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Trennung - der einzige Weg

paulaner

paulaner


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@sophia
Der letzte Post von @so_what beschreibt super gut auch meine Einstellung.
Vor allem dies hier solltest du unbedingt von zwei Seiten betrachten:
Zitat von So-What:
Momentan stellst Du Dich über ihn, auch wenn Du der Meinung bist, Du würdest ihn schützen wollen. Das nehme ich Dir nicht so ganz ab.

Im Grunde genommen willst du nicht nur ihn schützen, sondern eben zu gleichen Teilen auch dich selbst.
Wenn es nämlich auf eine Trennung hinauslaufen sollte, dann hättest du auch dich "beschädigt", weil du dann alles verloren hättest.

Wie gesagt...die Karten auf den Tisch kann furchtbar nach hinten losgehen, kann aber auch ne große Chance sein.
Das ist leider dein selbstgemachtes Dilemma.

14.09.2021 17:18 • x 4 #46


paulaner

paulaner


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Ach, und noch was:
Das Dilemma "Soll mein Mann das erfahren" beginnt nicht mit der Überlegung einer Beichte, sondern das begann genau in dem Moment, als du die Affäre gestartet hast.

14.09.2021 17:22 • x 4 #47



Trennung - der einzige Weg

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Sophia_

Sophia_


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Von der Affäre weiß nur meine beste Freundin. Es wäre echt das Letzte, wenn alle rundherum davon etwas wüssten und nur mein Mann nichts weiß.
@So-What vielleicht hast du mit deinen Überlegungen recht. Ich habe mich aber anders entschieden.
@paulaner ich stimme die völlig zu. Ich habe aus der Situation gelernt und ich werde nie mehr parallel zu meiner Ehe eine Affäre haben

14.09.2021 20:27 • #48


Corvinian


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Zitat von Sophia_:
Von der Affäre weiß nur meine beste Freundin. Es wäre echt das Letzte, wenn alle rundherum davon etwas wüssten und nur mein Mann nichts weiß. ...

Das stimmt, aber meinst du es kommt selten vor? Daher meine Frage obs alle wissen nur er nicht.

Dann hast du ja nochmal gehörig Glück, er scheint nix gemerkt zu haben, dein AM spielt nicht verrückt, deine beste Freundin scheint sich nicht für deinen Mann zu interessieren, mitbekommen hat es sonst auch keiner. Das perfekte Verbrechen also, keine Kläger keine Richter und -wenn es alles dabei bleibt- nur Du als Geschädigte.
Noch mal Glück gehabt, oder?

15.09.2021 06:51 • #49


Sophia_

Sophia_


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Hallo Corvinian,

dann bin ich wohl die perfekte Verbrecherin?

Du hast wohl in deinem Leben noch nie einen Fehler gemacht? Bist wohl noch nie zwischen zwei Frauen gestanden?

15.09.2021 07:45 • #50


Trust_him


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@Sophia_

Ich würde nicht wollen, dass mein Mann bei mir bleibt, weil die andere ihn nicht wollte.

Du bist doch jetzt nur bei deinem Mann, weil der AM sich nicht für ein Leben mit dir entschieden hat.

Das wäre für mich an Stelle deines Mannes das größte Problem.

Wer will schon der Notnagel sein?!

Und du?
Wie willst du etwas alleine an deiner Ehe ändern?
Sie ist offenbar nicht mehr das, was du dir für dich vorstellst, sonst wäre es ja nicht zu dieser Affäre gekommen.
Also was müsste sich ändern, damit du dich wieder in deinen Mann verlieben kannst oder auch einfach nur wieder glücklich sein kannst in deinem/eurem Leben?

15.09.2021 07:46 • x 1 #51


Sophia_

Sophia_


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@trust him,

mein Mann ist kein Notnagel. Im Laufe der Zeit ist in unsere Beziehung einiges eingeschlafen und genau das möchte ich jetzt ändern.
Wenn ich es mir nicht wichtig wäre, wieder mehr Nähe zu ihm zu gewinnen, würde ich gehen, um Abstand zu beiden Männern zu bekommen.
Mein Ehemann ist nicht der Mann zweiter Wahl. Ich bin von der Richtung abgekommen und versuche nun wieder auf den gemeinsamen Weg zurückzufinden.
Ist das verwerflich?

15.09.2021 08:30 • x 1 #52


Trust_him


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Zitat von Sophia_:
Ist das verwerflich?

Nein, das ist nicht verwerflich. Die Affäre war es, das Zurückfinden und der Wunsch, es nun besser zu machen, ist es nicht.

15.09.2021 10:21 • x 2 #53


paulaner

paulaner


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Zitat von Sophia_:
mein Mann ist kein Notnagel. Im Laufe der Zeit ist in unsere Beziehung einiges eingeschlafen und genau das möchte ich jetzt ändern.
Wenn ich es mir nicht wichtig wäre, wieder mehr Nähe zu ihm zu gewinnen, würde ich gehen, um Abstand zu beiden Männern zu bekommen.
Mein Ehemann ist nicht der Mann zweiter Wahl. Ich bin von der Richtung abgekommen und versuche nun wieder auf den gemeinsamen Weg zurückzufinden.
Ist das verwerflich?

Nein, natürlich ist das nicht verwerflich. Hat auch keiner gesagt.

Es geht doch um etwas anderes:
Wir denken eben, dass es sauschwer ist, nach 1 1/2 Jahren Affäre wieder zum gemeinsamen Weg zurückzufinden.
Weil dein Mann ja nicht "mitarbeiten" kann.
Vielleicht ist für ihn ja alles in Ordnung, so, wie es ist. Und er ist verwundert, was auf einmal mit dir los ist.

Du selbst schreibst ja, dass du es versuchen willst. Nachdem du 1 1/2 Jahre lang einen anderen Mann im Herzen hattest.
Und genau da sehe ich die große Hürde.
Man kann das ja nicht mal einfach so entscheiden, dass der andere jetzt keine Rolle mehr spielt und stattdessen dein Mann ab sofort wieder dein OdB ist.

Keine Ahnung, ob du verstehst, was ich meine...

Ich denke, wenn eine Beziehung eingeschlafen ist (die Nähe verloren gegangen ist), dann kann man das eigentlich, wenn überhaupt, nur gemeinsam hinkriegen.

Du könntest natürlich deinem Mann, ohne die Affäre zu erwähnen, vermitteln, dass du so, wie es ist, nicht glücklich bist. Dass sich etwas ändern muss.
Vielleicht funktioniert das ja...

15.09.2021 10:42 • x 3 #54


Corvinian


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Zitat von Sophia_:
Hallo Corvinian, dann bin ich wohl die perfekte Verbrecherin? Du hast wohl in deinem Leben noch nie einen Fehler gemacht? Bist wohl noch nie zwischen ...

Nimms doch nicht so wörtlich
Zu deinen zwei Fragen:1. Doch, natürlich. 2. Nein, ich bin da relativ klar

15.09.2021 10:47 • x 1 #55


Sophia_

Sophia_


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Hallo @Trust_him, hallo @paulaner,

danke für eure letzten Nachrichten und für den guten Vorschlag, anzusprechen, dass ich mich entfernt habe, aber wieder Nähe suche. Ich werde das machen.
Ihr habt Recht - es braucht beide Partner, um an einer Beziehung zu arbeiten.
Vielen Dank für eure Gedanken und Tipps!

15.09.2021 11:58 • x 2 #56


So-What


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Ich stand schon zwischen zwei Männern. Der eine meine damalige langjährige Beziehung, die nur noch so plätscherte und viele Alltagsprobleme mit sich brachte. Der andere ein Bekannter, mit dem ich mich ab und zu zunächst unterhielt, was dann intensiver wurde und ich mich verstanden und gesehen wurde. Ich habe mich nicht sofort getrennt, ich haderte eine Weile. Allerdings habe ich den anderen weder angefasst noch heimlich getroffen oder ständig kontaktiert. Dann das Gespräch mit meinem Partner gesucht und mich getrennt. Es gab bereits finanzielle Verstrickungen, allerdings waren wir nicht verheiratet und hatten keine Kinder.
Nein, ich möchte dafür keine Medaille. Für mich ist alles andere nicht mal annähernd im Bereich des möglichen...für mich selbst.
Allerdings versuche ich Menschen und ihre Geschichte zu verstehen und würde sie nicht verurteilen. Tat ich nicht mal in letzter Konsequenz (also die völlige Verurteilung) bei dem mir am zu dem Zeitpunkt am nächststehenden Menschen, der mich betrogen hatte, also meinem Ex-Mann. Ich versuchte ihn zu verstehen und ihn, mich und unsere gemeinsame Zeit zu durchleuchten. Auch heute bin ich nicht verärgert oder nachtragend. Die Gedanken, die ich mir damals machte, gelten heute noch. Ich habe diese nicht benutzt um die Affäre zu relativieren, da ich ihm ja noch eine Chance gab.


Aber - damit bist Du sicher nicht allein - das als "Fehler" zu bezeichnen und den Ball einem Kritiker zurückzuwerfen ("Du hast wohl in deinem Leben noch nie einen Fehler gemacht? Bist wohl noch nie zwischen zwei Frauen gestanden?") beschreibt nicht annähernd was da passiert ist und welchen Vertrauensbruch Du begangen hast. Das Ausmaß hast Du Dir vielleicht noch nicht eingestanden?!

15.09.2021 12:01 • x 2 #57


paulaner

paulaner


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Zitat von So-What:
Ich stand schon zwischen zwei Männern. Der eine meine damalige langjährige Beziehung, die nur noch so plätscherte und viele Alltagsprobleme mit sich brachte. Der andere ein Bekannter, mit dem ich mich ab und zu zunächst unterhielt, was dann intensiver wurde und ich mich verstanden und gesehen wurde. Ich habe mich nicht sofort getrennt, ich haderte eine Weile. Allerdings habe ich den anderen weder angefasst noch heimlich getroffen oder ständig kontaktiert. Dann das Gespräch mit meinem Partner gesucht und mich getrennt. Es gab bereits finanzielle Verstrickungen, allerdings waren wir nicht verheiratet und hatten keine Kinder.


Same with me...
Als ich mit meiner heutigen EF zusammenkam.

15.09.2021 12:53 • #58


Sophia_

Sophia_


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@so_what,
danke für deine Offenheit.
Mir ist bewusst, welchen Vertrauensbruch ich begangen habe. Man kann viele Dinge im Leben nicht rückgängig machen - so auch das nicht.
Ich habe mich für den ehrlichen Weg entschieden. Ich war meinem Mann 30 Jahre lang gegenüber ehrlich, habe ihn in der Zeit nicht betrogen, erst in den letzten 1,5 Jahren. Dabei passt eine Affäre gar nicht in meine Wertvorstellungen und ich hätte es nicht für möglich gehalten zu betrügen. Aber ich habe es gemacht. Es ist passiert. Was ich jetzt mache, ist wieder zurückzufinden.
Wenn ich provokante Rückfragen gestellt habe, dann deswegen, weil ich mich verurteilt fühlte.
Es stimmt, wir alle hier kennen nur unsere Geschichte genau. Auch wenn hier offen erzählt wird, wir lernen nur einen Teil der Geschichte von anderen kennen.

15.09.2021 14:56 • x 1 #59


So-What


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Ja, das stimmt. Vor allem ist diese Geschichte nur einseitig und subjektiv erzählt. Wir können ja Deinen Mann nicht hören.

Vielleicht gefiel ihm eure Ehe auch nicht mehr so richtig wie früher. Vielleicht hatte er ja auch schon mal irgendwann ein Auswärtsspiel. Vielleicht macht es ihm nicht so viel aus, weil ihm emotional auch nicht mehr viel an Dir liegt. Vielleicht ahnt er es schon lange und sitzt es aus, weil er weiß, Du bleibst sowieso wo Du bist. Keine Ahnung! Vieles ist möglich.

Als ich mit meinem Ex-Mann damals über alles sprach, habe ich seine Empfindungen alle verstanden. Daran gab es aber zwei Haken:
1. Mir erging es ähnlich und äußerte das auch hin und wieder.
2. Er erwähnte mit keiner Silbe, dass ihm etwas auf dem Herzen lag.
Ich für meinen Teil habe aber trotz aller Probleme keinen anderen gev*gelt!

Das habe ich ihm dann sicher nicht auf der Pro-Seite angerechnet.

Ich finde Deinen Ansatz auf jeden Fall mal besser, wenn Du ihm zumindest sagst, dass Du in letzter Zeit nicht mehr so richtig glücklich warst und etwas ändern möchtest, wenn Du ihm schon nicht die ganze Wahrheit sagen willst. Wobei Du in Deinem letzten Beitrag geschrieben hast, dass Du Dich für den ehrlichen Weg entschieden hast?! Wie ist das zu verstehen?

15.09.2021 15:33 • x 1 #60



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