Zitat von Femira: Ich beginne mal mit einem festen Drücker. Trennungen sind und bleiben bah!
Danke
Zitat von Femira: Was ich sagen will, ist, dass ich schon Recht gebe, dass du in Angst und aus Angst agiert hast. Ja, er hat sie ausgelöst. Er verhält sich ja auch wahnsinnig unzuverlässig. Ich wäre an deiner Stelle aber eher wütend geworden. Angst ist nur eine mögliche Reaktion. Wut eine weitere. Erkaltung der Gefühle wäre sicher auch möglich gewesen.
Ich war auch teils wütend. In Streits sagte er immer, dass ich autoritär spreche und das irgendwann in Traurigkeit und in einer Art 'ich rette das jetzt wieder, also passe ich mich an' umschlug. Weil ich nicht ankam bei ihm.
Zitat von Femira: Was ich sagen will, ist, dass er sich natürlich wie ein typischer verhalten hat: Abwertung, Schuldumkehr, Rückzug, Bedürfnisse ignorieren.
Du reagierst darauf mit Angst, gar Panik und weinen.
Nicht nur das. Es war ganz schlimm. Ich habe so viele Dinge im Kopf, wo ich im Nachhinein nicht weiß, was passiert ist bzw. schäme mich.
Zitat von Femira: Du behandelst ihn nicjt schlecht. Ich würde eher sagen, ihr beide behandelt dich schlecht.
DEr Weg raus ist sicher, dass du dich besser behandeln musst.
Gerade muss ich mir das erstmal verzeihen.
Zitat von Femira: Ich bleibe dabei, dass ein Kreislauf beide befeuern. Ihr habt ja beide nicht weiter gewusst auf ne Art. Ich glaube, dass er auf weinen eben mit dem Gefühl von Verachtung reagiert. Das geht vielen so, die lernen mussten, dass sie selbst nicjt weinen dürfen. Du hast stark geweint, er hat stark verachtet. Ihr habt beide aus euren Gefühlen heraus gehandelt.
Ich finde es schlimm, dass er es jetzt abspeichert als alleinig mein Verhalten.
Er sagte immer, dass dies halt ein Teil von mir ist, und wir damit umgehen lernen müssen.
Immer klang es, als sei ich ein Problem. Und jetzt hatte er keine Lust mehr sich darum zu kümmern.
Zitat von Femira: Ich glaube, ich habe es nicht nicht verstanden.
Es war kein offener Raum. Wir sind hin, wegen des Konfliktverhaltens, nicht aber um etwas aufzuarbeiten.
Zitat von Femira: Hast du deine Grenzen mitgeteilt/aufgezeigt wie huhu hier ist eine Grenze und er ist drüber gelatscht? Und dann? War die Abwärtsspirale begonnen, richtig?
Jede Grenzüberschreitung muss meiner Meinung nach eine Konsequenz haben. Die niedrig schwelligste ist reden und gemeinsam eine Lösung finden, die höchste Schwelle ist Trennung. Dazwischen gibt es viel, aber es muss meiner Meinung nach was passieren.
Wie ist dein Blick darauf?
Sie waren ihm schlichtweg egal, bzw. waren seine mehrgewichtiger als meine.
Ich frug sogar mal in einem Konflikt, wie ich Grenzen setzten lernen soll, wenn er es komplett missachtet.
Zitat von Femira: Für deine Bedürfnisse bist erstmal nur du verantwortlich. Und zwar für alle. Ein Beispiel? Nähe ist ein Bedürfnis. Du spürst Sehnsucht, bittest ihn um kuscheln auf der Couch. Er sagt nein. Dann kann man das Bedürfnis entweder anders erfüllen, zum Beispiel im Stehen in den Arm nehmen, fußmassage etc oder er lehnt es ab. Wenn er es ständig ablehnt, ist es deine Aufgabe zu überlegen, was du mit so einem Typen willst, der nicht ähnliche Nähebedürfnisse hat. Da kann man dann auch Lösungen finden oder man trennt sicj auf Dauer.
So hatte es uns die Therapeutin auch erklärt. Aber es gab keinen Kompromiss.
In den Terminen wurde brav genickt und nichts davon umgesetzt.
Zitat von Femira: Warum hast du weiter gemacht?
Bedingung an eine erneute Beziehung ist ja die Übernahme der eigenen Anteile. Hatte er das?
Was hattest du dir überlegt, dass du dein eigener Ruhepol werden kannst?
Nein, hat er nicht.
Bei jedem Versuch über die Mail, oder auch das alte Muster der Trennungen von ihm zu reden, hat er mir erklärt, dass er seine Gründe hatte. Die Mail ihm leid tut, er sich nicht zu helfen wusste, etc.
Aber offen darüber reden konnte ich mit ihm nicht. Erst nach Monaten meinte er mal, dass er sehen würde, was für einen Schaden er angerichtet hat.
Ich habe vor ein paar Wochen mal gesagt, dass ich die Trennung bitte bei unserer Therapeutin aufarbeiten will, und er hat das nicht verstanden. Er konnte nicht greifen, dass er damals alles an Vertrauen kaputt gemacht hat. Hat immer gesagt, dass er ja auch gelitten hat. Und immer wieder musste ich daran denken, dass es mir so unfassbar schlecht ging. Ich 6 Monate kein Zuhause hatte.
Ich möchte nicht klein reden, dass er genau, wie ich Verletzungen aus der alten Beziehung hatte, aber ich verstehe nicht, wieso wir die nicht bearbeiten konnten. Da war so viel Wut und Groll. Auch seine Zündschnur war deutlich kürzer. Zum Schluss fühlte ich mich arg beobachtet.
Lange habe ich mich mit dem Thema Schuldumkehr und auch etwas mit verdecktem Narzissmus beschäftigt. Nein, ich stelle hier keine Diagnose und schon gar nicht aus dem Schmerz der Trennung hinaus. Aber ich habe damals schon erschreckend viele parallelen gesehen. Schuldumkehr, immer war er das Opfer. Es war ganz schlimm, ich habe mich in vielen Berichten wiedererkannt. Aber es war nicht so schlimm, als das ich das erkannt habe. Ich dachte, das könne man irgendwie lösen.
Ich sprach das bei der Paartherapie an im Januar. Sagte auch klar, dass ich keine Lust mehr habe um Paarzeit zu kämpfen, für ihn mitzudenken, und auch auf diese Eskalation, dass jeder Streit an die Basis der Beziehung geht und/oder ich abgewertet werde. Ich habe klar gesagt, dass ich das nicht mehr aushalte.
Hausaufgabe war, dass ich alle Verletzungen, welche besonders geprägt haben (auch aus der 1. Beziehung) aufschreiben sollte und ihr vorab mailen sollte. Er verstand es am Ende so, dass auch er eine solche Liste verfassen soll. Und schon wieder hatte ich keinen Raum.
Zwei Tage nach dem Termin wurde er abwesender und fast schon sauer, da ihm der Verlauf nicht gefiel, dass er jetzt etwas ändern muss, und meine Anteile nicht beleuchtet werden. Ich habe ihm gesagt, dass er ja auch noch Raum haben sollte, es nicht nur um ihn geht, aber wir irgendwo anfangen müssen.
Ich fühlte mich unwohl mit dem Gedanken, dass wir drüber sprechen würden bei ihr, weil ich mich wahnsinnig unter Druck gesetzt gefühlt habe, bzw. wusste, es gäbe danach mit Sicherheit Streit.
Leider musste ich beruflich aus der Stadt und der Termin am 24.02. fand nicht statt.
Da ich beruflich sehr eingespannt war, wollte er die Alternative ausmachen, hat er aber nicht.
Ich hätte das jetzt am WE gemacht mit ihm, aber soweit kam es ja nicht.
Zitat von Femira: Das hat ja auch am Anfang geklappt. Was hat da gut für dich funktioniert? Was kannst du ausbauen? Ich finde weiterhin Meditation gut und wichtig, wenn man sich selbst so schnell nicjt mehr hört und spürt. Kannst du dir das vorstellen mal auszuprobieren?
Hast du da vielleicht eine? Ich fühle mich schwer damit, welche zu finden, da es auch so viel Mist gibt bei Youtube.
Ich weiß nicht, was funktioniert hat, oder warum dem so war. Ich hatte keine Sorge, dass er geht, sondern war einfach glücklich, dass wir uns wieder getroffen haben, aber habe mich nicht zu sehr drauf eingelassen, und mein Leben nicht um ihn herum organisiert.
Zitat von Femira: och bist du. Du kennst den Weg. Du hast nur kein Bock. Und da kann ich dir versichern, dass da niemand jemals Bock drauf hat. Ich auch nicht. Aber voll rein, macht es zumindest kürzer.
Ich habe Angst vor meinem Kopf und dem Alleine-sein. Ich habe ständig den Bedarf mit ihm zu sprechen. Sich in Frieden zu verabschieden. Es war schon wieder zu viel Drama und so ein konfuses kurzes Gespräch. Warum nicht reden, trauern und sich verabschieden. Ich sitze hier schon wieder mit den größten Vorwürfen an mich selbst.
Und gleichzeitig bin ich unglaublich müde, trotz Schlaf. Es ist auch nicht so, dass ich viel weine, oder das unterdrücke. Mich nerven diese Wellen. Mal sehe ich ganz klar, war er mit mir gemacht hat, dann habe ich Angst er ist glücklicher ohne mich, dann wieder der Gedanke, dass er auch leidet, dann möchte ich mich am liebsten selbstgeißeln, weil ich mir den größten Anteil gebe. Ein auf und ab. Und es nervt mich. Auch unter der Betrachtung, dass ich die kommenden Wochen nicht viel vor haben werde.
Ich möchte doch ein paar Situationen schildern, es hilft, glaube ich.