Zitat:Auch weil ich weder unterwürfig noch masochistisch bin.
Das sind ja auch noch ganz andere paar Schuhe.
Ich gehe mal eher davon aus, dass Du von der Beziehung so etwas erwartet hast, wie, dass diese Frau jetzt die Lösung für Deine ureigensten bis dahin unbefriedigten Bedürfnisse ist. Dass sie Dir im Idealfall das geben kann, was Du bereits recht früh entbehren musstest: Aufmerksamkeit, Zuwendung, Anerkennung - und damit wichtige positive Bindungserfahrungen.
Das wäre im Extremfall eine Art Ersatzmama. Aber mal ehrlich: Wer will schon mit seiner Mama ins Bett?
Zitat:Ich weiß jetzt, dass du nie mein Deckel warst
Mit diesem Satz ist einfach alles gesagt.
Das hat nichts mit Liebe zu tun, sondern wirklich nur mit deckeln.
So wie der der passende Deckel die ureigenste Sehnsucht des Topfes ist. - Tolles Bild, toller Spruch!
Was ähnliches hat wohl Deine Partnerin auch erwartet. Das ist das toxische Element der Beziehung.
Ihr konntet Euch das, was ihr voneinander erhofft habt, (selbstverständlich) nicht geben. Das zu erkennen, ist oftmals eine Kränkung, auf die dann Deine Ex mit Kritik und Abwertung reagiert hat. Ergo: Du bist raus - der andere Andere ist im Spiel, wieder verbunden mit der gleichen Hoffnung und Sehnsucht. Kannst du bereits daran sehen, dass sie exakt die gleichen Strategien verwendet, um ihn einzuwickeln.
Zitat:Da kam wohl eine ungute Konstellation zusammen: Meine instabile Ex und mein vernachlässigtes Bedürfnis nach Nähe.
Die Tiefenpsychologen nennen das Kollusion.
Allerdings ist es auch der Schlüssel zur Lösung: Wenn Du mit Dir soweit im Reinen bist und Deinen Selbstwert nicht mehr extern, z.B. durch Deinen Beziehungsstatus, regulieren musst, bist Du in der Lage, eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen.