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Trennung aus dem Affekt?

Wollie
Zitat von Odette:
Aber wenn er doch an sich arbeitet und ich besser in Kommunikation werde, und man die Vergangenheit aufarbeitet. Kann es dann nicht werden?

es kann punktuell besser werden, aber dahinter steckt dann oft jahrelange Beziehungsarbeit und Einzelarbeit.....und dazu gehören halt auch immer zwei. Es nützt ja nichts, wenn nur du dies machst und er nicht.
Meine Meinung dazu: es funktioniert bei euch einfach nicht und wird auch in Zukunft nicht funktionieren, weil ihr euch gegenseitig triggert. Und diese Trigger laufen ja oft unterbewusst ab und sind nicht wirklich steuerbar. Deshalb denke ich nicht, dass es bei euch auch in Runde 3 funktionieren würde. Meine Meinung dazu.

x 1 #1996


Odette
Können wir sanft sein heute?
Gerade tut es einfach nur weh. Und ich möchte mit ihm reden.

x 2 #1997


A


Trennung aus dem Affekt?

x 3


Wollie
was erhoffst du dir davon ? dein inneres Kind schreit gerade sehr laut, wo ist die erwachsene Odette ?

x 1 #1998


Odette
@Wollie

Die hat gerade in der Bahn geweint. Macht jetzt ihren Haushalt.
Es fühlt sich falsch an, es einfach zu akzeptieren.

x 1 #1999


C
Zitat von Odette:
Es fühlt sich falsch an, es einfach zu akzeptieren.


Was wäre die Alternative?

x 2 #2000


Wollie
Zitat von Odette:
Es fühlt sich falsch an, es einfach zu akzeptieren.

für dich fühlt es sich so an, für ihn auch ? manchmal gehen einfach Dinge, Lebenssituationen, Menschen nicht zusammen. Je schneller du dies für dich akzeptierst, desto besser kommst du wieder in deine Mitte und bei dir an. Warum möchtest du mit einem Menschen zusammensein, der dir wohlwissend nicht gut tut ?

x 1 #2001


Mindtricks
Vielleicht ein kleiner Lichtblick:

In meinem Freundeskreis habe ich ein Paar - nicht verheiratet - das über 20 Jahren eine heimliche Beziehung geführt hat. Nach der Trennung von seiner Frau, sind die beiden noch enger zusammengerückt und damit "offiziell verpartnert" gewesen. Bis heute!
Aber: Es ist eine einzige On-Off-Beziehung - ich kenne die beiden nur so.
Sie leben in getrennten Wohnungen - sie würde gerne mit ihm zusammenziehen, er aber nicht, da er seinen Freiraum schätzt (Zocken, Fernsehen, Chillen...).
Ich habe zu beiden einen guten Kontakt und bin oft Vermittler und Psychologe zugleich (was man sich anhand meiner Posts hier nicht so wirklich vorstellen kann, ich weiß).

Es geht bei ihnen zwei-drei Wochen gut und dann herrscht wieder Kontaktsperre - so richtig mit Schlüsselübergabe und dem Löschen aus den sozialen Medien. Sie will mehr, umsorgt ihn, kocht, räumt bei ihm auf...für ihn ist das alles zuviel. Ein Bemuttern, das er nun gar nicht schätzt. Er ist sehr still und zeigt kaum Emotionen, sie ist aufbrausend und laut.
Es passt also eigentlich nicht wirklich zusammen...aber sie schaffen es nach einiger Zeit der Distanz immer wieder zueinander. Sie können nicht mit und auch nicht ohne einander.

"Dieses Mal ist wirklich Schluss!", heisst es (wie schon die letzten 20x zuvor), und beim nächsten Mal sitzen sie wieder zusammen auf der Couch.

Fazit: Es kann offenbar durchaus klappen, dass man wieder zueinander findet aber ohne ein Aufarbeiten der Trigger/Wunden etc. wird man immer wieder an den gleichen Punkt kommen und den Schmerz durchleben müssen.
Und dann muss man sich zwangsläufig irgendwann fragen, ob das alles so noch Sinn macht oder ob da draußen nicht vielleicht ein Partner/eine Partnerin wartet, mit der/dem es deutlich besser harmoniert. Wir verändern uns täglich und das hat auch immer einen Effekt auf die Partnerschaft...Kompromisse, Gesprächsbereitschaft, Verständnis. Ist einer dazu nicht bereit, dann wird es oft schwer und eine sehr einseitige Geschichte.

(Und da ich mich gerade in einer ähnlichen Situation befinde wie du, stelle ich mir diese Frage nach dem Sinn am Festhalten an der Ex auch...täglich!)

x 4 #2002


Wollie
Zitat von Odette:
Macht jetzt ihren Haushalt.

Das ist doch mal eine sinnvolle Idee 😉🤗

x 2 #2003


Nachtlicht
Zitat von Odette:
Ich weiß nicht, ob ich dich missverstanden habe, aber ich denke nicht, dass die Beziehung wertvoller ist, als andere, welche ich geführt habe, oder haben werde. Ich lege nicht mehr Gewicht hinein.


Ich zielte auf das Phänomen ab, dass Beziehungen, in denen Drama auftritt, oft mit vermeintlicher besonderer Gefühlsintensität einhergehen - diese aber in Wahrheit dem Drama geschuldet sind. Im Gegensatz zu vermeintlich langweiligen, weniger intensiven Beziehungen, die aber in Wahrheit bloß ohne Drama daherkommen und verlässlich und ruhig vor sich hin fließen. Du hast halt viel Drama geschildert. Vielleicht überinterpretiere ich da auch.

Zitat von Odette:
Bei der ersten Trennung, war ich ja komplett dabei alle Schuld auf mich zu nehmen, und konnte damals nicht sehen, dass ich Teil einer schlimmen Dynamik war. Ich dachte, da ich das Problem war, und mich ja 1,5 Jahre gefixt hatte, könne ich es jetzt besser. Gepaart mit seinem auftreten, dachte ich wirklich, wir machen es anders.

Und es tut weh, dass ich nicht sheen konnte, dass wir inkompatibel sind und sein Verhalten oder Umgang mit gewissen Dingen, eine ganz schlimme Seite an mir triggert.


Ja, ich habe den Eindruck, dass du da auch weiterhin die Unterstützung gut gebrauchen kannst, dir immer wieder klar zu machen dass du Teil einer schlimmen Dynamik warst und nicht diejenige, die Schuld trägt. Das mit der Schuld ist sowieso eine furchtbar vertrackte Sache. Vielleicht kannst du versuchen, dich von dem Begriff etwas zu lösen. Du kannst Verantwortung für deine Anteile übernehmen - das ist etwas ganz anderes. Schuld sehe ich hier ohnehin gar keine. Du hast doch keine Schuld auf dich geladen, durch irgendwelche verbrecherischen oder grob fahrlässigen Handlungen, sondern immer nur im besten Glauben und Wissen gehandelt, soweit ich das mitverfolgen konnte.

Zitat von Odette:
Ab davon ist es gerade mal Tag 6.

Du hast Recht. Natürlich seziert man dann noch alles. Bitte entschuldige.

Zitat von Odette:
Es nervt, dass er seinen Anteil nie sehen wird, irrelevant, ich weiß.


Finde ich gar nicht so irrelevant. Bloß - du hast darauf keinen Einfluss. Lass ihn doch in seiner Uneinsichtigkeit verharren. Es ist für dich - auf lange Sicht - ohnehin irrelevant, weil er irgendwann egal wird. Denk langfristiger.

So, nun sind seit meinem Entwurf dieser Nachricht, die ich irgendwie vergessen habe abzusenden, noch Beiträge dazu gekommen, weil du momentan wohl eine traurigere, sehnsüchtigere Phase durchgehst.


Zitat von Odette:
Er kann doch nicht aus den gleichen Gründen gehen.

Es ist total logisch, aus den gleichen Gründen zu gehen. Es ist auch nicht unüblich, dass zweite Anläufe an den selben Gründen wie beim ersten Mal scheitern. Deswegen sind zweite Versuche ja auch meist nicht empfehlenswert, es sei denn in ganz speziellen besonderen Problemlagen, die hier aber nicht vorliegen. Hier liegt eine generelle Inkompatibilität eurer jeweiligen Schwächen vor.



Zitat von Odette:
Aber wenn er doch an sich arbeitet und ich besser in Kommunikation werde, und man die Vergangenheit aufarbeitet. Kann es dann nicht werden?

1. Er arbeitet nicht an sich
2. Du bist super in Kommunikation, du hast aber krasse Ängste, sobald du Unsicherheit in der Beziehung spürst, und agierst dann in Drama und Eskalation.
3. Sunken Cost Fallacy
4. Nein. Wozu all diese Energie in das tote Pferd stecken?

Zitat von Odette:
Was wenn er sich auch ärgert? Was wenn es noch eine Chance geben kann?


Guck mal, liebe Odette, im Moment zeigst du genau das, was du vor kurzem noch abgestritten hast, als ich es thematisiert habe: krampfhaft etwas passend machen wollen, was nicht passt.

Warum kannst du einfach nicht loslassen, liebe Odette, auch wenn ALLES dafür spricht? Ja, es gab auch Passung und schöne Sachen zwischen euch, unbestreitbar. Aber unterm Strich passt es nachweislich nicht. Er hat sich zweimal getrennt, wieviel Beweis für fehlende Passung brauchst du noch? Für wieviel unter Wert möchtest du dich im dritten Versuch noch anbieten, nur um nicht loslassen zu müssen? Da würde ich an deiner Stelle mal genauer hinschauen.

x 5 #2004


Sretsnovicx
@Odette er hat dich also zu allem bösen gemacht/gebracht. Oder hast du ihm zu dem gemacht und er reagiert? Ich bin nicht sicher ob hier die jeweils andere Seite auch mal vom Blickwinkel her betrachtet werden kann. Wenn in der Kindheit bereits solche Probleme waren und nun er verantwortlich gemacht wird, weil alles mögliche Verlustängste schürt oder eine Narzisstin als Mutter ihr ungesunde Verhaltensweisen vorgelebt hat oder sie sich Muster bedient um sich immer wie ein verletzes 4 jähriges Mädchen zu fühlen, dass nicht genug Liebe der Eltern bekommen hat, den Partner aber nun gleichsetzt mit dem Charakter, Denkweisen, Verhalten und Umgang der eigenen Eltern und ihm gleiche Denkweisen, Moralvorstellungen und Hintergedanken unterstellt und dementsprechend ablehnend oder mit Kindheitsmustern sich zu schützen versucht.

Die kleine bockige 4 jährige die nicht gesehen wird, hat halt gelernt bitterlich zu weinen und dann bekam sie mit ganz viel Glück einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit oder Beachtung ihrer Wünsche.

Ich weiß gar nicht ob er der falsche Partner ist. Ganz ehrlich, es kann immer sein, dass der böse Partner, bei der nächsten Frau eine lockere entspannte Dame hat, die mitten im Leben steht. Glücklich mit sich selbst ist und gar keine Dramen braucht. Ich habe gelernt, dass manche Kindheitserinnerungen und Muster so tief sitzen, dass es egal ist was du bereit bist zu tun und wie sehr du dich öffnest. Selbst wenn alles genau so wäre, wie man es sich als Kind gewünscht hätte und er der perfekte Partner wäre. der Umgang der Eltern untereinander wird dir nicht ermöglichen, dies auch zu sehen.

x 1 #2005


B
Die Frage ob es werden kann, wenn man an sich arbeitet, hat nur eine gültige Antwort: Ja kann es.
Im Grundsatz geht alles, die Frage ist, wie wahrscheinlich ist das.
Und deswegen muss man da ein wenig genauer hinschauen. Eine Grundvoraussetzung ist, dass BEIDE Veränderung wollen und bereit sind dieses Opfer zu bringen. Es bedeutet: Alles zu geben über die persönliche Schmerzgrenze hinaus gehen 3 Schritte vorwärts und wieder 2 zurück.
Es bedeutet Leiden, alte Gewohnheiten und noch schwieriger, Verhaltensmuster aufzubrechen.
Und das ist bei euch nicht geschehen sondern im Grunde hat er gar keine Änderung durchgemacht und bei dir ist es auch gekippt.
Das tut mir sehr leid, es gibt Menschen, die tun sich nicht gut und schaffen es nicht, sich neu zu erfinden.

x 2 #2006


Odette
Zitat von Sretsnovicx:
Oder hast du ihm zu dem gemacht und er reagiert? I

Das sag ich doch die ganze Zeit.

Zitat von Sretsnovicx:
Die kleine bockige 4 jährige die nicht gesehen wird, hat halt gelernt bitterlich zu weinen und dann bekam sie mit ganz viel Glück einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit oder Beachtung ihrer Wünsche

Oder auf die Schnauze, wie es bei mir eher der Fall war.

Ich weiß nicht genau, was ich glauben soll. Schuldumkehr, Abwertung und auch ständiger Rückzug waren ja da. Das habe ich ja nicht gemacht. Ich kann doch nur mein Verhalten daraus resultierend bewerten, oder nicht? Treibt man jemanden in die Schuldumkehr? Ist es normal, dass er von Beginn an keine Anteile sehen wollte?

x 1 #2007


S
@Odette
Wenn du dir etwas wünschen dürftest. Wie sähe die Beziehung aus, die du dir wünschst würdest? Wie würde sich dein Partner dir gegenüber verhalten? Wie würdest du dich mit ihm fühlen?

Was davon hat dir diese Beziehung gegeben?

#2008


Sretsnovicx
Du und ich- wir sitzen hier und grübeln...zerdenken...spielen alte Szenarien im Kopf durch (immer wieder) und fragen uns, ob es noch eine Chance gibt.

„Das habe ich in der Vergangenheit auch immer getan und nie hat es etwas gebracht: War die Beziehung tot, dann hat auch mein Grübeln daran nichts mehr geändert.


und weil du nie durch dein „Grübeln“ eine Beziehung retten konntest, macht es also Sinn so wie du hier zu grübeln und sich selbst du Verantwortung mal zu handeln anstatt nur zu warten? Nochmal zu kämpfen macht also generell keinen Sinn in Beziehungen oder mehr zu investieren, weil das Grübeln und nicht handeln, bisher keine Beziehung retten konnte?

ok, wenn das deine Schlussfolgerung ist, also generell nie eine zweite Chance einzuräumen oder selbst den ersten Schritt zu machen. Kommen öfter solche Tips und Ratschläge?

x 1 #2009


Odette
Zitat von Sretsnovicx:
Nochmal zu kämpfen macht also generell keinen Sinn in Beziehungen oder mehr zu investieren, weil das Grübeln und nicht handeln, bisher keine Beziehung retten konnte?

Aber ich würde doch kämpfen, wie soll ich das bitte tun?

Zitat von Sretsnovicx:
ok, wenn das deine Schlussfolgerung ist, also generell nie eine zweite Chance einzuräumen oder selbst den ersten Schritt zu machen

Aber das stimmt doch nicht. Ich traue mich nicht den ersten Schritt zu machen. Macht das nicht noch mehr kaputt?

Kannst du mir erklären, was du meinst?

Zitat von Sretsnovicx:
Kommen öfter solche Tips und Ratschläge?

Wie meinst du das? Ich kann dir nicht ganz folgen.

#2010


A


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