Zitat von Gebrochenermann:was passt ihr nicht an mir und warum sagt sie mir das nicht.
Wie soll man was benennen, wenn man es so nicht an einem festmachen kann?
Zitat von Gebrochenermann:Warum will sie nicht daran arbeiten?
Selbstschutz kann da als Ursache dienen. Sie hat ja über Jahre
nichts gesagt, oder so leise, das du es nicht vernommen hast.
Wie man es auch dreht oder wendet, sie hat sich auseinander gelebt. Für Dich war immer alles in Ordnung. Klar hat man ab + zu Streitfragen zu klären, aber da kam das Alles gar nicht zur Sprache.
Derjenige zu sein, der für
nichts verlassen wird, obwohl man doch reden könnte, es ändern könnte, dies oder jenes könnte - ist so schwer zu akzeptieren, weil die Gegenseite nichts greifbares liefert. Es bleibt nur, sich abzufinden. Mit gebrochenem Herzen zu zusehen, wie alles mehr oder weniger in die Binsen geht.
Und man sucht die Schuld folglich bei sich, irgendwo muss doch was greifbares zu finden sein. Und dabei findest du auch nichts. Klar hätte man, da oder dort, so oder so reagieren können, aber meist reagiert man spontan, ohne groß zu denken. Sonst käme man ja nicht auf 2 Jahrzehnte. So schlecht war es ja nicht.
Und dann kommt der Moment, wo du realisierst, das du, egal was du getan hast, es ihr(ihm) nicht Recht machen konntest. Das es egal ist, was du je getan hast. Das Unvermögen, über solch wichtige Dinge zu Reden, lag nicht bei dir. Du hast ja nicht mal gewusst, das es solche wichtigen Dinge gab.
Du magst deine Fehler haben, wer hat die nicht. Sie machen dich als Person aus, wer du bist. Dein angetrautes Wesen ist dir fremd, du schaust hin und erkennst es nicht wieder.
Es kommt nicht nur die Trennung auf Einen zu, die man akzeptieren muss, nein man muss auch akzeptieren, das einem dieser Mensch fremd geworden ist. Den man liebte, für den man so einiges gemacht hätte, wirkt plötzlich so fremd, so kalt, so von einem anderen Stern.
Man resigniert. Man kann die Uhr nicht zurückdrehen. Ich wünsche dir viel Kraft, weil ich weiß, wie es ist. Wenn man von heute auf morgen plötzlich mit jemanden zusammen ist, der trotzdem körperlich anwesend ist, weiter von einem weg ist, als der Mond zur Sonne