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Trennung nach 14 Jahren teilweise schweren Jahren

S
Zitat von Milly85:
hast du dich bei deinem Model erkundigt, dass du ihr auch keinen Unterhalt zahlen musst?!

Nein, das habe ich noch nicht. Muss ich noch machen.

Mir ist der Umgang zu den Kindern wichtig, das Geld ist zweitrangig.

Ich weiß, viele verstehen das nicht. Aber mir ist Geld absolut nicht wichtig.

Ich will die Option mit 50/50 auf dem Tisch liegen haben, genauso wie alle anderen Optionen. Dann wird entschieden was für die Kinder das beste ist, und so gehandelt.

Ich will nicht nur um meiner NF eins auszuwischen, oder weil es mir selber um mein Geld geht, eine Lösung finden, die für die Kinder nicht gut ist.

Sollte 50/50 für mich einfach nicht umsetzbar sein, warum auch immer. Das andere Model aber schon. Dann ist mir relativ egal ob da etwas angerechnet wird, oder nicht.

Sollte ich mich entscheiden, ganz bewusst auf 50/50 zu verzichten, und lieber es anders zu regeln, dann ist das ganze bewusst eine Entscheidung von mir.

Nur darum geht es mir. Das es eine gemeinsame Entscheidung ist, in der ich mitzureden habe.

x 3 #226


A
@Spike15 Doch, ich verstehe das dir Geld aktuell nicht das Wichtigste ist. Bis du auf dem Hosenboden landest.

Was ich aber nicht verstehe ist, dass du das Verhältnis zwischen Dir und Deiner Nochfrau als Eltern auf die gleichen Beine stellst, wie als Paar: nämlich im Ungleichgewicht.

Aber mache müssen fühlen.

Alles Gute

x 1 #227


A


Trennung nach 14 Jahren teilweise schweren Jahren

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S
Zitat von Akelei76:
Was ich aber nicht verstehe ist, dass du das Verhältnis zwischen Dir und Deiner Nochfrau als Eltern auf die gleichen Beine stellst, wie als Paar: nämlich im Ungleichgewicht.

Wieso? Ich habe nur gelesen, dass die Kinder im Vordergrund stehen. Er stellt sich hinten an und will nichts erzwingen, nur dass er der Ex eins auswischen kann. So sollte es sein. Eltern in Trennung sollten sich immer nach den Kindern hinten anstellen, zumindest bis eine Lösung gefunden ist, mit der die Kinder leben können und alles für diese in gewohnten Bahnen läuft. Und solange ihre Privatkriege sein lassen. Und auch wenn ein Elternteil einen anfängt, muss man sich nicht aufs gleiche Niveau begeben. Auf Strecke wird sich das bei den Kindern auszahlen.

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FrauDrachin
Zitat von Spike15:
Ich will nicht nur um meiner NF eins auszuwischen, oder weil es mir selber um mein Geld geht, eine Lösung finden, die für die Kinder nicht gut ist.

Du machst das genau richtig.
Und du hast dafür meinen allergrößten Respekt. Das ist die allerbeste Einstellung, um die Sache friedlich und fair über die Bühne zu bekommen.
Ich drück dir die Daumen, dass deine Nochfrau stabil genug ist, um auf diesem Weg mitzuarbeiten.

x 4 #229


A
Zitat von So-What:
Ich habe nur gelesen, dass die Kinder im Vordergrund stehen.

Das habe ich auch gelesen.

Und weiter habe ich gelesen, dass er wieder nicht die Augenhöhe sucht und das ist für die zukünftige Elternebene UND die Kinder wichtig.

Aber nochmal für dich: Ich plädiere NICHT für einen Rosenkrieg oder Rache oder Auswischen.

Ich denke aber Unterwerfung ist nicht zielführend. Und das sehe ich in Ansätzen bei ihm bzw. bei dem was er schildert.

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S
So, hier gibt's jetzt mal ein kurzes Update.

Wir hatten gestern ein längeres Gespräch. Es war gut und konstruktiv.
Wir konnten in Ruhe reden. Wir weinten beide viel und es hat bei mir, glaube ich zumindest, wieder eine Entwicklung stattgefunden.

Wir haben über den Umgang mit den Kindern geredet. Sie hat sich für neulich entschuldigt und versucht sich zu erklären. Sie sagte mir, sie will in solchen Momenten immer überhaupt nicht so reagieren, sie fühlt sich da aber einfach so in eine Ecke gedrängt und beißt dann immer wie ein wilder Hund um sich.

Sie sagte mir nach wie vor, eine 50/50 Regelung kommt für sie nicht in Frage.
Ich sagte ihr das ich ihre Zweifel verstehe, aber mich da trotzdem noch erkundigen und beraten lassen möchte.

Wir redeten dann noch über mögliche Ferienaufteilungen und andere Möglichkeiten den Kontakt aufrecht zu halten.

Z.b. das immer der Elternteile bei dem die Kinder gerade sind, den anderen am Abend anruft und die Kinder erzählen können wie der Tag so war. Das einfach ein täglicher Kontakt besteht.
Das war ihre Idee. Find ich garnicht so schlecht.

Unsere Kinder sind jetzt dann 7 und 8. Ich dachte da schon an so eine Uhr, mit der sie uns selber anrufen können. Also keine mit GPS zum orten, oder Apps oder Taschenrechner. Nur eine wo 6 Nummer eingespeichert sind die angerufen werden können und Sprachnachrichten verschickt werden können.

Aber da haben wir sorge ob die Kinder nicht aus Langeweile und Spaß, die ganze Zeit telefonieren.

Wir haben viel geredet dass wir es gut hinbekommen wollen für die Kinder und das wir einfach viel kommunizieren müssen.

Sie machte mir auch den Vorschlag, wir könnten ja ein mal in der Woche zusammen Abendessen. Es würde den kinder sicher gefallen und gut tun.

Ich sagte dann, dass ich mir so etwas vielleicht für später irgendwann vorstellen könnte, jetzt aber die ersten 3 oder 4 Monate nach meinem Auszug gerne Abstand hätte. Also kinder Übergabe und sonst nichts.

Ich sagte ihr dann das ich das Gespräch gut fand und ich zeitnah ausziehen werde. Mein Ziel wären die Faschingsferien Mitte Februar.

Sie war dann kurzzeitig verwundert und fragte mich warum jetzt doch so schnell?

Ich erklärte ihr dann, dass dieses Gespräch jetzt gut war, das andere neulich aber überhaupt nicht. Und je länger wir zusammen wohnen, solche Situationen passieren können. Und das möchte ich vermeiden. Weil es sonst unsere elternebene zerschießen könnte.

Sie fragte mich dann noch nach der restlichen Nachmittagsplanung, und ob ich Lust habe, dass wir alle zusammen mit den Kindern zum Schlitten fahren gehen.

Ich sagte ihr dann, sie kann gerne mit den Kindern gehen, ich werde aber meinen Kontakt zu ihr ab jetzt einschränken. Ich will das wir es den Kindern diese Woche sagen, nach unserem Termin bei der Familienberatung, und dann wird es auch einfacher.

Ich sagte ihr, dass ich gemerkt habe, wie der Abstand zu ihr mit gut tut. Am Freitag war sie arbeiten bis halb 2, und ich war weg ab 15 Uhr bis nachts um 11.

Am Abend, also gestern am Samstag, ging sie dann gegen 19 Uhr zu ihrer "Affäre" oder wie man das jetzt nennt. Von dort kam sie jetzt gerade gegen 11 Uhr wieder.

Das ist auch ein Punkt warum ich hier raus muss. Sie kann natürlich machen was sie will, wir sind ja getrennt. Aber ich will es einfach nicht mitbekommen.

Ich fragte sie gestern noch, was das jetzt ist. Sie sagt sie sind nicht zusammen oder so. Es fühlt sich einfach gerade gut an.

Mir ist es eigentlich egal. Ich gehe jetzt auf Abstand und schaue nach mir.

x 9 #231


N
Ja, gehe auf Abstand, das machst Du richtig. Wenn Du ausgezogen bist, wirst Du noch klarer sehen. Versuche bitte, das sie 50/50 Lösung klappt, ansonsten sehe ich die Gefahr, das die Mutter die Kinder zu sehr an sich bindet. Sehr gut aber ist, das Du nicht weit entfernt dann wohnst.
Das sie zu ihrer „ Affäre“ geht, in dem ganzen Tumult, finde ich dreist. Es wäre besser für sie, sich erstmal zu ordnen und ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, anstatt zu flüchten.

x 2 #232


H
@Spike15 Ich habe bisher hier alles nur mitgelesen, möchte dir aber nun auch gerne meine Meinung dazu sagen. Ich finde es toll, wie du in erster Linie auf die Kinder schaust und nicht verbissen auf deine Ex.
Es hilft auch den Kindern, wenn du an den Tagen, an deine Nochfrau nachmittags die Kinder nimmst und sie abends nach Hause bringst. Was Kinder vor allen Dingen brauchen nach einer Trennung ist Sicherheit und Stabilität.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass deine Frau gezwungen werden kann, mehr Stunden zu arbeiten. Was hier einige wohl außer Acht lassen ist dass dein älterer Sohn Pflegegrad 3 hat und sie ja wohl als Pflegeperson eingetragen ist.
Wem nützt es auch, wenn die Kinder herumgezerrt werden und auf Biegen und Brechen ein 50/50 Modell konstruiert wird?

Du willst doch gar nicht, dass deine Ex sich das Haus nicht mehr leisten kann, dich nicht ausbezahlen kann, die Kinder ihr Zuhause verlieren?

Zum Thema Zugewinn möchte ich auch noch sagen, ein Sachverständiger kostet zwischen 2500 - 3000 Euro. Vielleicht könnt ihr euch ja auch so einigen, wäre für alle günstiger.

Und ob deine Ex nun depressiv oder sonst etwas ist, ist eigentlich egal, so lange sie gut zu den Kindern ist. Ob du nun jahrelang nach ihrer Pfeife getanzt hast oder nicht, ist nicht mehr wichtig, das ist vorbei. Natürlich musst du ihr nicht mehr in allem nachgeben, denn sie ist bezüglich der Kinder genauso auf dich angewiesen.

Wünsche dir alles Gute.

x 1 #233


D
ich verstehe dich schon, wenn du keinen Streit willst, aber das du ihr weiter alles Mundgerecht machst, verstört etwas

x 1 #234


A
@Nena1989
Zitat:
Das sie zu ihrer „ Affäre“ geht, in dem ganzen Tumult, finde ich dreist. Es wäre besser für sie, sich erstmal zu ordnen und ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, anstatt zu flüchten.


Ja das ist dreist. Dreist beschreibt das Verhalten der Frau die letzten Monate etc. schon gut.

Aber für sie ist ja jetzt alles geordnet. Die Katze ist aus dem Sack, es steht fest das der Expartner weiterhin fürsorglich bleibt und bald auszieht.
Im Außen weiß keiner Bescheid.

Sie hat ihr Leben geordnet und lebt jetzt das, was sie möchte.

Und warum jetzt Rücksicht nehmen, hat sie ja noch nie die letzte Zeit.

Warum sollte sie denn jetzt damit anfangen und sich selbst beschneiden?!

x 4 #235


unbel-Leberwurst
Zitat von Spike15:
Sie sagte mir nach wie vor, eine 50/50 Regelung kommt für sie nicht in Frage.

Wie begründet sie das?

x 4 #236


M
Wenn deine NF kein 50/50 Modell will, so bleibt dir leider nur der Weg über einen Anwalt und das Familiengericht um das durch zu setzen.

x 1 #237


S
So, hier kommt mal ein kurzes Update.
Bei uns ist es etwas ruhiger geworden.

Die Kinder haben wieder Schule, ich bin viel bei meinem Papa Zuhause und renoviere und meine NF und ich gehen und ganz gut aus den Weg.
Es gab keinen weiteren Streit mehr und auch keine Auseinandersetzung.

Wir waren am Montag wieder bei der Familienberatung und haben da diesen Montag wieder einen Termin.

Ich habe es mittlerweile mehreren meiner Freunden erzählt und viel darüber geredet.

Insgesamt muss ich sagen, geht es mir relativ OK. Also kein Vergleich zu den Wochen nach der Trennung.
Ich akzeptiere die Trennung mittlerweile und schaue nach vorne.

Ich schlafe relativ gut, nur die Träume sind komisch. Ich hab wieder Hunger und esse gerne.

Das letzte halbe Jahr vor der Trennung hatte ich keinen Appetit. Ich habe 15 Kilo abgenommen.

Also ich muss sagen, mir ging es in diesem Schwebezustand wesentlich schlechter als jetzt nach der Trennung.

Jetzt geht's mir auch nicht sehr gut, aber anders. Jetzt ist einfach viel Ungewissheit wegen der Zukunft und wie sich das alles wohl einspielen wird.

Meine NF ist nach wie vor in manchen Situationen komisch. Vorhin hat sie sich fertig gemacht für einen Faschingsball und mich immer gefragt ob sie das so anziehen kann und ob die Schminke passt und so. Wieso legt sie noch so viel Wert auf meine Meinung?

Naja, auch egal.
Mir geht's auf jeden Fall besser, auch wenn die Angst vor der Ungewissheit riesig ist.

x 5 #238


N
Mir ging das damals, vor meiner Trennung auch wesentlich schlechter als danach, ich hatte mich damals getrennt.
Aber nach der Trennung war eine Klarheit da und diese war befreiend und hat mich nach vorne schauen lassen und hat mir Kraft gegeben.

Versuche das mal für Dich zu spüren und zu nutzen, als Kraftquelle.
Du darfst und musst, vieles hinter Dir lassen und ein neues Kapitel beginnt.

Es ist ein Neuanfang und es ist eine Chance auf ein neues Leben. Alles neue bringt Ängste und Sorgen, aber es ist zu schaffen und Du hast gute Voraussetzungen.
Und was Deine Frau von sich gibt, bewerte das nicht, es ist nur Blablaba…

x 1 #239


D
@Spike15

ich hoffe das du es gut über die Bühne bringst, obwohl ich so meine Zweifel habe

#240


A


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