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4334

Trennung aus dem Affekt?

S
@Odette

So ein Tubbes!

x 1 #1921


S
@Odette
Ja klar, kannst du das hier tun. Wo denn sonst?

x 1 #1922


A


Trennung aus dem Affekt?

x 3


Ladina
Zitat von Odette:
Ja. Bzw. gab/gebe ich mir ja den Hauptanteil. Aber desto mehr ich ins Nachdenken komme, desto weniger ergibt das Sinn. Darum dieses ganze Schreiben hier. Zu lange habe ich mich alleine mit der Situation schwindelig gemacht.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum du das machst. Ja, du hast bestimmt an der einen oder anderen Stelle emotional überreagiert, dennoch hat er sich auch seine Anteil daran. Ich erinnere nur mal an die 17 Seiten. Er hat dich maßgeblich verletzt und nach einem Jahr kommt ihr wieder zusammen. Du hast an dir gearbeitet, siehst ihn nur als Kirsche on top. Er macht aber einfach weiter wie zuvor, ohne an sich gearbeitet zu haben und, so scheint es mir, fängt wieder an dich subtil zu destabilisieren. Dein System fängt an zu bröckeln, du wirst emotionaler, unsicherer und am Ende gibt er dir wieder die Schuld, dass es nicht funktioniert hat. Und auch du gibst dir die alleinige Schuld. Warum?

x 2 #1923


Shum
Zitat von Odette:
Darf ich das hier tun? Zumindest grob? Vielleicht brauche ich auch die ein oder andere Keule.

Na, du darfst alles, was dir gut tut 🤗

#1924


Odette
Zitat von Ladina:
Ich erinnere nur mal an die 17 Seiten.

Es waren nur 7, aber das macht es nicht besser, ich weiß.

Zitat von Ladina:
Er macht aber einfach weiter wie zuvor, ohne an sich gearbeitet zu haben und, so scheint es mir, fängt wieder an dich subtil zu destabilisieren.

Ich glaube, ich war der Auslöser für diese Destabilisation.
Dazu schreibe ich später noch etwas.

Zitat von Ladina:
Dein System fängt an zu bröckeln, du wirst emotionaler, unsicherer und am Ende gibt er dir wieder die Schuld, dass es nicht funktioniert hat. Und auch du gibst dir die alleinige Schuld. Warum?

Weil ich Ausbrüche hatte. Weil ich geweint habe, gezittert, weil es schlimm war. Und für einen Partner schlimm sein muss das anzusehen. Weil ich nicht gut mit Unsicherheit umging, nicht gut kommuniziert habe. Weil der Schmerz noch zu tief saß, und ab dem Punkt wo wieder Gefühle im Spiel waren, ich Angst hatte, es würde wieder weh tun.

#1925


Odette
Zitat von Sternenguckerin:
Der männliche Vorwurf, dass Frauen "zu emotional", "zu hysterisch" oder sonstwas in der Art seien, ist schon Jahrtausende alt und muss einen daher in keinster Weise interessieren. Dieses Gejammer darüber, dass Frauen wie Frauen fühlen und nicht wie Männer, ist überflüssig und völlig irrelevant. Ich nehme keinen Mann ernst, der so redet und du musst das auch nicht.

Grundsätzlich bin ich bei dir.
Aber hat ja nicht Unrecht, das muss ich ihm zugestehen. Ich war hysterisch. Mein Nervensystem war komplett durch in mehreren Situationen.
Zitat von Sternenguckerin:
Der macht dir also ernsthaft einen Vorwurf für Emotionen, die du ohne ihn gar nicht hättest?

Ja, weil mein Umgang und meine Kommunikation nicht in Ordnung waren.
Ich denke, er hatte selbst noch zu viele Verletzungen von unserem ersten Anlauf.
Zitat von Sternenguckerin:
Ist der überhaupt zur Selbstreflektion und zum Perspektivwechsel fähig, oder zählt für ihn nur seine eigene Wahrnehmung?

Nein, ich denke, er kann es nicht so wirklich. Er hatte es mehrfach versucht. Aber so richtig nein. Eher sowas wie 'mein Rückzug muss ja ganz schlimm für dich sein, das will ich ja auch nicht' oder der gleichen. Aber wenn es um Themen ging, die mich nachhaltig verletzt haben, ging es nur um Angriff.

#1926


S
Zitat von Odette:
Weil ich Ausbrüche hatte. Weil ich geweint habe, gezittert, weil es schlimm war. Und für einen Partner schlimm sein muss das anzusehen. Weil ich nicht gut mit Unsicherheit umging, nicht gut kommuniziert habe. Weil der Schmerz noch zu tief saß, und ab dem Punkt wo wieder Gefühle im Spiel waren, ich Angst hatte, es würde wieder weh tun.

Ausbrüche kommen nicht in einer sicheren liebevollen Umgebung oder Beziehung. Das Zittern zeigt mir, dass da ein massive Angst und Ohnmacht gewesen sein muss. Was hat das genau ausgelöst? Nein, es muss für einen verständnisvollen liebenden Partner nicht schlimm sein, es anzusehen. Vielmehr hätte es sein Mitgefühl auslösen sollen und sein Bedürfnis, dich zu beschützen in so einem Zustand. Wer kann schon gut mit Unsicherheit umgehen. Auch, wenn jemand nicht gut kommuniziert, kann ich verstehen, was er meint. Welcher Schmerz saß noch zu tief? Ja, wenn eine Wunde noch nicht heilen konnte, dann tut das erneute Berühren dieser Wunde noch weher. Der Körper funktioniert so, um sich zu schützen. Und die Angst vor erneutem Schmerz ist berechtigt.

x 1 #1927


S
Zitat von Odette:
Ich war hysterisch. Mein Nervensystem war komplett durch in mehreren Situationen.

na und? Ist das in einer liebevollen sicheren Umgebung passiert?

Zitat von Odette:
Ja, weil mein Umgang und meine Kommunikation nicht in Ordnung waren.

Waren denn sein Umgang und seine Kommunikation in Ordnung?

Zitat von Odette:
Aber wenn es um Themen ging, die mich nachhaltig verletzt haben, ging es nur um Angriff.

Ist das verständnisvoll oder ist es Schuldumkehr?

x 2 #1928


Odette
Ich möchte hier ekelhaft ehrlich sein, und Dinge raus schreiben, die mich die ganze Zeit von Teil 2 belastet haben.

Im August 2024 - also 8 Monate nach Trennung - haben wir uns getroffen.
Geredet, geweint, uns ausgetauscht. Wir sind so verblieben, dass wir im Oktober nochmal Essen gehen wollen.

Das Treffen fand statt, aber es stellte sich heraus, dass einen Tag zuvor ein Date hatte.
Ich frug, warum er denn mit mir noch Essen gehen würde. Er wusste es nicht.
Wir haben wieder geweint, getrunken, geredet. Er wollte nicht gehen, ich tat es auch nicht.
Dann kam eines zum anderen und wir haben uns geküsst.
Danach wollten wir beide nachdenken. Er kam nach einer Woche zu dem Entschluss, es ginge nicht, ich eben so. Wir waren aufgewühlt. Wollten uns Zeit lassen mit allem, und vereinbarten ein Telefonat in 4 Wochen, also Ende November.

Er traf die Frau weiter, und es gab kein Telefonat.
Erst im Januar kam er auf mich zu, weil er mich nicht vergessen konnte.

Ich konnte das nie vergessen. Es geht nicht darum, dass er eine andere Frau getroffen haben, meine Güte zwischen uns lag ein Jahr Trennung, auch wenn es natürlich schönere Situationen gibt. Es ging mir darum, dass wir die ganze Trennung über und danach dennoch irgendwie respektvoll und loyal waren. Und dann war ich 'egal'. Ich kann es nicht besser beschreiben.

Mit dem Gefühl und der anderen Dame bin ich nicht gut umgegangen. Und das Gefühl wuchs wie ein Geschwür in mir.

Dazu kamen aber auch Ungereimtheiten, welche kein direkter Misstrauenspunkt waren, aber das Geschwür befeuert haben.

Der Ausgang war seltsam. Mal hat er es beendet, mal sie.
Vor unserem 1. Date sagte er mir, dass er keinerlei Verbindung zu der Frau hätte.
Turns out, dass es eine Freundin einer Freundin war, und es durchaus sein kann, dass sie sich beim Sport sehen oder bei gemeinsamen Abenden.
Ich habe keine Mucks gemacht. Aber hatte Stimmungsschwankungen, wenn es um besagten Freundeskreis ging. Habe aber nie nachgefragt.

Einmal im Sommer wollten wir auf ein Event, wo wir die Gruppe hätten treffen können.
Wir waren noch nicht zusammen. Er meinte, er könne mich als eine Freundin vorstellen, sollte es so kommen. Ich war verwirrt und unsicher. Er sagte, dass er das meinte, um mir keinen Druck zu machen, das glaube ich ihm, aber irgendwie gefiel es mir dennoch nicht.

Ich hatte beim 2. Date gefragt, weil mir das wichtig ist, ob er, wenn mit anderen Personen intimer Kontakt statffand verhütet hat, und er bejahte.
10 Monate später, bei einem Streit an meinem Geburtstag, sagte er mir, dass er gelogen hatte und es doch einmal ohne passiert sei.

Ich war enttäuscht. Er sagte, er hatte das Gefühl mich anlügen zu müssen, da ich sonst eine Welle mache.
Ich habe es ihm geglaubt. Also ich vermehrt sauer auf ihn war, ganz unterbewusst, sagte er, dass ich halt definieren muss, was ich brauche, wenn ich ihn schon wegen dieser einen Sache als Lügner darstelle. Ich wusste nicht, was ich brauchte.

Wir konnten nie über die Situation oder meine Gefühle diesbezüglich reden. Er empfand es als übergriffig, da wir ja getrennt waren und er sich hätte durch die halbe Stadt fi... können. (O-Ton)
Schnell war ich dann kontrollierend und krank.

Wahrscheinlich ist es wirklich übertrieben von mir. Ich weiß. ich muss es nur loswerden.
Es startete mit Lügen, und Verwirrung. Diese Thematik und eine andere Sache von ihm, haben mich derart belastet. Die ganze Zeit über konnte ich kaum locker sein, da die Geschichte für mich nicht stimmig war. Also nicht, weil er betrügt oder ein Aufreisser ist. Auch weniger wegen der Dame, wir waren Single, es ist der Aspekt der Validation meiner Empfindungen, Ehrlichkeit. Das war mit der größte Streitfaktor. Und ich hasse mich dafür, nicht besser damit umgegangen zu sein.
Ich war auch in intimen Momenten derart blockiert. Und das lag nicht an ihm. Ich fand ihn anziehend, er gab mir ein gutes Gefühl, wir hatten Spaß, etc. Aber es ging irgendwie nicht. Deswegen auch die Reaktion auf dem Sofa. Ich hatte mir festvorgenommen mich nicht mehr verunsichern zu lassen. Und dann ging es nicht.

Bitte, seid ruhig ehrlich zu mir und gebt mir die Bratpfanne. Ich weiß, dass ich hier massive Fehler begangen habe.

x 1 #1929


Odette
Ich war nie bei ihm, weil ich die Wohnung nicht wieder betreten konnte.
Auch ein Faktor, der gegen mich spricht.

x 1 #1930


A
Zitat von Odette:
Meinst du, weil es ihm egal ist, oder weil es damit zusammen hängt, dass er keine Verantwortung übernehmen kann?

Er will lt. deiner Aussage das Hin und Her nicht mehr. Hat sich geschworen. Klingt für mich, nach NICHT WOLLEN.


Zitat von Odette:
Thread und das Geschreibe dient eher dem Durchhalten des Liebeskummers gerade.
Schmerzhaft spüre ich ja gerade, dass es nichts bringt, und auch wenn ich ihn wahnsinnig vermisse und traurig bin, habe ich kein Interesse daran, das fortzuführen. Macht aber den Gedankenkreisel weder weg, noch besser.

Das darf alles sein, das trauern etc. Aber das krampfhafte Festhalten an dieser Verbindung ist hoffentlich Geschichte... Um deinetwillen.

Das ist keine Liebe. Tut mir leid. Aber so sehe ich das.

x 1 #1931


S
@Odette
Ich lese daraus, dass du kein Vertrauen mehr hattest. Ich hätte auch kein Vertrauen gehabt, weil er direkt nach einer On-off-Beziehung zu mir gewechselt wäre und diese Beziehung noch war, als die ersten Annäherungen begannen. Aus meiner Sicht fuhr er zweigleisig, mindestens emotional. Dich in dem Punkt des Schutzes anzulügen, ist für mich eine schwere Lüge, weil du dadurch nicht die Möglichkeit bekommen hast, dich selbst zu schützen. Er hat dich aus meiner Sicht einem Risiko ausgesetzt.

x 2 #1932


A
Zitat von Odette:
Ich war nie bei ihm, weil ich die Wohnung nicht wieder betreten konnte.
Auch ein Faktor, der gegen mich spricht.

Ich bin ja bekannt dafür, dass ich sehr direkt bin. Das bin ich auch jetzt.

Selten habe ich hier so einen miesen Mindset gelesen, wie bei dir. Du bist sowas von seltsam unterwegs was dich betrifft.

Das sind keine Faktoren, die gegen dich sprechen weil du nicht mit ihm pennst, wenn du nicht magst oder weil du Termin verschiebst oder die Wohnung in der du soooo viel Schmerz erfahren hast, nicht betreten kannst.

Woher kommt diese deine krude, sich selbst verachtende, kleinmachende Art her? Die Art, die meiner Meinung nach auch der Grund ist, warum du dich seit so langer Zeit in dieser Achterbahn mit ihm festhängst obwohl es dir so gar nicht guttut.

Ich finde das so schlimm zu lesen. Wie ein Kind bettelst du, weinst, bist außer dir. Aber anstatt zu erkennen, dass wie ungut deine Umgebung ist, nimmst du alles auf dich.

Bist du allein Verantwortlich für alles? Woher kommt die Denke, dass du nicht wert bist und Schuld an allem?

x 3 #1933


Odette
Zitat von Sincerite:
Ich hätte auch kein Vertrauen gehabt, weil er direkt nach einer On-off-Beziehung zu mir gewechselt wäre und diese Beziehung noch war, als die ersten Annäherungen begannen.

War sie nicht.

Es lagen nochmal 5 Monate zwischen 'ops, wir küssen uns' und er meldet sich bei mir, um um ein Date zu bitten. Das bitte nicht vermischen.

Zitat von Sincerite:
Aus meiner Sicht fuhr er zweigleisig, mindestens emotional.

Nein, tat er nicht. Bzw. wenn dann eher der anderen Frau gegenüber emotional. Das sagte er ja auch selbst. Er war nach einem Jahr nicht frei für eine andere Frau.

x 1 #1934


Odette
Zitat von Akelei76:
Woher kommt diese deine krude, sich selbst verachtende, kleinmachende Art her? Die Art, die meiner Meinung nach auch der Grund ist, warum du dich seit so langer Zeit in dieser Achterbahn mit ihm festhängst obwohl es dir so gar nicht guttut.

Ich weiß es nicht.
Zitat von Akelei76:
Wie ein Kind bettelst du, weinst, bist außer dir. Aber anstatt zu erkennen, dass wie ungut deine Umgebung ist, nimmst du alles auf dich.

Aber ich versuche doch gerade zu verarbeiten. Zu verstehen. Endlich mal nicht alles auf mich zu nehmen. Und je mehr ich an irgendwelche Situationen denke, desto mehr verstehe ich es noch weniger.
Ich weine tatsächlich seit Samstag nicht. Platziere hier vieles, damit mein Kopf nicht explodiert (und das Herz gleich mit).

Ich frage mich einfach: Was hätte ich anders machen können?

Zitat von Akelei76:
Bist du allein Verantwortlich für alles? Woher kommt die Denke, dass du nicht wert bist und Schuld an allem?

In der Geschichte denke ich das, ja.

Weißt du? Ich habe niemals gedacht, dass er zurück kommt. Oder das jemals noch was wird. Und dann war es so und ich habe die Chance nicht genutzt. Mich im Kopf blockieren und dann von Ängsten und Unsicherheiten leiten lassen.

x 1 #1935


A


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