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Trennung aus dem Affekt?

Odette
Zitat von BernhardQXY:
Daraus folgt: Wenn du Dich umentscheidest brauchst Du keine Rechtfertigung dafür. Natürlich ist so eine kalte Dusche kein tolles Erlebnis aber in einer funktionierenden Partnerschaft wird so etwas ausgehalten und es ist kein Grund für irgend ein Drama. Ein mitfühlender verbundener Partner findet Segs übrigens auch nur so wirklich toll, wenn das gegenüber auch Spaß hat.

Das hat er auch so. Er hat immer gesagt, dass er am meisten Spaß hat, wenn er merkt, das ich welchen habe. Bitte kein falschen Licht auf ihn. Er war in der Hinsicht nicht übergriffig, oder irgendwas in der Richtung.

Zitat von BernhardQXY:
Nicht einen Schritt von ihm auf dich zu; nur Du und nur Du ist für seine Stimmung verantwortlich. Nicht ein Wort einer Entschuldigung, sondern im Gegenteil mieseste Schuldumkehr vom aller untersten denkbaren Niveau.
Geht gar nicht.

Ist das so? Immerhin habe ich wieder auf offener Straße geweint. Er hat ja den Rückzug auch immerhin angekündigt. Gefühlt habe ich aber schon vor 2 Wochen gemerkt, dass hier etwas zerbrochen ist.

Zitat von Stella31:
Du brauchst kein Gespräch mit ihm, sondern viele mit dir.
Und zwar gute Gespräche. Keine Abwertungen.

Wie stelle ich das an?
Ich habe gerade noch arg das Gefühl, irgendwann mit ihm sprechen zu wollen. (Kein Drang ihn gerade zu kontaktieren - das möchte ich betonen.)

#1876


A
Zitat von Odette:
Sich in Frieden zu verabschieden. Es war schon wieder zu viel Drama und so ein konfuses kurzes Gespräch. Warum nicht reden, trauern und sich verabschieden. Ich sitze hier schon wieder mit den größten Vorwürfen an mich selbst.

Ja, das wäre schön.

Aber Erwartung würde ich begraben. Ganz bewusst.

Wie soll das denn gehen, wenn man Eure Beziehung ansieht?

x 2 #1877


A


Trennung aus dem Affekt?

x 3


Odette
Zitat von Akelei76:
Aber Erwartung würde ich begraben. Ganz bewusst.

Haben es doch schon mal so geschafft. Und hätte es so lassen sollen.

Zitat von Akelei76:
Wie soll das denn gehen, wenn man Eure Beziehung ansieht?

Hatten uns damals 7 Monate später getroffen und ein tolles Gespräch gehabt, zusammen gelacht, geweint, über ernstes und auch schönes gesprochen und es war heilsam, und dann auch gut. Ich ging meinen Weg weiter.

x 1 #1878


Femira
Tröstender Smiley

Erstmal die kurze Rückmeldung:
Zitat von Odette:
Lange habe ich mich mit dem Thema Schuldumkehr und auch etwas mit verdecktem Narzissmus beschäftigt. Nein, ich stelle hier keine Diagnose und schon gar nicht aus dem Schmerz der Trennung hinaus.

Ich finde, in Quellen im Internet liegt so ein Missverständnis vor, weil die normalen Medien eben nicht wissenschaftlich differenziert sind und nicht sein wollen. Wir haben ja alle narzisstische Anteile und die sind auch total wichtig, um unser Selbst zu schützen. Die Strategien, die du findest, wenden wir also alle mal und mal mehr mal weniger an.
Erstmal ist es doch selbstwertschützend, zu sagen, der andere hat einen Fehler gemacht,hat mir weh getan und soll etwas ändern. Das ist auch leichter, als bei sich etwas zu ändern. Gleichzeitig machen wir uns hilflos und schränken unseren Handlungsspielraum ein, weil nur der andere agieren kann, wir sind ja Opfer.
Besser und nach meiner Erfahrung auch angemessener ist es, von geteilter Verantwortung auszugehen: jemand tut mir weh, ich mache das möglich. Beide bekommen Handlungsspielraum und Möglichkeiten, etwas zu tun. Dazu braucht man ein starkes Selbstwertgefühl. Nur wenn "Schuld" tragen mich nicht vernichtet, kann ich sie ja tragen.
Er wehrt Schuld/Verantwortung extrem ab, du dagegen vernichtest dich. Beides erscheint mir nicht angemessen und macht euch handlungsfähig, er kann nicht handeln, weil du musst, du kannst nicht handeln, weil du dich erstmal vom Boden aufkratzen musst.

Also starten wir da, was gerade ist: liebevoll zu dir sein. 💝
Zitat von Odette:
für ihn mitzudenken,


Zitat von Odette:
mein Leben nicht um ihn herum organisiert.

Also ist ein wesentlicher Verlauf, dass du von deinem Fokus auf dein Leben und dein Glück, Verantwortung für seine Leben übernommen hast?
Dann nun Fokus auf dein Leben!

Zitat von Odette:
Auch unter der Betrachtung, dass ich die kommenden Wochen nicht viel vor haben werde.

Fahr weg!
https://www.yoga-vidya.de/seminare/semi...d79f4abb98

https://www.yoga-vidya.de/seminare/semi...b5af7060a5


https://www.yoga-vidya.de/seminare/semi...d71073d0c2

x 3 #1879


A
Zitat von Odette:
Haben es doch schon mal so geschafft. Und hätte es so lassen sollen.

Ja, aber du vergisst offenbar, wie lange das gedauert hat und was DU dazu auf dich genommen hast. Das war ein Pyrrhus-Sieg.

Findest du nicht, dass mittlerweile alles gesagt ist? Mehrfach?

x 1 #1880


Odette
Nur kurz, da es falsch rüber kam:
Zitat von Femira:
Gleichzeitig machen wir uns hilflos und schränken unseren Handlungsspielraum ein, weil nur der andere agieren kann, wir sind ja Opfer.


Ich meine nicht, dass ich ihm die Schuld gebe, oder einen Stempel aufdrücke, und klar, ich bin nicht zwangsläufig die beste Anlaufstelle für solche Mechanismen.
Ich meinte damit eher, dass ich fast irre wurde, mich immer am Ende schlecht zu fühlen, wenn ich doch etwas normales kommunizieren wollte, was ich als nicht schön empfand. (Ich rede hier nicht von Instagram-Video oder so einen Quatsch, der das ja auch in Masse publiziert.) Ich habe nicht verstanden, warum er immer, wirklich immer am Ende die Schuld bei mir suchen konnte, und auch immer das Opfer war.
Seine Pizza hätte im Ofen verbrennen können, und er hätte irgendwie einen Strang gefunden, es am Ende auf mich zu schieben.

Meine Recherche kam also daher, das ich gespürt habe, dass etwas hier nicht stimmen kann, und über normale 'Probleme' hinaus geht. Hoffe, das erklärt es vielleicht ein wenig. Bitte, bevor hier ein falsches Bild entsteht.

Zitat von Femira:
Er wehrt Schuld/Verantwortung extrem ab, du dagegen vernichtest dich. Beides erscheint mir nicht angemessen und macht euch handlungsfähig, er kann nicht handeln, weil du musst, du kannst nicht handeln, weil du dich erstmal vom Boden aufkratzen musst.

Nicht passend, ist mir klar. Aber wir sind doch nicht dumm, warum wollte er es nicht angehen.. Ich verstehe es nicht. Ich sagte ihm auch mal in einem Streit, dass ich ihn für rückrat los halte. Zugegeben, nicht besonders nett, aber normale Konflikte oder einfach nur Diskussionen waren einfach nicht möglich, ohne dass ich mich auf Donnerwetter einstellen musste, also habe ich es gelassen.

x 1 #1881


Odette
Zitat von Akelei76:
Findest du nicht, dass mittlerweile alles gesagt ist? Mehrfach?

Nein, tatsächlich nicht.
Aber es ist Tag 4. Und zwischen 'ich finde das' und ich suche Kontakt liegen gerade noch Welten.

#1882


A
Zitat von Odette:
Nein, tatsächlich nicht.
Aber es ist Tag 4. Und zwischen 'ich finde das' und ich suche Kontakt liegen gerade noch Welten.

Ich meine nicht seit der jetzigen zweiten Trennung. Sondern insgesamt.

#1883


Odette
@Akelei76

Nein, weil ich aus Angst vor Streit nicht gesagt habe. Ich bin verantwortlich wütend gerade.

#1884


Femira
Zitat von Odette:
meine nicht, dass ich ihm die Schuld gebe, oder einen Stempel aufdrücke, u

Ne, eben. Du übernimmst ja alles und er schiebt alles.

Kam vielleicht von mir nicht deutlich rüber.
Zitat von Odette:
Aber wir sind doch nicht dumm, warum wollte er es nicht angehen.. Ich verstehe es nicht.

1. Weil Arbeit an sich selbst schwer ist. Das merkst du ja bspw daran, dass sich in dir alles sträubt, dich nicht als Monster zu sehen und du "nur" deinen Anteil tragen sollst.

2. Weil du zwar auch ein schwieriges Glaubensmuster hast wie er, aber deines ist im Gegensatz zu seinem gut mit Therapie zu lösen.
Damit eine Therapie überhaupt begonnen werden kann und erfolgreich verlaufen kann, muss der Patient einen Leidensdruck haben.
Du leidest unter deinem Muster, dich zum Monster zu machen, dich selbst zu verachten.
Er nicht.
Er leidet vielleicht irgendwann mal darunter, einsam zu sein.

x 2 #1885


Femira
Ich möchte noch etwas hinzufügen

Zitat von Odette:
Meine Recherche kam also daher, das ich gespürt habe, dass etwas hier nicht stimmen kann, und über normale 'Probleme' hinaus geht.

Ganz großes Glückwunsch zu diesem passenden Gefühl! Dass du es wahrnimmst, ernst nimmst und dem nach gehst! Zeigt, finde ich, dass du wirklich sehr, sehr hart an dir gearbeitet hast die letzten Jahre. Klatschender Smiley Bunte Luftballons Bin stolz


Und das fand ich ganz passend. Bitte sieh es witzig.

https://youtube.com/shorts/fcJgbP2wXQQ?...rClTvjM9z2

x 1 #1886


B
Zitat von Aber ich habe damals schon erschreckend viele parallelen gesehen. Schuldumkehr, immer war er das Opfer. Es war ganz schlimm, ich habe mich in vielen Berichten wiedererkannt. Aber es war nicht so schlimm, als das ich das erkannt habe. Ich dachte, das könne man irgendwie lösen. Zitat von Odette:
Ist das so? Immerhin habe ich wieder auf offener Straße geweint. Er hat ja den Rückzug auch immerhin angekündigt. Gefühlt habe ich aber schon vor 2 Wochen gemerkt, dass hier etwas zerbrochen ist.

Ich antworte mit einem Zitat von dir

#1887


Odette

B
@Odette
Nunja, ich schrieb, dass ich bei dem Ex keine Punkte sehe, wo er auf dich kam, sondern im Gegenteil schuldumkehr betreibt. Du fragtest, ob dem wirklich so sei.
Meine Antwort: du hast es schon durch deine eigene Aussage bestätigt, du erkennst es.
Sie dein eigenes Zitat.

x 1 #1889


S
@Odette
Ich verfolge deinen Thread hier. Manches erkenne ich wieder im Vergleich zu mir, auch dass ich noch wenigstens ein Abschlusstreffen wollte ohne Streit oder Vorwürfe. Bei mir habe ich festgestellt, dass ich trotz allem selten auf ihn wütend war. Bei mir war eigentlich nur Schmerz und Verwirrung. Wenn ich andere Geschichten hier lese, bekomme ich schon Wut. Meinem Exfreund gegenüber nicht. Vielleicht schütze ich ihn unbewusst. Ich wollte dich fragen, ob du auf deinen Freund wütend bist oder diese Wut nur gegen dich selbst richtest?. Denn wenn ich hätte wütend auf ihn sein können, hätte ich bestimmt kein Abschlusstreffen mehr gewollt. Vielleicht ist es bei dir ähnlich.

#1890


A


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