Zitat von Samira118:@Wurstmopped das mit der Kindheit trifft bei ihm zu, ja. Drum dacht ich auch, dass er mit mir nun endlich mal jemanden an der Seite hat die es ehrlich und ernst meint, die voll hinter ihm steht und da ist. Der er vertrauen kann und sich so geben kann wie er eben ist. Dass ich das nun zerstoert habe, bloss weil ich ...
Liebe TE,
ich möchte mal versuchen, Deinen Blickwinkel ein bisschen zu verschieben.
Ich habe immer Schwierigkeiten mit diesen Geschichten. Betrogen worden, so schlimm, kann niiiiie wieder jemandem vertrauen! Um sich dann auf ganz miese Art und Weise aus der Beziehung zu verabschieden.
Möglicherweise liest sich die Geschichte aus Sicht seiner Ex ganz anders...
Aber darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass er Dir eine Bürde auferlegt, die Du gar nicht tragen kannst. Hat bisher gut funktioniert. Du bist sofort ins Laufen gekommen, wolltest ihm unbedingt zeigen, dass er mit DIR keine Angst haben braucht, ihm quasi das Vertrauen ins Leben wieder geben. Essen mit Kollegen? Natürlich nicht! Die muss er erst kennenlernen, damit DU das zarte Pflänzchen, was gerade zwischen euch wächst, nicht zerstörst.
Und auch jetzt: verzweifelt fragst Du Dich, was DU noch tu kannst, um ihm zu zeigen, dass DU nichts gemacht hast?
Und über die ganze Verzweiflung fällt Dir gar nicht ein, Dich zu fragen, was ER eigentlich für eine Rolle spielt in dem Drama. Aus meiner Sicht eine ganz bequeme:
"Ich hab Dir gesagt, ich wurde betrogen, daher habe ich kein Vertrauen mehr zu Frauen. Du musst das wieder aufbauen. Aber erwarte nicht, dass ich Dir glaube. Deswegen muss ich Dich auch kontrollieren und bin wieder bei Tinder. Du musst Dich richtig anstrengen, wenn Du mich behalten willst.
Was ICH tue? Nichts, was soll ich tun? Ich bin das Opfer, ich wurde betrogen, ich kann niiiie wieder vertrauen!"