerstag folgte die Trennung. Ich kann es mir nicht verzeihen... hätte ich doch nur..

x 3 #1802


A


Trennung aus dem Affekt?

x 3


S
@Odette
ja klar

x 1 #1803


A
Zitat von Odette:
Letzten Termin Ende Februar konnte ich nicht wahrnehmen, da ich beruflich verreisen musste.
Hätte ich es doch irgend wie unter bekommen. Vielleicht wäre es dann anders gekommen.

Nein das glaube ich nicht und hat die Zeit jetzt auch bewiesen.

x 1 #1804


A
Zitat von Odette:
Ist das so? Oder habe ich ihn dazu gebracht, weil er nicht weiter wusste?

Wow 😭 das hört sich nach meiner Freundin ein, die sich das auch fragt, nachdem ihr Mann ihr Backpfeifen gibt.

x 2 #1805


B
Zitat von Odette:
Aber vielleicht wurde ich wirklich fies, habe zu viel erwartet, zu viel an ihm geknüpft.

Du verknüpfst hier sehr unterschiedliche Dinge:
Fies: fies ist es, den Opa die Treppe runter zu schubsen und zu fragen: was rennst du denn so schnell. Es ist gemein. Der fies handelnde nutzt eine schwäche gezielt aus.
Wo genau hast du denn wie fies gehandelt?
Soweit ich es gelesen hab, war da nix Fieses.
Zuviel erwartet, das kam immer passieren, aber darüber spricht man.

Zitat von Odette:
Ist das so? Oder habe ich ihn dazu gebracht, weil er nicht weiter wusste?

Das ist so. Eine parallele:
einmal hat mich meine Tochter so in die Weißglut getrieben, dass sie eine gefangen hat.
Ich sage dir eins: ich hab mich noch nie so sehr geschämt und ich sage dir auch warum:
Ich liebe meine Tochter bedingungslos. Und umgekehrt Mit der Ohrfeige habe gegen alles verstoßen, was mir heilig ist.

wir haben uns versöhnt. Der Punkt zu dir: meine Tochter trägt die volle Verantwortung für meine Wut, aber die Ohrfeige geht auf meine Kappe, da trägt sie nicht das kleinste Fünkchen Verantwortung. Ich hätte anders reagieren können und müssen.
und analog für dich: Vielleicht hast du ihn gereizt, das mag ich nicht ausschließen, aber Gewalt ist niemals gerechtfertigt. Niemals! Und da es bei dir keine einmalige Situation war, sondern ein Verhaltensmuster, wiegt das um so schwerer.

Zitat von Odette:
Vergebung, seine Anteile, eine Umarmung und das man das gehen kann.

Und das traust ihm zu?

x 3 #1806


Odette
Zitat von Odette:
Darf ich hier einmal die vergangene Zeit und die Trennung schildern?
Ich kriege es nicht verarbeitet.


Ich versuche das mal wieder zugeben, was nur ein Teil des ganzen Mists ist, der passiert ist.
Ich möchte gerne eine radikale Bewertung von Euch. Auch wenn es zu Ungunsten meiner Wenigkeit ausfällt.

Es begann quasi vor 2 Wochen. Er war die ganze Zeit schon gestresst vom Job, wir hatten unsere Probleme, und zunehmen spürte ich, wie er mir entglitt. Ich dachte dennoch, wir bekommen das hin, da wir viele Muster schon verbessern konnten.

Ich kam Abends von meiner Freundin, und wir wollten uns am Bahnhof treffen, und er bei mir schlafen.
Als ich gut gelaunt ankam, habe ich gemerkt, dass er angespannt ist. Er war irgendwie nicht richtig da. Also frug ich ihn mehr als einmal, ob er keine Lust hätte hier zu sein, etc. Wurde angespannt.

Kurz vor meiner Wohnung, sagte er dann, es reiche ihm, er fühle sich unwohl, und will doch nach Hause gehen. Ich habe wieder Angst bekommen und auf offener Straße geweint. Code-Wort genannt, er brachte mich noch zur Tür und fuhr.

Tag drauf gab es noch ein Telefonat:
Ich bat um etwas Liebe, auch wenn ich den Streit akzeptiere, wollte ich spüren, dass wir noch Verbunden sind.
Das machte ihn sauer. Er schrie mich wieder an. Es sei leichter, wenn er mich nicht mögen würde, ich versaue sein Leben, bin krank und kontrollierend. Das schlug dann um. Er lachte auf einmal und sagte sowas wie 'Oh nein, Odette, jetzt habe ich wieder fiese Dinge im Streit gesagt, die du mir 3 Monate vorhalten kannst.'
Ich legte auf. 30 Minuten später rief er an und entschuldigte sich.

2 Tage später war er bei mir. Wir sprachen drüber. Ich habe meinen Fehler eingesehen, ihm gesagt, ich versuche daran zu arbeiten. Wir kochten, hatten S. und fuhren am Folgetag zusammen zur Arbeit.

Abends nur sporadische Nachrichten. Die Tage darauf auch. Donnerstag, die Nachricht, dass er sich sortieren muss. Samstag waren wir verabredet. Trennen wollte er sich nicht, nur etwas Ruhe. Die gab ich ihm.
Samstag rief er mich an, kurz vor dem Treffen, dass er absagt. Er braucht seine Ruhe.

Sonntag waren wir mit meiner Schwester und Anhang unterwegs. Es war schön. Wirklich.
Wenn auch angespannt.

Dann war ich auf Dienstreise bis Mittwoch.
Wir wollten Abends telefonieren, da er zum Sport verabredet war.
Er sagte, er sei bis locker 21 Uhr zu Hause, da ich meinte, ich bin erledigt und möchte früh schlafen.
Er meldete sich um 22 Uhr, und als ich sagte, ich fände das nicht schön. pöbelte er mich an, dass ich sowas genauer benennen muss.

Und jetzt der Trennungsabend:
Donnerstag. Ich war gut drauf, wollte endlich wieder Leichtigkeit und er wollte nach der Arbeit kommen, und wir wollten Essen bestellen. Jetzt wird es etwas intimer, aber es spielt eine Rolle.

Wir saßen auf der Couch, ich auf seinem Schoß, haben ein bisschen rumgeknutscht und rumgealbert, dass wir die Wartezeit auf das Essen gleich überbrücken können. Als das Essen bestellt war, mochte ich aber nicht mehr so, also habe ich das kommuniziert. Als er komisch guckte, sagte er mir, dass er jetzt schon enttäuscht ist. Ich weiß nicht warum, aber es hat mich getriggert. Ich fühlte mich unter Druck (liegt an unschönen Erfahrungen), also gab es Streit. Er ist in die Küche und ich habe auf dem Sofa bitterlich geweint.
Er hat mich dann beruhigt. Es war ok. Essen kam. Er schlug sein essen so runter, und ich fragte, ob wir nicht zusammen essen wollten. Ich war nicht mal ganz wieder auf der Höhe, als er sagte, er braucht jetzt eben Zeit um sich zu regulieren nach meinem Ausbruch.

Dann knallte es in mir durch. Ich weinte, war panisch. Er wollte gehen. Ich bat ihn das nicht zu tun. Er stand vor mir, während ich wie ein Tier im Käfig auf und ab ging. Völlig woanders war. Ich bat ihm,. wenn er jetzt geht, bitte eine Freundin oder meinetwegen den Krankenwagen zu rufen. Ich hatte Angst vor mir selbst.

Er redete auf mich ein. Auch liebevoll. Als er dann gehen wollte, wollte ich zumindest eine Umarmung. Keine Chance. Er wollte nicht angefasst werden. Also ging er.

Tags darauf habe ich mich entschuldigt.
Es hat direkt geantwortet. Schrieb, dass er Zeit braucht, dass zu sortieren, aber nicht mauern möchte.
Ich gab ihm den Raum. Pläne für deine Date-Night am Samstag wurden abgesagt, da er sich mieserabel
fühlt.

Und jetzt mein fehler:
Ich habe ihm gesagt, dass ich keine Lust mehr habe, dass unsere Bedürfnisse kämpfen müssen, und ich ihn gerne sehen möchte. Wann und wo ist mir gleich. Und ich jetzt auch Abstand möchte, er sich gerne nach dem Sport Samstag melden kann.

Samstag war ich dann unterwegs, was ich ihm mitteilte.
Er schrieb ganz lieb zurück, als er zu Hause war.
Und dann abends, dass er jetzt vorbei kommt, weil ich ihn ja sehen wollte.
Als seine Intention klar war, fragte ich, ob wir doch etwas Raum brauchen.
Er schrieb, er fände nicht, gut, dass das jetzt doch gehen würde. Er ist aufgeräumt.

Als ich schrieb, ob es ein offenes Gespräch wird, oder ob er eine Entscheidung gefällt hat, er bei zweitem doch bitte anrufen soll, da ich das nicht in meiner Wohnung möchte, klingelte mein Telefon.

Und nun bin ich wieder hier.
Verwirrt. Verletzt. Und mir dem ekelhaften Gedanken, hätte ich S. zugelassen, wäre Drama vermieden worden. Irrational, ich weiß. Oder, ob es geholfen hätte, wenn er Abstand bekommen hätte.

Haut mich ruhig.

x 2 #1807


Femira
Zitat von Odette:
Ich kam mir vor, als wären ich und meine Bedürfnisse egal. Immer eine Last für ihn. Und je mehr Sicherheit ich gesucht habe, desto mehr, war er unter Druck und wurde böse auf mich. Dann wurde ich auch oft laut.

Okay, was sind jetzt deine Bedürfnisse und was kannst du tun, um sie dir zu erfüllen?

Du bist eine starke Frau. Was hat dir Sicherheit auf Reisen gegeben? Da kanntest du dich nicjt aus, es war nicht deine Sprache und doch hast du da Sicherheit gespürt. Wie hast du dir das gegeben?

x 3 #1808


Shum
@Odette Ich lasse dir mal einen ganz lieben, langen Drücker da.

Kannst du dir vorstellen, bei einer hypothetischen weiteren Schleife mit ihm oder einem Nachfolger in Zukunft, direkt hier zu schreiben? Menschen, die böse urteilen, tun dies auch hinterher oder wann auch immer sie wollen.
Du aber gewinnst hier ein Ventil, verschiedene Meinungen und Ansichten als auch ein großes Auffangkuschelbecken.
Tut mir echt leid, dass du durch die ganzen Talfahrten größtenteils alleine durch musstest.

Antworten auf deine Fragen hab ich leider nicht, weil ich vieles nicht verstehe oder eure Dynamiken nachvollziehen kann. Wenn du möchtest, teil sehr gerne alles an Details, was du teilen möchtest. Dann können wir besser nachvollziehen und verschiedene Perspektiven einnehmen, um dir deine Fragen, so gut es denn geht, objektiv zu beantworten

x 5 #1809


Odette
Zitat von Femira:
Okay, was sind jetzt deine Bedürfnisse und was kannst du tun, um sie dir zu erfüllen?

Jetzt gerade, spüre ich sie nicht so gut.
Ich bin heute Abend auf einem Konzert - so ein 'once-in-a-lifetime' und bin sehr aufgeregt und freue mich.
Ich fühle mich auch gar nicht nach verkriechen, habe mir Projekte in meiner Wohnung gesucht. Die nächsten Tage durchgeplant.

Mein Bedürfnis wäre zu hören, dass ich ihm etwas bedeute. Eine Umarmung von ihm. Gar nicht mal, des 'Ex zurück' wegen, einfach nur, dass wir gemeinsam einmal trauern können.

Ich hatte ihm ja eben geschrieben, und er ist auch sehr traurig, und es tut ihm leid, wie es gekommen ist. Das tut weh und erleichtert mich gleichermaßen.


Zitat von Femira:
Was hat dir Sicherheit auf Reisen gegeben? Da kanntest du dich nicjt aus, es war nicht deine Sprache und doch hast du da Sicherheit gespürt. Wie hast du dir das gegeben?

Es war wie ein Abenteuer, es einfach zu machen. Zeit mit mir selbst verbringen und mich neu kennenzulernen. Ich brauchte die Reise um in mir wieder sicher zu werden, und Zeit mit mir alleine zu mögen.

x 3 #1810


Shum
Zitat von Odette:
hätte ich S. zugelassen, wäre Drama vermieden worden

Wieso willst du Schuld übernehmen und Verantwortung für die Eskalation, obwohl dein "nein" Verhalten völlig legitim war? Jeder Mensch darf jederzeit "nein" sagen oder "heute nicht". Nicht nur in S.uellen Dingen. Wo bleibt da die gegenseitige Freiwilligkeit? Wieso musst du dich S.uell anpassen, um Konflikte zu vermeinden? Hast du früher gelernt, wenn du dich anpasst, gobt es weniger Stress (z.B. in der Kindheit)?

x 4 #1811


Odette
Zitat von Shum:
Kannst du dir vorstellen, bei einer hypothetischen weiteren Schleife mit ihm oder einem Nachfolger in Zukunft, direkt hier zu schreiben?

Danke Trauriges Gesicht

Ich muss und sollte das tun. Das ist ja auch etwas, was mich wurmt. Es hätte so vieles vermieden werden können, hätte ich mich dem Außen anvertraut. Alleine kam ich nicht gegen an. Und habe mich wieder verloren. Das ist der Punkt, der mir weh tut.

x 3 #1812


Odette
Zitat von Shum:
Wieso willst du Schuld übernehmen und Verantwortung für die Eskalation, obwohl dein "nein" Verhalten völlig legitim war? Jeder Mensch darf jederzeit "nein" sagen oder "heute nicht". Nicht nur in S.uellen Dingen. Wo bleibt da die gegenseitige Freiwilligkeit? Wieso musst du dich S.uell anpassen, um Konflikte zu vermeinden? Hast du früher gelernt, wenn du dich anpasst, gobt es weniger Stress (z.B. in der Kindheit)?


*tw*
Ich hatte in meinen frühen 20igern eine lange Beziehung, in der ich diesbezüglich unter Druck gesetzt wurde. Ich möchte nicht weiter ins Detail gehen. Er weiß um diese Problematik, aber irgendwas an seiner Reaktion hat mir in Zusammenhang mit der Vorbelastung des Gefühls, nicht gewollt zu werden, derart einen Knall verpasst. Dabei meinte er das wahrscheinlich nicht böse. Das weiß ich. Ob es fair war, darüber lässt sich streiten.

Also ja, mein Leben ist geprägt davon, dass es dann weniger Stress gibt.

x 3 #1813


Odette
Zitat von Akelei76:
Wie gehts jetzt weiter? Bist du bereit, da den Cut reinzubringen, den das verdient? Schon lange verdient? Dein Thread erinnert mich - bitte verzeih - an die Totalverweigerung vom toten Pferd abzusteigen, weil man Angst vor dem Boden hat und unbedingt den bisherigen Invest in das Pferd lohnend verankern möchte.

Ich habe keine Wahl.

x 2 #1814


S
Zitat von BernhardQXY:
meine Tochter trägt die volle Verantwortung für meine Wut

Ich finde deinen Beitrag gut. Nur dieser Aussage möchte ich widersprechen. Denn jeder Mensch hat andere Gefühle in ein und derselben Situation. Unsere Gefühlsreaktionen wurden schon in der Kindheit angelegt, selbst erlebt, übernommen, abgeschaut, Prägung. Sie liegen also schon lange vor eine bestimmten Situation in uns bereit. Das ist normal. Deshalb ist meine Meinung, dass jeder auch für seine eigenen Gefühle verantwortlich ist. Das Gegenüber löst sie nur aus. Ich finde es sehr achtenswert, dass du dich vor deiner Tochter für dein Verhalten entschuldigt hast. Das kann nicht jeder.
Zitat von Odette:
Als das Essen bestellt war, mochte ich aber nicht mehr so, also habe ich das kommuniziert. Als er komisch guckte, sagte er mir, dass er jetzt schon enttäuscht ist. Ich weiß nicht warum, aber es hat mich getriggert. Ich fühlte mich unter Druck (liegt an unschönen Erfahrungen), also gab es Streit. Er ist in die Küche und ich habe auf dem Sofa bitterlich geweint.

Ich glaube, du meinst das hier, als du schriebst: hätten wir S. gehabt, wäre alles gut geworden.
Ich finde S. ist nur schön, wenn beide es wollen. Niemand darf sich unter Druck gesetzt fühlen, S. mitzumachen. Es ist dein angeborenes Recht S. abzulehnen oder mitten drin nicht mehr zu wollen. S. machen darf kein Zahlmittel für Liebe und angenommen werden sein. Wieso ist er enttäuscht? und kommuniziert das auch noch. Das wäre für mich auch subtiler Druck und eine Bewertung. Das wäre für mich kein Klima, in dem ich S. machen wollen würde. Niemand darf von mir S. einfordern. Es geht nur freiwillig.

x 1 #1815


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