Hey @Odette,
Ich beginne mal mit einem festen Drücker. Trennungen sind und bleiben bah!
Zitat von Odette: Nur irgendwann fing der Kreislauf wieder an und ich kam nicht heraus
Das ist ja immer so die Sache, dass es so Kreisläufe in Partnerschaften gibt, die beide nach unten ziehen. Wie ein einstudiertes Stück. Die aufzulösen, braucht es meiner Meinung nach Mühen von beiden Seiten.
Eine kann anfangen, aber der andere muss mitziehen. Ihr kamt da also beide nicht raus und das Ergebnis ist das gleiche wie immer.
Du fühlst dich als Monster und machst dich total fertig zusätzlich zum Liebeskummer und er schiebt alles auf dich.
Der Ausweg hier wäre, dass du etwas anders machst. Du kennst ja sogar den Weg.
Zitat von Odette: Als ich alleine im Urlaub in Italien war, kam der Punkt, wo ich heulend am Meer saß und dann bin ich einmal aktiv durch den Schmerz. Habe das alles zugelassen und mich wochenlang wieder aufgebaut. Sehr viel mit mir gearbeitet und mir das zu Verzeihen, und es gehen lassen zu können.
Der Trick ist ja nicht, nicht traurig zu sein oder nicht zu weinen, sondern alles zuzulassen. Und lieb mit sich zu sein.
Selbstfürsorgetagebuch hab ich hier gelesen. Dir jeden Tag 3 Komplimente aufschreiben an dich. Das hab ich mal eine Zeit gemacht. Und Sport! Körpergefühl entwickeln und stärken.
Konzerte sind auch ne gute Idee. Welchen Urlaub buchst du dir jetzt? Allein! Ich bin gerade voll auf ner Yoga Welle und kann dir da was empfehlen, wenn du magst
Zitat von Odette: Klar, bin ich etwas appetitlos. Aber ich fühle mich stabil.
Ja und das war ja auch schon immer so.
Weißt du, ich denke auch manchmal bei mir, dass ich ne bessere Version meiner Selbst ohne Partner bin. Mittlerweile einem Partner kommen Verhaltensweisen und Glaubenssätze raus, die ich in meinen freundschaftlichen Beziehungen nicht habe. Bei dir ist es die Angst vor dem Verlassen werden, die unglaublich stark wirkt, bei mir sind es Verhaltensweisen meiner Eltern wie abwertende Sprache mit meinem Partner, starke Wut und auch ne hohe Serviceerwartung.

Es ist richtig harte Arbeit, meinen Anteil aufzuarbeiten, zu verändern und eben nicht wieder reinzufallen. Das erste Gefühl bleibt bei vielen Dingen noch unbändige Wut.
Was ich sagen will, ist, dass ich @Nachtlicht schon Recht gebe, dass du in Angst und aus Angst agiert hast. Ja, er hat sie ausgelöst. Er verhält sich ja auch wahnsinnig unzuverlässig. Ich wäre an deiner Stelle aber eher wütend geworden. Angst ist nur eine mögliche Reaktion. Wut eine weitere. Erkaltung der Gefühle wäre sicher auch möglich gewesen.
Was ich sagen will, ist, dass er sich natürlich wie ein typischer @Sch verhalten hat: Abwertung, Schuldumkehr, Rückzug, Bedürfnisse ignorieren.
Du reagierst darauf mit Angst, gar Panik und weinen.
Zitat von Odette: Ich fühle mich schlecht, dass er sich trennt, weil ich ihn schlecht behandelt habe.
Du behandelst ihn nicjt schlecht. Ich würde eher sagen, ihr beide behandelt dich schlecht.
DEr Weg raus ist sicher, dass du dich besser behandeln musst.
Zitat von Odette: Ist das so? Oder habe ich ihn dazu gebracht, weil er nicht weiter wusste?
Ich bleibe dabei, dass ein Kreislauf beide befeuern. Ihr habt ja beide nicht weiter gewusst auf ne Art. Ich glaube, dass er auf weinen eben mit dem Gefühl von Verachtung reagiert. Das geht vielen so, die lernen mussten, dass sie selbst nicjt weinen dürfen. Du hast stark geweint, er hat stark verachtet. Ihr habt beide aus euren Gefühlen heraus gehandelt.
Zitat von Odette: Ja, wir waren 3 Mal dort. Es war schlimm. Er hat Dinge missverstanden, war jedes Mal danach sauer auf mich. Hat immer auf meine Anteile bestanden, und hat Hausaufgaben, welche wir hatten, nicht umgesetzt.
Ich glaube, ich habe es nicht nicht verstanden.
Zitat von Odette: Wir sind zu spät hin. Und da nichts umgesetzt worden war, war ich müde davon.
Letzten Termin Ende Februar konnte ich nicht wahrnehmen, da ich beruflich verreisen musste.
Also ward ihr vor Kurzem erst, obwohl ihr schon einen Jahr zusammen wart? Und dann wart ihr 3x und er machte seine Hausaufgaben nicht, dann warst du auf Dienstreise und keiner hat sich um einen Termin gekümmert? So?
Kliegt weiter danach, dass er seine Antwile nicjt übernehmen kann. Ist die Frage, ob man mit dem eine Beziehung auf lange Sicht führen kann.
Zitat von Odette: Ich habe Grenzen gezeigt. War bei mir und nicht von ihm oder seiner Stimmung abhängig.
Zitat von Odette: Ich kann schwer Grenzen setzen. Bei ihm gelang mir das nicht. Sie waren quasi nicht vorhanden.
Passt nicht so. Deshalb garage ich mal nach deinen Grenzen. Hast du deine Grenzen mitgeteilt/aufgezeigt wie huhu hier ist eine Grenze und er ist drüber gelatscht? Und dann? War die Abwärtsspirale begonnen, richtig?
Jede Grenzüberschreitung muss meiner Meinung nach eine Konsequenz haben. Die niedrig schwelligste ist reden und gemeinsam eine Lösung finden, die höchste Schwelle ist Trennung. Dazwischen gibt es viel, aber es muss meiner Meinung nach was passieren.
Wie ist dein Blick darauf?
Zitat von Odette: Ich kam mir vor, als wären ich und meine Bedürfnisse egal. Immer eine Last für ihn. Und je mehr Sicherheit ich gesucht habe, desto mehr, war er unter Druck und wurde böse auf mich. Dann wurde ich auch oft laut.
Hier hab ich beim Lesen in dieselbe Richtung gedacht. Für deine Bedürfnisse bist erstmal nur du verantwortlich. Und zwar für alle. Ein Beispiel? Nähe ist ein Bedürfnis. Du spürst Sehnsucht, bittest ihn um kuscheln auf der Couch. Er sagt nein. Dann kann man das Bedürfnis entweder anders erfüllen, zum Beispiel im Stehen in den Arm nehmen, fußmassage etc oder er lehnt es ab. Wenn er es ständig ablehnt, ist es deine Aufgabe zu überlegen, was du mit so einem Typen willst, der nicht ähnliche Nähebedürfnisse hat. Da kann man dann auch Lösungen finden oder man trennt sicj auf Dauer.
Zitat von Odette: Aufgearbeitet gar nicht. Anfangs viel geredet, auch viel gestritten, weil ich mich nicht gesehen gefühlt habe.
Warum hast du weiter gemacht?
Bedingung an eine erneute Beziehung ist ja die Übernahme der eigenen Anteile. Hatte er das?
Was hattest du dir überlegt, dass du dein eigener Ruhepol werden kannst?
Zitat von Odette: Hatte mein eigenes Leben, und er war quasi 'on top'. Launen prallten an mir ab
Das hat ja auch am Anfang geklappt. Was hat da gut für dich funktioniert? Was kannst du ausbauen? Ich finde weiterhin Meditation gut und wichtig, wenn man sich selbst so schnell nicjt mehr hört und spürt. Kannst du dir das vorstellen mal auszuprobieren?
Zitat von Odette: Ich bin nicht gut im loslassen,
Doch bist du. Du kennst den Weg. Du hast nur kein Bock. Und da kann ich dir versichern, dass da niemand jemals Bock drauf hat. Ich auch nicht. Aber voll rein, macht es zumindest kürzer.
