Gebrochenermann
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Zitat von EngelohneFlügel:Ich wurde gerufen..... Hallo Gebrochenermann, erstmal herzlich Willkommen hier im Forum, hier findest du immer ein offenes Ohr und Rat. Ich habe jetzt noch nicht alles gelesen von Anfang an aber mal deinen Eingangspost. Deine Geschichte hat so ein paar Parallelen zu meiner. Zunächst einmal wie es bei euch zu dieser Situation kam ist mit meiner Geschichte gut vergleichbar. Auch ich habe von den Andeutungen der Frau über Jahre nichts mitbekommen oder aber es war eine kurzfristige Entscheidung. Auch wenn viele es immer schreiben das eine Frau sowas nicht von heute auf morgen entscheidet, doch das geht. Auch ...
Hallo engelohneflügl,
Ich komme erst jetzt zum Antworten weil mich gestern die Schlaftabletten ausgeknockt haben.
vielen Dank für deine lieben Worte, es ist erschreckend wie ähnlich deine Situation ist / war. Wirklich beängstigend. Ich sehe mich in fast jedem Punkt wieder.
Außer vielleicht, es sei denn ich habe das falsch verstanden, dass meine NF nicht manipulativ gegenüber anderen ist. Natürlich wird eine Geschichte nach außen immer so oder so erzählt, das ist immer subjektiv. Ich schätze sie nach wie vor, und das werde ich auch nach der Trennung noch tun, als sehr sehr lieben Menschen. Ich sehe ihren momentanen Zustand, ich weiß dass sie im Moment neben sich steht und ich weiß dass das für sie eine Art Notbremse ist. Auch wenn meiner Meinung nach der Zug auch während langsamer Fahrt zu reparieren wäre.
Ich weiß auch dass sie sich über diesen Schritt sehr viele Gedanken gemacht hat, vor allem wegen der Kinder. Sie ist die beste Mutter die ich kenne. Sie ist nicht bewusst verantwortungslos. Ich denke nur, im Moment sieht sie die Dinge nicht so klar wie es wünschenswert wäre. Sie steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Scheinbar bin ich der Auslöser dafür, warum weiß ich leider auch nicht. Aber das kann ich leider nicht ändern.
Man liest ja ab und an man solle die Trauer in Wut umwandeln, dann kann man es besser verarbeiten. Das ist das letzte was ich will! Ich liebe sie immer noch von ganzem Herzen und werde das vermutlich immer tun. Wir hatten unzählige schöne Momente die ich auch nicht vergessen will. Wir haben mehr als unser halbes Leben zusammen verbracht, die allermeiste Zeit davon glücklich. Und dies will ich so in Erinnerung behalten. Auch wenn das vielleicht in der Form nicht gerade förderlich für meine Verarbeitung der Dinge ist.
Ich versuche mich auf mich zu konzentrieren, mir gutes zu tun, Sport zu treiben, mich abzulenken. Auch wenn das im Moment unmöglich scheint. Aber ich denke es kommen bessere Zeiten. Im Moment ist einfach nur der unsagbar große Schmerz, die Verzweiflung, die Angst, der Wille all dies zu beenden. Und es wird nicht weniger. Ich weiß, das hilft alles nicht und ich muss nach vorne schauen. Hoffentlich kann mir mein Psychotherapeut morgen da eine Richtung weisen. Mein letzte Hoffnung.
Ich werde versuchen nach vorne zu schauen und mit der Sache klar zu kommen, und wenn nicht, versuchen an meine Kinder zu denken und dass diese mich brauchen.
