Zitat von Lou01:😕😕😕oje du Armer, aber das gehört leider dazu. Es ist normal. Leider kann man da wirklich keine Ratschläge erteilen, da jeder selber seinen Weg finden muss um über sowas hinweg zukommen. Was anderen geholfen hat, muss für dich noch lange nicht gut sein. Aber jemanden zum reden zu haben ist schon echt wichtig. Ich finde es gut, dass du zu der Therapeutin gehst, eventuell solltest du dir wirklich etwas verschreiben lassen und wenn es nur pflanzlich ist. Der Schmerz muss raus aber verliere dich nicht darin. Alles wird wieder gut 👍👍auch wenn es dir momentan nicht so scheint. Ich weiß, daß sind alles nur Phrasen die dir momentan nicht weiter helfen. Lass dich bitte nicht unterkriegen.
Ja es hat mir wirklich gut getan, mich bei ihr auszusprechen. Der armen Frau klaue ich immer schon die Wochenenden. Aber sie sagt, ich kann sie egal wann anrufen. Als ich sie vor ein paar Wochen angerufen habe, wusste sie bereits, dass wenn ich ihre Nummer wähle, dass es ernst sein muss. Hat sofort alles stehen und liegen lassen und sich mit mir getroffen...
Ich bin ihr wirklich dankbar, dass sie mich jetzt durch diese Trauer begleitet, wie sie es damals schon bei meiner ersten Therapie getan hat.
Zitat von Blanca: Nochmal: Wenn Du wirklich ein "schlechter Mensch und Partner" wärst, warum hat sie sich dann auf Dich eingelassen und dann noch satte 11 Jahre bei Dir ausgehalten? Wenn sie so unglücklich war, warum hat sie es nicht Dir gesagt, sondern offenbar allen Leuten um sie herum?
Ich verstehe es wirklich nicht. Sie hat geschrieben, dass sie mich so sehr geliebt hat. Und im nächsten Satz stand ich wäre schizophren und hätte "echte" Probleme und solle doch an mir arbeiten..
Zitat von Blanca:Du schriebst neulich, daß andere Menschen (auf dem Campus, z.B.) Euch als Traumpaar wahrgenommen haben. Das paßt nicht wirklich zu dem, was sie nun über "alle" schreibt, wen immer sie damit meinen mag. Außerdem schriebst Du, was Du umgekehrt alles für sie getan hast, sogar nach der Trennung noch, die sie von ihrer Seite her unter für Dich äußerst demütigenden Umständen vollzogen hat, statt Dir schon vor Jahren offen und ehrlich zu sagen, daß und was konkret sie bedrückt.
Sie meint mit "alle" unseren ehemals gemeinsamen Freundeskreis. Ob das wiederrum stimmt, was sie erzählt, weiß ich natürlich nicht. Angeblich haben die meisten zur Trennung gesagt "na endlich, wurde aber Zeit", oder eben so in der Art. Hat mich schon sehr verletzt, da es sich auch um meine Freunde handelt.
Zitat von Blanca:Ihr hattet die meisten Jahre über eine gute Zeit miteinander. Tu Dir selbst den Gefallen und mach jetzt wirklich innerlich den Schnitt. Laß nicht zu, daß sie nun auch noch die - weitgehend - schöne Erinnerung an diese nun beendete Episode in Deinem Leben auch noch kaputtmacht. Bewahr Dir das und meide jeden Kontakt zu ihr, denn solche Aktionen braucht wirklich kein Mensch. Traurig
Genau das sagt meine Therapeutin ebenfalls. Meine Ex hat auch angerufen, während ich da mit ihr saß. Meine Therapeutin wollte mir schon das Handy wegschnappen und mal ihre Meinung sagen. Schon lieb von ihr..
Zitat von Blanca:Ganz ehrlich? Es ist vielleicht nicht die schlechteste aller Ideen, wenn Du das mal mit der Therapeutin besprichst.
Bei Dir geht es offenbar nicht allein um die Freundin, sondern auch um ganz andere Dinge. Klar steckst Du mitten im Liebeskummer und natürlich kannst Du nach drei Wochen nicht schon wieder funktionieren, als sei nichts geschehen. Aber daß Du ohne diese Beziehungn so gar keinen Halt mehr im Leben siehst, klingt tatsächlich nicht sehr gesund. Dem solltest Du nachspüren, weit über den Liebeskummer hinaus.
Du bist sicher kein Fall für die geschlossene Psychiatrie, aber ein paar Wochen Aufenthalt in einer guten psychosomatischen Klinik würden Dich in einen geregelten Tagesablauf mit viel Programm und vor allem zu Gesprächen bringen, die Dir guttun und weiterhelfen. Die Experten dort könnten Dir helfen, das zu eruieren, was hinter Deinen Ängsten und dem Bodenverlust steht, den Du jetzt empfindest. Vielleicht kann die Therapeutin Dir da mehr zu sagen, sie kennt Dich deutlich besser. Frag sie!
Hey, Du bist nicht allein, halt durch! trost spenden
Die Frage stand tatsächlich schonmal im Raum. Sie hat damals noch einen befreundeten Neurologen befragt und beide kamen zur Entscheidung, dass die Maßnahme etwas übereifrig wäre. Allerding sind wir uns einig, dass es da noch tieferliegende Probleme gibt.
Ich glaube ich kann meine Beziehung so schlecht loslassen, weil ich alles, was mir in meiner Kindheit und Jugend gefehlt hat, in meiner Beziehung gesucht habe. Ich hatte nie wirklich ein schönes Verhältnis zu meiner Schwester, ein sehr angestrengtes Verhältnis zu meiner Mutter und ein sehr kompliziertes zu meinem Vater...
Um mal ein paar Beispiele zu nennen. Mein Vater gibt mir zu Weihnachten, Geburtstagen und ähnlichem nur die Hand. Wie einem Arbeitskollegen. Umarmungen gibt es keine. Auch kein "ich bin stolz" oder "ich hab dich lieb". Ich weiß, dass er mich "mag" (ich tue mich schwer zu sagen, dass er mich liebt, weil es so ungewohnt ist..), immerhin hat er all die Jahre für mich und die Familie gesorgt, aber das Verhältnis ist eben sehr kühl.
Bei meiner Mutter ist es ähnlich. Wenn ich weine, wird auf die Schulter geklopft und das war´s. Meistens stellt sie mir dann noch einen "Beruhigungstee" hin. Das war aber immer schon so.
Meine Schwester weiß im Moment garnichts mit mir anzufangen. Ich weiß, dass ich ihr leid tue, aber sowas wie "hey jetzt machen wir zusammen mal was und wir lenken uns gemeinsam ab", gibt es eigentlich nicht.
Ich wünsche mir einfach jemanden der mir sagt "ich bin da für dich, ich brauche dich und ich finde es schön, dass es dich gibt". Und genau das hatte ich zum ersten Mal mit meiner Ex.
Ich habe einfach unglaubliche Angst, alleine zu sein. Oder sollte ich ganz klassisch sagen: Ich fühle mich einfach nicht geliebt. Das fehlt mir irgendwie "von Haus aus"
Zitat von Beatrice: Eine fein säuberliche Auflistung, was meine Ex (warmer Wechsel) alles für mich getan hat, hatte ich auch präsentiert bekommen. Zwei/drei Wochen vorweg war ich noch Big Love gewesen....
Die erste Zeit hatte ich mir das auch zu Herzen genommen, aber nun nicht mehr.
Bin der Meinung, wenn man gehen möchte, soll man gehen. Aber nicht noch nachtreten.
Je mehr meine Ex nachgetreten hatte, desto mehr sank sie irgendwann in meiner Achtung. Damit wurde der Loslösungsprozess leichter.
Es hat halt alles seine Vor-und Nachteile.
Ähnliches wie hier mit der Halskette hatte sie auch gebracht gehabt.
So gewisse Muster scheint Verlassern wohl zu eigen sein.
Lieber student_ffm,
egal, was deine Ex noch sagt/schreibt, mach dicht. Lass es nicht an dich heran.
Es ist jetzt nicht die Zeit dafür, ihre Worte und Taten ernst nehmen zu können.
Viel Kraft dir.
Gruß
B.
Ich versuche mir die ganze Zeit einzureden, dass das alles egal ist, was sie jetzt schreibt. Aber es trifft eben genau ins Herz. Tatsächlich bleben meine Gefühle zu ihr davon unberührt. Merkwürdig, oder? Meine Therapeutin meint immer, dass die Wutphase schon kommen wird, aber dass das eben auch ein Gefühl ist und ich erst über den Berg bin, wenn ich ihr gegenüber absolute Gleichgültigkeit empfinde.
Irgendwo habe ich aber auch unbewusst Angst, ihr gegenüber irgendwann keine Gefühle mehr zu empfinden. So blöd es klingt. Für mich waren es sehr schöne 11 Jahre und ich habe Angst, dass das die längste, schönste Zeit war, die ich hatte. Vielleicht denke ich da irgendwann mal anders drüber