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Trennung nach vielen Jahren

S
Warum kann ich überhaupt nicht damit umgehen wie aggressiv er mit mir geredet hat ? Müsste ich ihn nicht dafür verachten ? Sollte ich nicht erleichtert sein ? Und die Frage wie geht es weiter . Bevor ich daran ersticke , dachte ich ich schreib hier . Es tröstet so sehr wenn ich eure Antworten lese

x 4 #331


Hola15
Zitat von Sabine23:
Wäre sehr dankbar wenn ich sehr wütend wäre

Vllt kommt das noch.

Bisher hast du dich ja lange darauf konditioniert keine Wut zu empfinden. Denn Wut ist ein trennendes Gefühl und das wolltest du ja unter keinen Umständen.
Aber Wut ist halt auch ein Gefühl, das für dich einsteht wenn deine Grenzen und Bedürfnisse missachtet werden und spätestens dann dafür sorgt, sich Gehör zu verschaffen.

x 1 #332


A


Trennung nach vielen Jahren

x 3


Hola15
Zitat von Sabine23:
Warum kann ich überhaupt nicht damit umgehen wie aggressiv er mit mir geredet hat ? Müsste ich ihn nicht dafür verachten ? Sollte ich nicht ...


hmm, was berührt es denn in dir?

#333


Blind-Meg
Zitat von Sabine23:
Warum kann ich überhaupt nicht damit umgehen wie aggressiv er mit mir geredet hat ?

Weil da seine Krankheit aus ihm gesprochen hat und er dir auch gleichzeitig wahnsinnig leid tut vielleicht? Und aus Hilflosigkeit?
Wie war er denn in gesunden Zeiten so als Partner? Würdest du ihn dir zurück wünschen, wie er vor der Erkrankung war?

Zitat von Sabine23:
Müsste ich ihn nicht dafür verachten ?

Nicht unbedingt. Nicht wenn es primär die Krankheit ist, die ihn so beeinflusst hat.

x 2 #334


S
Zitat von Hola15:
Vllt kommt das noch. Bisher hast du dich ja lange darauf konditioniert keine Wut zu empfinden. Denn Wut ist ein trennendes Gefühl und das wolltest ...

Macht so sehr Sinn

#335


S
Zitat von Hola15:
hmm, was berührt es denn in dir?

Das macht mir Angst

#336


S
Zitat von Blind-Meg:
Weil da seine Krankheit aus ihm gesprochen hat und er dir auch gleichzeitig wahnsinnig leid tut vielleicht? Und aus Hilflosigkeit? Wie war er denn in ...

Wenn ich sicher wüsste dass es seine Krankheit ist . Aber nach wie vor bin ich am leugnen - irgendwie

#337


Hola15
Zitat von Sabine23:
Das macht mir Angst


Magst du mal mehr von dieser Angst erzählen?

#338


H
@Sabine23
Die Trennung ist ja noch sehr frisch, und da rattert das Gehirn, und die Gefühle fahren Achterbahn.
Jetzt bist du in der Wohnung deiner Mutter, und das ist gut. Jetzt gerade passiert tatsächlich nichts Schlimmes. Die Vergegenwärtigen, dass gerade JETZT tatsächlich nichts Schlimmes passiert, hat mir schon in vielen Lebenslagen geholfen. Von da aus kann man immer in kleinen Schritten weitergehen. Und zwar konkret, aufschreiben hilft, vom Kopf in die Hand, sage ich immer: aufstehen, fertig machen, Kaffee, Nummer einer Beratung oder eines Familienanwalts raussuchen. Babysteps.
Zu diesem Phasenmodell, das wird seine Berechtigung haben, aber es trifft nicht auf jeden genauso zu.
Man kann ja jetzt nicht da sitzen und darauf warten, dass man wütend wird. Man sitzt ja auch nicht da und wartet darauf, dass man glücklich, cool oder melancholisch wird. Gefühle sind da oder nicht, sie sind auch eher flüchtig, und sie sind keine Tatsachen. Also lass dich nicht zusätzlich von Modellen stressen.
Lieber kleine, konkrete Schritte, kann ja auch für 5 min sein. Und Atmen nicht vergessen.
Alles Gute!

#339


Blind-Meg
Zitat von Sabine23:
Wenn ich sicher wüsste dass es seine Krankheit ist . Aber nach wie vor bin ich am leugnen - irgendwie

Was leugnet du? Die Krankheit? Das würde ja bedeuten, dass er als Mensch in seiner Persönlichkeit aggressiv und feindselig ist. Ist das so?

Ich frage nochmal: wie war er denn als Partner vor der Erkrankung? Wann war das, wann war er zuletzt ganz gesund in seinem Verhalten?
Und: wann kam die Diagnose? Wie alt war er zu dem Zeitpunkt? Typischerweise beginnt die (paranoide) Schizophrenie bei Männern im jungen Erwachsenenalter (bei Rrauen etwas später).

#340


A


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