Ich muss euch einfach Ihre Worte zeigen,
ich weiß ich soll Sie vergessen, abschießen, ...
aber,das fällt so unendlich schwer,
Sie schrieb vor Weihnachten:
"hab mir überlegt, ob ich heute anrufen soll (ich arbeite unter der Woche auswärts,Anm. Zukunft2012), aber es fällt mir schwer, belanglose Dinge zu erzählen. Und für andere Dinge finde ich es unpassend.
Habe auch mittlerweile echt Probleme dir zu sagen, dass uns x. (Jugendfreund) wieder besucht hat, weil ich Angst vor deiner Reaktion habe. Du sprichst vom 5.Rad am Wagen, das verstehe ich nicht, das finde ich vollkommen übertrieben, das so zu sehen. Er ersetzt dich nicht, er ist nur 1x die Woche zu Besuch hier.
LG, Gute Nacht, x."
und
"es tut mir sehr leid, dass ich immer nicht so reden kann, wie ich eigentlich möchte und wie es sich auch gehören würde. Stattdessen verletze ich dich, wenn ich ein paar Wortbrocken heraus bringe. Ich lass dich im Ungewissen, weil ich nicht einfach einen Schlussstrich ziehen kann. Weil mir halt sehr viel an der Familie und den Kindern liegt. Aber im Moment geht es mir so, wie damals Lynette in der letzten Serie von Desperate Housewifes. Man hält an den Träumen fest und ist traurig über die Dinge, die man nicht erreicht hat.
Mich hat unser Gespräch heute sehr mitgenommen, ich war so wütend und kann nicht sagen, warum. Vielleicht weil ich merke, wir drehen uns wieder im Kreis. Du fragst mich ständig nach x. (Jugendfreund), kann ich ja verstehen. Und ich sage auch immer, er hat mit unseren Problemen nichts zu tun. Das stimmt auch, aber wenn man es indirekt betrachtet, hat er jetzt doch was damit zu tun. Er wird Drehscheibe unserer Ehekrise. Du bist vorwurfsvoll, ich habe schon ein schlechtes Gewissen und bin befangen, wenn du mich etwas frägst. Ich verbringe meine Zeit gerade sehr gerne mit x.. Er hört mir sehr genau zu, steht nicht immer auf meiner Seite. Sagt oft, er war damals genauso, hat genauso gehandelt wie du. Ich fühle mich verstanden und muss nicht kämpfen, mich nicht rechtfertigen und keine Angst vor Blitzreaktionen haben.
Die Vorstellung, dass wir am Freitag wieder schwierige Gespräche führen, erdrückt mich. Eigentlich möchte ich schon, dass du einige Zeit ausserhalb des Hauses verbringst, wenn es dir möglich ist. Dann wird es sich meiner Meinung nach heraus kristallisieren, ob man sich vermisst, oder ob man es gut findet.
...
Weihnachten möchte ich auch wie gewohnt mit euch allen verbringen. Dann sehen wir weiter."
Das war vor Weihnachten, und da sagte Sie noch, sie möchte unbedingt die Kernfamilie erhalten. Und als ich Sie fragte, ob denn ich und meine Tochter aus 1. Ehe dazu gehören, sagte sie ja.
3 Tage vor Jahresende meldete sie sich getrennt.
Seitdem verbringt sie viel Zeit mit x. (was ich so mitbekomme)- das schmerzt noch dazu so ungemein.
Ich werde eure Ratschläge zu Herzen nehmen, wenngleich die Hoffnung stirbt zuletzt