Zitat von MaryAnne:Und noch etwas.
Wenn die Einschätzung zu ihrem Verhalten und ihrer Kommunizieren stimmen sollte, mach dir deutlich, dass dieses Verhalten für sie global ist. Das heißt, dass es nicht ausschließlich auf dich bezogen bleibt. Sobald sie mit den Kindern allein ist, wird sie die Rolle nicht ad hoc verlassen können, sondern irgendwann mit deinen Kindern so umgehen wie mit dir.
Das erscheint jetzt erst einmal weit hergeholt. Aber solange du als 'Feind' zur Verfügung stehst, wird sich ihr Frust und ihr Selbstverständnis als Opfer eurer Beziehung an dir abarbeiten. Wenn du aber in Zukunft weniger präsent bist, kann sich ein solches Verhalten und Muster an eure Kinder wenden. Insbesondere an das älteste Kind.
Einen Vorgeschmack hat du bereits bekommen, als sie ihm ein schlechtes Gewissen machen wollte, indem sie ihn und dich, den Mann, den sie verlässt, in einen negativen Zusammenhang setzen wollte. Er würde genauso auf dem Sofa abhängen und ohne Freunde sein wie du.
In Zukunft kannst du nicht mehr dazwischengehen. Deshalb bemühe dich um deiner Kinder Willen um eine Familienberatung oder -mediation.
Ich denke Du hast recht. Und ich finde es beeindruckend wie Du ihr Verhalten interpretierst ohne sie je getroffen zu haben. Zumindest sehe ich es exakt so wie Du, und ich kenne sie 23 Jahre und erlebe sie täglich.
Ändern kann und werde ich das nicht. Sie wird einen Teufel tun und zur Therapie gehen. Sie ist die starke Frau die alles richtig macht, sie braucht das nicht! Und wenn ICH versuche ihr das nahe zu bringen schon zweimal nicht. Ich habe schon so oft versucht sie zu Paartherapie oder Ähnlichem zu bringen, keine Chance, blockt sie sofort ab. Sobald was von mir kommt ist das nur mit böser Absicht, um sie zu manipulieren oder mit irgendwelchen Hintergedanken. Im Moment hat sie solche riesen Scheuklappen auf und ist so im Wahn mit renovieren, ausziehen, man kommt ihr nicht bei!
Ich habe versucht über ihre Mutter und beste Freundin was zu erreichen, dass sie meine Frau dazu bringt, keine Chance. Da bin nur ich wieder derjenige der an den Pranger kommt.
Wenn sie die Kinder instrumentalisiert kann ich das im Moment nicht ändern, ich bin ja nicht immer dabei, ich kann ihr nur sagen dass ich das nicht gut finde, was ich auch tue. Aus ihrer Sicht tut sie das ja auch nicht, den für sie ist ihr Verhalten ja normal und nicht schlimm. Nichts desto trotz kann ich es nicht ändern.
Einsicht ist der erste Schritt um was verbessern zu können. Ich habe bei mir persönlich diese Einsicht schon seit geraumer Zeit erlangt und bin dran. Meine Frau hat dies leider noch nicht. Aber ich hoffe dass das vielleicht irgendwann kommt, nicht morgen, nicht nächste Woche, aber irgendwann. Irgendwann kommt sie zur Ruhe und sieht die Dinge vielleicht etwas anders, zumindest hoffe ich das. Leider wäre es dann für vieles zu spät. Und wenn sie dann diese Einsicht erlangt wird sie es mir natürlich niemals zugeben, dazu ist der Stolz viel zu groß. Ist mir aber dann auch egal. Zumindest könnte das dann das Verhältnis zwischen
uns und den Kindern gegenüber verbessern.