Zitat von stjärna:Ich versuche zu verstehen, wie der Kinderwunsch für die eigene Lebensplanung größer sein kann als die Liebe zu einem Menschen.
Zitat von 6rama9:Ich versuche zu verstehen, wie die oft flüchtige Liebe zu einem zufällig kennengelernten Partner größer sein kann, als der Wunsch Nach wuchs zu haben.
Ich hätte auch schreiben können:
Ich versuche zu verstehen, wie der Nicht-Kinderwunsch für die eigene Lebensplanung größer sein kann als die Liebe zu einem Menschen. Einer von beiden muss seine Vorstellung von seiner Lebensplanung aufgeben, oder sie müssen sich trennen. Ein bisschen Kind gibt's nicht.
Warum bekommt er Panikattacken? Ist Ratlos nicht die "Richtige", die Frau, mit der er eine Familie gründen möchte? Oder hat er Angst vor der Verantwortung? Gebranntes Kind, warum auch immer. Und vielleicht würde er auch in die Rolle des Vaters hineinwachsen, so wie eine Mutter mit den Aufgaben wächst, die doch sehr umfangreich sind.
Zitat von 6rama9: Elterliche Liebe ist in fast allen Fällen um ein vielfaches stärker als partnerschaftliche Liebe. Die letztere Art der Liebe kommt und geht... wir alle haben schon diese Erfahrung gemacht und nachweislich gibt es viele Menschen, mit denen man in Liebe ein Leben verbringen könnte, so einen der Zufall zusammenbrächte.
Das kann ich mir auch vorstellen, das mag ja sein. Aber wie kann man das vor der Elternschaft denn wissen? Das weiß man doch erst, wenn man ein Kind hat. Oder nicht?
Ich weiß es nicht, weil ich noch nicht so viele Lieben hatte und noch nicht erlebt habe, wie sie kommen und gehen. Ich weiß nur, dass ich für meine eine Liebe so ziemlich viel aufgeben würde. Weil man ja nicht unbedingt gezwungen ist, nach der gesellschaftlichen Norm, nach dem traditionellen Familienmodell zu leben. Aber bei mir war der Kinderwunsch auch nie so existenziell im Vordergrund. Warum auch immer. Gebranntes Kind, wer weiß?
Mittlerweile bedauere ich es, keine Kinder zu haben. Ich liebe Kinder.
Niemals werde ich das Gefühl haben, stolz und reich wie eine Königen mit meinen Kindern zu sein. Aber so ist das leider. Es sollte nicht sein. Warum auch immer.