
Kurzer rage-mode:
Ich bin wütend. Wütend auf mich, dass ich ihn wieder reingelassen habe.
Aber ich möchte mir eher die Wut gegenüber ihm runter schreiben.
Es kann doch nicht sein, dass er jetzt durch die Welt marschiert, und denkt, er habe alles gegeben, wenn er sich ganz klar ekelhaft manipulierend verhalten hat. Das ist nicht normal, so wenig bei sich zu sein, so wenig Rückgrat zu haben, dass man wild um sich schlägt und die Frau, die man angeblich liebt, so hin erziehen will.
Und dann wirklich noch denken, es wäre total okay, und ich bin das Problem.
'Wir müssen lernen mit dir umzugehen' - Bullsh.
Dieses Vor und Zurück mit seinem vermeidenden Verhalten, die Ups und Downs, diese ekelhafte Sucht nach Dopamin, die mein Nervensystem wieder so zerstört haben, das am Ende nichts, wirklich gar nichts von der starken Frau übergeblieben ist.
Und dann die Frechheit zu besitzen, das Spiel weiter zu spielen, die Dynamik weiterauszubauen, selbst wenn es konstruktive Gespräche darüber gab. 'Du bist ja gar nicht mehr du selbst.' - Ja, wie denn auch?
Wochenlang 'bestraft' werden, für meine Bedürfnisse. Und es waren Bestrafungen. Ich rede nicht von Abstand oder gesundem Raum, nein. Gewartet habe ich auf ihn. So oft ängstlich zu Hause gewartet, bis er sich meldet, in der Hoffnung nicht alle Pläne zu canceln. Paarzeit wurde dann strikt gekürzt, weil man Abstand von mir und meinen Gefühlen brauchte. Absprachen wurden nicht eingehalten, vergessen, aber wenn ich das anmerke, gab es noch mehr Ärger und man ging einfach wieder.
Keine Einsicht. Nur mehr Druck. Nach jedem guten Gespräch, wirklich konstruktiv, hab es drei Tage später ärger. Ich weiß nicht, wie man so sein kann? Ich raff es einfach nicht.
Ein Lauf auf Eierschalen. Durchgehend. Und ich Depp habe geglaubt, es läge wieder an mir. Ich hätte es wieder durchtrieben. Ich bin derart krank, dass ich es nicht anders verdient hätte. Auch das ist Bullsh.
Ich möchte sauer auf ihn sein. Ich bin sauer auf ihn. Und das macht mich so hilflos.
Er ist nicht der arme Mann, der es ja ach so großzügig noch mal mit mir probiert hat.
Er ist der Mann, der bewusst zurück kam, ohne jemals seinen Anteil zu sehen, nicht gewillt war daran zu arbeiten, und der mir das Gefühl gibt, als müsse er sich irgendwas beweisen um mit mir abschließen zu können.
Es tut mir leid. All das, was ich hier schreibe ist nicht konstruktiv. Es ist auch nicht hilfreich, denke ich. Ich platze nur bald. Ich habe das Gefühl, ich war da Jahre lang in was ganz krankem verstrickt, und wollte es nicht sehen. Liest sich, als wäre ich das Opfer. Und ja, so fühle ich mich auch. Und denke, das darf ich. Denn meine eigenen Anteile, und die Tatsache, dass ich da nie wieder sein mag, lasse ich dennoch nicht außer Acht.
Ich möchte nicht, dass es falsch rüber kommt.
Ich habe nur keine Lust mehr, ihn zu schützen, alles bei mir zu sehen.
Ich bin gut. Ich bin loyal, Ich bin liebevoll zu meinem Umfeld. Ich wollte ihm nie etwas böses. Habe alles in meiner Kraft stehende getan. Und am Ende wurde mir durch diese Dynamik die Ruhe in mir selbst genommen, die ich mir über 12 Monate erarbeitet habe. Das und auch meinen Selbstwert wieder hinbekommen kostet mich so viel Kraft.
Und gleichzeitig tut es weh. Weil ich ihn vermisse. Und mich nervt dieser innere Kampf so sehr.
Plus die Angst, dass er nicht aushalten wird, uns sich meldet.
Oder möchte ich das in ein paar Wochen? Für mein Ego?
Kann es ein Ego-Ding sein, da ich seit November über Trennung nach dachte?
Argh. So aufgeregt, wie ich mich hier lese, bin ich gar nicht.
Es ist mein inneres, was hier raus möchte, bitte entschuldigt. Ein ganz wildes Stadium der Trennung gerade, und ich kenne das nicht von mir.