Zitat von student_ffm:Wenn ich mir so die anderen Beiträge hier im Forum anschaue, dann habe ich das Gefühl, dass ich die letzten drei Wochen einigermaßen gut damit umgehen konnte.
Ja, das hast Du, und zwar nicht nur "einigermaßen", sondern ausgezeichnet.
Ich habe mich mißverständlich ausgedrückt, sorry. Was ich eigentlich sagen wollte war, daß Du mit einer Bearbeitung der über den Verlust Deiner Beziehung
hinausgehenden Ängste eventuell vorsorgen könntest, daß Du künftig ausschließlich unter diesem
einen Verlust leidest, statt alle anderen Ängste
auch noch mit hochzubringen.
Zitat:Die meisten hier hat es schwerer getroffen, so liest es sich zumindestens.
Es hat sie nicht mehr oder weniger getroffen als Dich. Aber wir Menschen gehen mit derselben Belastung nicht gleich um. Daher trifft sie den einen härter als den anderen, ungeachtet der gleichen Intensität.
Zitat:Es stimmt aber, dass ich meine Beziehung tatsächlich als einen großen, wichtigen Teil meines Lebens gesehen habe und mir nun nach der Trennung irgendwie der "Sinn" fehlt.
Bis zu einem gewissen Grad ist das völlig normal, vor allem nach nur drei Wochen.
Aber als Du von einem völlig verlorenen Halt schriebst und daß Du nicht mehr weiter weißt, da ist mir schummerig geworden. Vielleicht bin ich diejenige, die überreagiert hat?
Zitat:Es ist ungewohnt, sich nach so einer langen Zeit alleine fühlen zu müssen und sich zu denken "ich mache das eben jetzt alles für mich".
Auch das ist normal. War nach meiner Scheidung vor x Jahren übrigens auch so - und das, obwohl ich die treibende Kraft dabei gewesen war. Man ist orientierungslos danach. Aber das legt sich, mit der Zeit.
Zitat:Ich habe eigentlich immer gedacht, dass mein Leben erst nach dem Studium so richtig interessant wird.
Das wird es. Deshalb kann ich Dir nur immer wieder raten, Dich auf Deinen Master zu konzentrieren und auf das zu freuen, was danach kommt. Es
wird weitergehen, glaub mir - auch wenn Du die letzten 11 Jahre
so nie mehr zurückholen oder erneut erleben kannst. Weshalb Du Dir die Trauerphase jetzt auch ruhig geben solltest. Nur verzweifeln tust bitte nicht... dazu besteht angesichts dessen, was vor Dir liegt, kein Anlaß.
Zitat:Abends wiederrum fühle ich mich erstaunlich gut. Da habe ich das Gefühl, das alles liegt schon Jahre hinter mir.
Irgendwann wird dieses Gefühl sich auch unter Tag verstärken. Ganz subtil und allmählich. Laß es einfach zu.
Zitat:und diese Orte dann mit anderen, schönen Erinnerungen "überspielen" zu können.
Sehr bewußt und sehr gut. Weiter so.
