Odette
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Es war ja recht ruhig schlagartig, aber ich habe einfach gemerkt, dass ich erstmal Abstand zu der ganzen Sache brauchte.
Fakt ist, dass mein Nervensystem seit Aussprache der Trennung runter gefahren ist.
Ich schlafe wieder, zittere nicht mehr, bin nicht nervös in mir, auch wenn ich natürlich trauere.
Cortisol-Gesicht ist irgendwie weg. (Sagte mein Umfeld mir.)
Soll meinen, dass mein Körper mir wohl Anzeichen gab, dass es nicht gesund war.
Gott, ich bin so unfassbar müde. Und ich meine nicht das LK-müde, wo man schläft, weil es so weh tut.
Ich bin einfach erschöpft. Und die Zeit vorher war geprägt von sämtlichen Gedankenkarussells über die Abwertungen, die Flunkereien, dieses Auf und Ab.
Ich merke, dass in jedem Fall keine wirkliche Säule wegbricht, da ich wenig Unterstützung von ihm bekam, und wir und ja auch im Schnitt nur 1-2 Mal die Woche sehr eingeschränkt gesehen haben. Es gab keinerlei Verbindung unserer Leben irgendwie.
Gerade bin ich gefühlsmäßig etwas hilflos unterwegs.
Eine Mischung aus Trauer und Wut.
Warum habe ich nicht mehr verdient, als ein 5 Minuten-Telefonat?
Kann man hier von Liebe sprechen?
'Er hatte den Abend vorher und am morgen so ein Bauchgefühl, nach dem er handeln muss.'
Bitte? 5 Jahre einfach so in die Tonne. Übersprungshandlung? (Egal, ich weiß, es soll auch nicht meinen, dass ich nicht akzeptiere.)
Das wiederum bringt mich zu der Schleife, ob er sich noch mal meldet.
War nach der Mail ja auch so, weil er das nicht aushalten konnte.
Ich will ihn nicht zurück, aber die Art und Weise tut so weh, und lässt mich an der Echtheit der 'Liebe' zweifeln.
Selbst seine Ex, die ihn betrogen hat, bekam damals einen Abschiedsbrief und ein letztes Gespräch.
Wie furchtbar muss ich sein, dass man mich so entsorgen kann? Oder wie wenig Rückgrat?
Darf ich hier mit Euch kreiseln?