Hallo, ich musste das Geschriebene von Euch erst mal sacken lassen.
Zitat von Sincerite: Dann klappt es nicht mit ihr und er kommt wieder zu dir. Das hätte für mich auch einen Beigeschmack.
Danke, ich habe schon gedacht, und er hat es auch manchmal gesagt, dass ich zu empfindlich bin.
Aber ein Mann mit Rückgrat, welcher mich wirklich wieder haben möchte, hätte doch ein ruhiges Gespräch mit mir führen können?
Zitat von Sincerite: Ich wünsche mir für dich, dass du auch deine innere Kleine lieben lernst und anfängst, ihr die Wahrheit zu sagen.
Bin gerade dabei. 2024 hatten wir einen ganz guten Draht.
Zitat von Femira: Das word es leider erst in einem halben Jahr oder so.
Fahr weg jetzt! Ich weiß, dass du keine Lust, aber das hat dir wirklich geholfen das letzte Mal.
Ich weiß. Aber ich brauche noch etwas. Ich bin beruflich auch noch mal im April, Mai und Juni weg.
Der Gedanke ist aber ganz fix, dass ich 'unseren' Urlaub im Mai dennoch mache, und nochmal nach Italien fahre.
Erstmal bin ich die Tage bei meiner besten Freundin inkl. Hund und Baby, und bald ein Wochenende bei meiner Schwester auf dem Land. Also versuche ich schon rauszukommen, auf gesunde Art.
Zitat von Femira: Na, ihr hattet ja auch ein elendiges on off. Er meinte, das läge an dir. Er ist mit einer anderen Frau zusammen und es gibt on off. Die Konstante ist er. Er macht also on off.
Er war einfach gar nicht aufgeräumt. Hat es auch irgendwie immer begründet, dass er zurück kam, weil es für ihn eine logische Konsequenz war, wenn er mich nicht vergessen kann.
Im Nachgang fühlt es sich etwas so an, als hätte er es sich noch mal beweisen müssen, dass ich nicht ganz knusprig bin, hat immer noch nicht den Blick, dass er Teil dieser Dynamik bei uns ist. Kein Zugang zu sich selbst. Keine Reflektion. Selbst diese zig angedrohten Trennung in Teil 1 hat er immer gerechtfertigt, aber nie wirklich entschuldigt. Also auch hier war kein Gespräch möglich.
Ist gerade nur ein Gefühl. Und ich glaube ihm, dass er mich liebt. Aber mehr eben auch nicht.
Zitat von Femira: 1. Es ist normal, wenn man sich nicht gehört fühlt, dass man schrill, laut, unfair und bestrafend wird. Ich komme mittlerweile zu der Überzeugung, dass es beim Vorkommen solcher Situationen zu einem Abbruch kommen muss, damit man nicht in so eine negativ Spirale kommt. Also klar darf es Missverständnisse geben, aber die Frage ist, wie damit umgegangen wird.
Danke, deine Aufzählung hat gut beschrieben, wie es sich für mich angefühlt hat. Und wenn das immer und immer wieder passiert, und jeder kleiner Unmut oder Kritik meinerseits wegen Lappalien direkt ausufert, weil man so gar keine Verantwortung übernehmen kann, da kann man doch nur wahnsinnig werden, oder?
Zitat von Femira: 2. Ja, dein Anteil ist, zu üben, dich zu hören, ernst zu nehmen und dann zu dir zu stehen.
Ich glaube, das geht gut mit Meditation. Mit echter. Deshalb habe ich dir einen Ort raus gesucht, an dem du das lernen kannst. Nicht so ein Youtube Ding.
Ja, ich lasse mir das noch mal durch den Kopf gehen.
Ich habe aber auch meinen alten Therapeuten angesprochen, ob er Kapazität hat (müsste noch Std. haben, glaube ich), da ich jetzt klarer sehe, woran ich arbeiten darf, und das ist sicherlich keine Depression, wie seinerzeit vermutet, welche ich nach der Trennung damals defintiv hatte.
Vielleicht kann es helfen.
Langfristig würde ich gerne in die Tiefenpsychologie gehen. Aber das möchte ich nicht aus einer Not heraus, bzw. wenn alles wieder stabil ist.
Zitat von Femira: Ja. Du hast ja sehr davon gelebt, dich empathisch in ihn rein zu fühlen und nur durch seine Augen hast du dich geliebt gefühlt.
Nun gibt er dir die Schuld an allem und du fühlst dich weiterhin in ihn hinein und bewertest dich. Klar ist das nun übel vom Gefühl her.
Ergibt total Sinn. Danke!
Den Satz habe ich mir direkt rauskopiert, und er hilft bei dem Gefühl der Abwertung, welches ich gegen mich habe.
Zitat von Femira: Es legt einfach die Vermutung nahe, dass du das machst, weil da als Baby bei dir was ungünstig verlaufen ist in den ersten 3 Monaten, denn da sieht sich ein Baby durch die Augen der Eltern und nimmt sicj nicht als eigenes Wesen wahr. Deswegen könnte es helfen, dich vor einen Spiegel zu setzen und dich gerade anzuschauen. Wenn du weinst, sagst du laut: ich bin traurig. Ich bin geliebt. Ich bin sicher. Ich bin traurig. Ich bin geliebt. Ich bin sicher.
In der Traumaambulanz 2024 wurde gesagt, dass ich eine Art Bindungstrauma habe, wobei es das bei Erwachsenen so nicht gibt. Ist auch ein Teil, für den meine Eltern nichts können, denn die Reaktion bei Schreien als Kleinkind konnte ja gar nicht immer wahrgenommen werden, wenn beide hörgeschädigt sind.
Weiter geführt, was ich Frühchen und die ersten 8 Wochen auf der Intensivstation im Brutkasten.
Meine Freundin hatte damals ihre Bachelorarbeit über die Neonatologie und zusammenhängend damit über die Bindung und Folgen derer geschrieben. Hatte diese damals transkribiert bzw. Korrektur gelesen.
Machte Sinn für mich. Daher auch diese Hilflosigkeit. Unter anderem. Es gibt viele Faktoren, welche hier bei mir eine Rolle spielen. Ich wollte nur kurz berichten, was damals gesagt wurde, denn es passt zu dem, was du gesagt hast.
Dennoch gibt es vieles, was ich ändern kann, und wo auch in meinem älteren Ich der Hund begraben liegt.
Zitat von Sincerite: Scham entsteht hauptsächlich in der Kindheit.
Oder weil ich Täter schütze.
Es ist vielleicht hart ihn als solchen zu bezeichnen, aber bevor ich jemandem etwas böses unterstelle, nehme ich es auf mich. Und ich schäme mich ja wirklich, zu was er mich wieder gebracht hat. Also schäme ich mich nicht nur vor ihm, sondern auch von mir. Ich bin noch dabei herauszufinden, wie ich mir verzeihen kann.
Mir geht noch eine Situation nicht aus dem Kopf, darf ich sie schildern?
Mag hier niemanden ermüden...