Zitat von Birkai: Vielleicht lasst ihr euch mal bei einer Familie-Beratungsstellen einen Termin geben und klärt das mit Hilfe.
Jep! Bitte, bevor es völlig eskaliert und der Kleine noch mehr Schaden nimmt.
Zitat von Brightness2: Ich würde euch beiden eine neutrale, hoch professionelle Erziehungsberatung empfehlen. So wie du unterwegs bist, wird der Kleine ansonsten so richtig zwischen die Fronten geraten und aufgerieben. Und nein, dafür ist nicht Papa verantwortlich.
Das wünsche ich euch als Eltern und vor allen Dingen dem kleinen Vierjährigen. Kinder als Waffe zu benutzen und dies als verbrieftes Mutterrecht für heldenhaften Einsatz zu verkaufen, das hat schon was von übereifriger Egozentrik. Dem kleinen Jungen, dem das Recht auf eine sichere Bindung zum Vater einfach abgesprochen wird, weil Mama Eigentumsansprüche qua Muttersein erworben hat und allein entscheiden will, wünsche ich viel Glück und eine starken, soliden Papa, der um ihn und sein Wohl kämpft.
Zitat von Birkai: Es geht hier um das Recht deines Kindes auf beide Eltern und um nichts anderes.
Ich habe nicht den Eindruck, dass es der TE um das Kindeswohl geht. Die Argumentation dreht sich allein um ihre erworbenen Rechte als Mutter und Kindesbesitzerin. Der die alleinige Entscheidungsgewalt über das Wohl und Wehe ihres Kindes zusteht. Und der Vater "darf" dann höchstens als Spaßdad das Kind ein paar Stunden unterhalten. Das zeigt eine abgrundtiefe Respektlosigkeit gegenüber dem Ex und seiner Rolle als verantwortungsbewusstem Papa. Und eine heftige Ignoranz der Rechte des Kindes, dessen Bedürfnisse in einer solchen Macht- und Kontrollkonstellation überhaupt nicht gesehen werden.
@c_minor, ich würde das nicht pathologisieren. Es gibt halt noch das weit verbreitet glorifizierende Bild der aufopferungsvollen, allein dem Kindeswohl zuträglichen Mutter, die über das Leben "ihres" Kindes wie selbstverständlich bestimmen darf. Das liegt in der deutschen Historie begründet und auch im Selbstverständnis einiger Frauen als Mutter-Heroinen, für der Papa das notwendige Übel ist, um die wirtschaftliche Grundlage ihres großartigen Mutterseins zu schaffen. Was das mit dem Kind, seiner Bindungsfähigkeit, seinen Beziehungs- und Rollenbildern macht, mag leider niemand, der sich selbst auf dieses Podest stellt, anschauen.
Zitat von Kama9: Ich stelle mich gegen Übernachtungen?
Ja, du hast eindrucksvoll deine Sichtweise darüber, was du erlaubst und was nicht, dargestellt.
Zitat von Kama9: Ich würde regelmäßigem Kontakt auch zustimmen, allerdings ohne Übernachtung und dem ständigem Wohnungswechsel.
Das ist genau das oben Beschriebene. Papa wird zum Bespaßer des Kindes degradiert, als für die Erziehung und die Entwicklung (mit)entscheidender, verantwortungsvoller Elternteil soll und darf er keine Rolle spielen. Das macht alles Mutti.
Zitat von Kama9: "ich fürchte mich vor den Tagen / Nächten ohne mein Kind"
Kannst du deine Furcht greifen, in Worte fassen, um was es dabei geht? Ist es innere Abwehr, die Kontrolle über euer Kind zu verlieren, ist es Angst vor der Einsamkeit, weil du plötzlich auf dich zurück geworfen wirst, was ist das, was dir Angst macht, dich beunruhigt?