Zitat von Gast806: Familienfeiern seiner Familie sind für mich tabu, so leid mir das auch tut. Ich hatte immer einen guten Kontakt zu meinen Schwiegereltern.
Zitat:Ganz ähnlich ist es auch mit unserem Freundeskreis. Unsere gemeinsamen Freunde sind sich noch immer unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Also wen sie einladen sollen. Ich habe es bis jetzt nur einmal geschafft, zu einer gemeinsamen Party unserer Freunde zu gehen. Es war natürlich sehr emotional und mental anstrengend für mich.
Ich weiß nicht, ob es das wert ist. Ist halt immer so eine Gratwanderung.
Für mich auch. Schwiegereltern habe ich leider (oder zum Glück) keine mehr - wir mochten uns sehr gern. Ich habe aber zu den Schwestern meines Ex noch Kontakt, wobei sich das viel, viel schwieriger gestaltet als initial angenommen. Eine Schwester hat momentan gar keinen Kontakt zu Ex und Next - aber das kann natürlich nicht so bleiben. Die andere pflegt Kontakt zu beiden Seiten - und das ist so ein Eiertanz, dass ich mich auch öfters frage, ob es das wert ist. Familienfeiern dieser Seite sind für mich auch tabu, auch solche bei der Schwester, die momentan keinen Kontakt zum Ex und Frau hat. Ich habe dort trotzdem keinen Platz mehr (sondern nur noch Ex und Next, auch wenn sie diesen momentan (noch) nicht einnehmen), das ist für mich völlig klar.
Zitat von Worrior: Diese Entscheidung habe ich den verunsicherten "Freunden" abgenommen.
Ja, ich auch. Gerade am Anfang konnte ich nur Leute brauchen, die ganz klar "bei mir" waren.
Zitat von Himmelssonne: Ich bin auch gerade wieder getriggert. Mein Mann ist seit gestern zurück, fährt morgen aber wieder und möchte heute Abend mit mir reden. Es ginge ihm nicht gut und er treffe morgen auch unsere Tochter. Er wolle auch wissen, wie es mir geht. Ich habe so eine Angst vor so einem Gespräch- ich möchte einfach nur, dass er geht und mich in Ruhe lässt. Das ist ja leider nicht möglich, da es auch organisatorische Dinge zu klären gibt. Und ich bin auch ambivalent, möchte nichts mit ihm zu tun haben, es interessiert mich aber wie es ihm geht. Masochistisch?! Soll das jetzt Monate, Jahre so gehen?
Das fett Markierte: Nicht dein Business, aber so gar nicht. Grenz dich ab - auch wenn ich es kenne, dass diese Selbstmitleidstour einen wieder dahingehend triggert, dass es vielleicht doch noch Hoffnung gibt. Das ist nicht so - er macht das, damit du dich nicht traust, für deine Rechte (finanziell etc.) zu kämpfen - schließlich ist er ja so arm dran (kotzwürg).
Ich habe es immer so gemacht, dass ich meinen Ex im Vorfeld solcher Gespräche gebeten habe, aufzulisten, was genau zu besprechen ist. Wenn es nichts mit Kindern und / oder Orga zu tun hatte, flog es direkt von der TO. Und wenn er im Gespräch mit so etwas ankam, habe ich es direkt freundlich-sachlich abgewürgt: "Ich glaube, für diese Thematik bin ich nicht mehr die richtige Ansprechpartnerin. Lass uns über K3s Schulwahl sprechen." Ist eine Technik, die ich auch auf Arbeit anwende und mittlerweile total automatisiert habe. Wenn man so vorgeht, behält man die Kontrolle und bleibt souverän.