Dasisaberuncool
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Ich habe auch eine toxische Familie. Ich war komplett umgeben, von toxischen Menschen. Nun bin ich alleine. Wirklich alleine und mir geht es nun sogar besser, als vorher. Ich habe keine Angst mehr, mich meinem Leben zu stellen. Da muss ich jetzt durch. Und ich habe keine Angst mehr davor, mir etwas neues aufzubauen, wenn ich wieder genug Kraft habe. Alles ist besser, als weiterhin so behandelt zu werden, dass ich mir wertlos vorkomme.
Bin gerade auch bei der Erkenntnis, immer noch oder immer wieder: ich kann ihm nicht helfen! Es ist nicht mein Problem.
Sprichwort Helfersyndrom, leider extrem ausgeprägt.
Ich hatte das auch und muss sagen, dass ich dadurch nicht minder toxisch war. Ich darf niemanden etwas aufzwingen, denn das ist keine Hilfe. Menschen, die helfen wollen, wollen sich und ihren Problemen aus dem Weg gehen. Das läuft unbewusst ab, aber wäre vielleicht mal gut, sich das ins Bewusstsein zu holen und zu hinterfragen, wieso du es für dich brauchst. Wer sich aufdrängt, macht sich unbeliebt. Stell dir nur vor, dir würde jemand ständig deine Tätigkeiten aus der Hand reißen. Du würdest dir doch behandelt vorkommen, wie ein Kleinkind.
Hier ist die Frage gut: "Kann er das auch selbst?" Ja, meistens. Auch sein Leben muss er selbst meistern und mit dem Helfersyndrom hindert man Personen an einem wichtigen Weg, den sie selbst gehen müssen, sonst lernen sie nichts aus ihren Problemen. Reden kann man, aber sollte sich dann nichts weiter tun, solltest du überlegen, ob es dir weiter gut tut. Und solte derjenige mal "nein" sagen, belasse es künftig dann dabei. Das hat ja auch was mit Respekt zu tun. Ich möchte dich nicht belehren, denn ich kenne das Problem nur zu gut.
