Zitat von Gedankengut:Das eine schließt das andere ja nicht aus. Man kann durchaus an sich selbst arbeiten, sich viel in die Psyche einlesen (hat mir sehr geholfen Dinge und Verhaltensweisen zu verstehen, durch mein Studium interessiere ich mich aber auch schon immer für diesen Bereich), nebenbei aber trotzdem mit anderen Frauen anbändeln/Kontakt halten. Da gibt es ja nicht nur schwarz/weiß.
Das mit deiner Nachbarin klingt doch sehr gut. Ich würde einfach mal mit ihr einen Kaffee trinken gehen. Es tut gut, sich mal mit dem anderen Geschlecht zu unterhalten. Wenn ihr euch versteht und sie dir das ein oder andere Lächeln herauszaubern kann, dann wird dir das in deiner Entwicklung enorm weiterhelfen. Aber das liegt bei dir.
Die größte Hürde zu solchen Treffen (wie auch heute abend mit dem Kino) ist einfach hinzugehen. Wenn du da bist, dann ist das ein Selbstläufer und du wirst dir denken "zum Glück bin ich nicht zu Hause geblieben".
Wovor genau hast du denn Bammel? Fühlt es sich unterbewusst für dich noch falsch an? Als müsstest du "treu" sein? Als wäre es ein Vertrauensbruch?
Oder hast du Angst dich vor ihr falsch zu benehmen? Dass du auf einmal in Tränen ausbrichst oder anfängst von deiner Ex zu reden?
Das solltest du auf jeden Fall reflektieren, sonst könnte es zu einem längerfristigen Problem werden.
Als Vetrauensbruch empfinde ich es nicht. Ich fühle mich nur noch nicht bereit. Ich fühle mich irgendwie noch nicht bereit, als wäre es eine große "psychische" Anstrengung. Vielleicht auch, weil mein Herz noch nicht frei ist für neues. Auch wenn ich nichts ernstes suchen würde, sondern nur flirten, reden, kennenlernen. Ich glaube unbewusst suche ich nach der selben Frau wie meine Ex und daran dann erinnert zu werden, setzt mir dann doch sehr zu. Dass ich von meiner Ex rede ist auch nicht so unwahrscheinlich

Ich glaube da muss ich mir noch ein wenig Zeit lassen.
Zitat von peppina:Studi,
liebeskummer kommt in Wellen..
deswegen ist es mal besser, mal schlechter..
sich mit anderen Männern zu treffen, kam für mich gar nicht in Frage.
Zum einen bin ich kein Mensch, der sein Selbstbewusstsein über Bewunderung eines Mannes definieren kann, zum anderen hätte es mich traurig gemacht, weil ich nur "den" Mann wollte..
dass dir zB auch das Geschreibsel der ehemaligen Nachbarin zu viel ist, kann ich auch verstehen..
es dauert alles seine Zeit..
du wurdest fies betrogen, dein Leben hat sich plötzich in eine ganz andere Richtung gedreht, da braucht die Seele ganz viel Zeit bis sie da hinnterherkommt..
dass du auch keine Lust hast, den ganzen Tag unterwegs zu sein, scheint mir auch total nachvollziehabr zu sein.
Trauer kostet superviel Kraft. Da ist es manchmal schwierig, das ganze Leben noch zu stemmen..
achte gut auf das, was dir grad gut tut..
So ein netter Blick von einer Frau hilft mir schon etwas. Aber mehr traue ich mir nicht zu im Moment. Allerdings sollte ich nach so einer langen Zeit erstmal wieder mit mir klarkommen, da hast du schon Recht. Sonst stehe ich bei der nächsten Trennung wieder so da wie jetzt. Aber wie ich bereits gesagt habe, wahrscheinlich würde ich unbewusst nach meiner Ex suchen und wäre dann am Ende nur enttäuscht. Stimmt schon, wie du das sagst..
Zitat von Beatrice:Sich Zeit lassen, sein eigenes Tempo gehen. Vor allem sich von anderen nicht einreden lassen, in welcher Zeit man das zu bewältigen hat.
Finde hier im kleineren Ausmaß so vieles von meiner Geschichte wieder. Dieser Focus auf S. gerade in der letzten Zeit, der Betrug, die blöden Sprüche nach der Trennung, die Schuldzuweisung, ihr Grinsen und Lachen, als sie mir erzählte wie toll der S. mit der Neuen nun ist.... Wie gesagt, vieles sehr ählich, wenngleich nicht ganz so krass und wir waren (heute gesehen zum Glück) nur ein paar Monate zusammen.
Doch die reichten schon aus, mich vor einer der schlimmsten Herausforderungen meines Lebens zu stellen.
Gerade dieses für mich unglaubliche Verhalten, hatte mich am meisten geschockt. Niemals zuvor wurde ich mit so einer hinterhältigen Schei.ße konfrontiert und war zeitweise damit komplett überfordert und in der Verarbeitungsphase alles andere als cool.
Am schlimmsten war dieser Eiertanz bei der immer wieder aufflackernden Sehnsucht. Da packte ich mir innerlich am Kopf, wie sowas überhaupt möglich sein kann, dass ich Sehnsucht noch nach so einem Menschen noch verspüre.
Es war sehr schwer dagegen anzukämpfen und ich war immer wieder total erschöpft und kraftlos. Ausgesaugt.
Mittlerweile denke ich mir, sie ist einfach nur eine leere Hülle. Brauchte auf eine ihr sehr eigene Art s..uelle Bestätigung um sich überhaupt lebendig fühlen zu können.
Deswegen auch wollte sie Drama, provozierte mich. Damit sie weitere Bestätigung bekommt. Zum Glück bin ich ruhig geblieben. Was sie mir später vorwarf. Ich hätte Emotionen zeigen sollen, damit sie weiß, dass mir was an ihr liegt.
Das fordert jemand, dass ich ausflippen soll, nur damit dieser Mensch sich bestätigt fühlt und setzt dieses mit tiefen Gefühlen gleich?
Puh, nee. Nicht meine Schiene.
In der Beziehung: Eifersucht, Tatsachenverdrehung, Opferdarstellung, zwei, drei unglaubliche Wutausbrüche wegen in meinen Augen nothing, stand in Bezug mit ihren Eifersuchtsanfällen.. .weiteres ähnlich wie hier berichtet wurde. Da war ich aber noch voll verliebt und zu verblendet gewesen um alles zu checken und sortieren zu können.
Mein Bauchgefühl hatte mich leider komplett in Stich gelassen. Niemals gewarnt.
Hier fiel das Wort Borderline. Vermute mittlerweile, dass meine Ex damit ebenfalls etwas zu tun haben könnte.
Doch wichtig ist nur eines. Weg von solcher einer Art Mensch ist das Beste, was einem im Nachhinein passieren kann. Und wenn es erst nach 11 Jahren ist. Besser spät als nie.
Gruß
B.
Ich finde es immernoch schockierend, wenn ich mir überlege, dass man eine so ungeheuer lange Zeit zusammen ist und dann überlegt sich einer, dass er auf die Art und Weise aus der Beziehung aussteigt. Ich meine, selbst wenn ich sage, dass ich die Beziehung nicht mehr möchte. Wie kann ich jemandem so wehtun? Nach der langen Zeit? Eiskalt sagen, dass da jetzt ein Neuer ist und der Alte muss weg. Und wenn der dann weint und leidet, auch noch nachtreten? Ich verstehe es nicht. Genauso wenig kann ich es mir in einer Ehe vorstellen, insbesondere mit Kindern. Wie kann man von jetzt auf gleich eine solche Gleichgültigkeit entwickeln?
Am meisten hat es mich geschockt, als ich auf die Forderungen meiner Ex nicht eingegangen bin und dann die fiesesten Drohungen kamen. Dass sie da zum äußersten im Stande ist, fand ich einfach so unglaublich und verletzend.
Das mit dem Vorwurf der mangelnden Emotion habe ich ebenfalls gehört. Als meine Ex sich im Dezember schon mit dem verheirateten Mann getroffen hat, habe ich es ihr erlaubt, dass die beiden zusammen auf einen Kaffee gehen. Sie hatte dort in ihrer Werkswohnung bei der Firma keine Freunde und unter der Woche konnte ich sie nicht besuchen. Also habe ich gesagt, es sei okay. Im nachhinein hieß es, ich wäre nichtmal eifersüchtig gewesen. Hätte ich es ihr verbieten sollen? Dann würde es heißen, ich hätte ihr die Arbeitskollegen mies gemacht.
Dazu kommt noch, dass ich nie geglaubt hätte, dass meine Freundin fremdgeht. Niemals niemals niemals niemals. Hätte ich Geld drauf wetten müssen, hätte ich gesagt, dass eher ich fremdgehe als sie. Bis heute schüttelt jeder den Kopf, dem ich erzähle, was sie getan hat. 11 Jahre macht sie die Moralapostel und dann sowas....