Zitat von Zweiflerin:wenn du dich weiter so offen im Selbstmitleid suhlst
Solche Antworten finde ich mit Verlaub wenig hilfreich.
Bei mir ist eine Trennung noch nicht voll verzogen und ich muss zugeben, auch mir selbst gegenüber, das ich wirklich leide!
"Selbstmitleid" ist so ein Hammer-Wort welches das Leiden überhaupt nicht trifft welches doch immer damit verbunden ist das ein Lebensplan vom Scheitern bedroht ist oder bereits gescheitert ist.
Und: "Selbstmitleid" ist eine negative Wertung.
Warum eigentlich sollen oder müssten wir immer "über den Dingen stehen"?
Warum dürfen wir nicht bekennen, das wir alle manchmal total hilflos sind, weil die Dinge welche mit dem Lieben zusammenhängen oft überhaupt nicht nach den Regeln irgendeiner Logik funktionieren.
Sich in einen ganz bestimmten Menschen zu verlieben ist ein Akt der wenn er krankhaft wäre an eine Psychose erinnert.
Ähnlich verhält es sich dann, wenn man schleichend oder urplötzlich erkennt das von dieser Verliebtheit einseitig oder beidseitig kaum noch etwas vorhanden ist.
Und in letzter Konsequenz ändert sich dann der gesamte Lebensplan. Es verschieben sich Hoffnungen und Sehnsüchte in ein trübes grau - und die Fehlerquote des eigenen Verhaltens potenziert sich unter diesen getrübten und depressiven Stimmung.
Irgendwie ist dann nichts mehr gut.
Was man sagt oder zurück hält,
was man tut oder unterlässt.
Alles ist "falsch",
alles kann "gegen einen verwendet werden",
wie vor Gericht!
Und deswegen kann ich dem Wort von dem "Selbstmitleid" nichts abgewinnen!