sven15690
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meine Ex-Freundin hat sich kurz vor Weihnachten von mir getrennt. Schon davor war die Beziehung mindestens 4 Monate lang stark abgekühlt. Trotzdem hat es mich wie ein Schlag getroffen. Aber von Anfang an:
Kennengelernt haben wir uns über eine Datingapp. Zu dieser Zeit habe ich noch im offenen Vollzug einer JVA gesessen wegen Betrügereien durch eine Glückspielsucht.
Sie hat mich von Anfang an komplett mit Liebe überschüttet, mir geholfen wo sie konnte.
Ich allerdings war von Anfang an eher der Part, der weniger Nähe gegeben hat. Zudem habe ich am Anfang noch parallel mit einer anderen geschrieben, was dann auch rausgekommen ist. Diesen Kontakt habe ich dann eingestellt.
Nach der Haft habe ich zunächst in einer Art WG gelebt. Aber schon zu der Zeit hatte ich meinen ersten heftigen Rückfall mit Glücksspiel und Alk.. So heftig dass sie mich dann in meiner Heimatstadt völlig dicht am Bahnhof eingesammelt hat.
Nichtsdestotrotz habe ich im Anschluss eine eigene Wohnung gefunden und gearbeitet. Die Wochenenden war ich dann bei ihr, sie hat mich Montagmorgen immer zur Arbeit gefahren (50 KM). Das wollte sie allerdings auch unbedingt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich von Anfang an immer versucht habe meinen Willen durchzusetzen. Ich habe sie auch nicht ausreichend gewertschätzt.
Über die Jahre hatte ich dann immer wieder Rückfälle, sie hat mich mehrmals völlig verkatert zu sich geholt. Und ich dachte es geht immer so weiter.
Letztes Jahr habe ich dann von Februar bis April eine Langzeittherapie gemacht. Sie blieb bei mir. Nach der Therapie hat es vielleicht 1-2 Monate bis zum nächsten Rückfall geklappt. Danach habe ich mich nur noch krankschreiben lassen und 3-4 mal die Woche getrunken und gespielt. Und es ihr verheimlicht.
Sie wurde immer kälter, ich wollte es nicht sehen. Ich sollte nicht mehr bei ihr übernachten, ihr Sohn sollte nicht mehr sehen wenn wir uns küssten. Trotzdem machte ich einfach weiter.
Unser letztes geplantes Treffen war der 6.12. Den Abend vorher trank ich wieder und das Treffen kam nicht zustande. Sie sagte wir sind fertig. 1 Woche kein Kontakt. Dann der Schock, ihre Nachricht: "Es tut mir gut dich nicht zu sehen". Ich nervte daraufhin auch noch.
Anfang Januar hatte sie ein neues Profilbild mit einem Herzlike von einem Typ. Ich bohrte nach. es kam nur: Manche Begegnungen kann man nicht vermeiden und sie wüsste nicht wohin das führt.
Eine Woche später hatte der Typ ein Bild mit ihr in Facebook. Ich rastete aus, beschimpfte sie in Facebook. Keine Reaktion. Bei der Trennung sagte sie : Ich habe mich für mich entscheiden. Kein Wort von einem Neuen.
Ich weiß, es ist meine Schuld dass es kaputt ging. Sie hat mich mit Liebe überhäuft, war immer da, bis sie nicht mehr konnte. Ich habe nur Gelogen, Rückfälle gehabt und war am Ende kein Mann mehr. Sie sagte auch dass sie keinerlei Perspektive mit mir sieht.Dennoch, so schnell einen Neuen ? Das hätte ich nie gedacht.
Ich bin komplett am Boden zerstört, nur noch am Weinen, jede Erinnerung der letzten 3 Jahre ist nur an sie. Und dann der Gedanke mit dem Neuen. Ich will ihr schreiben, die Wahrheit wissen wie lange das schon geht, sie anrufen. Aber es würde nichts bringen.
In 1 Woche gehe ich in eine neue Langzeittherapie. Dennoch, ich komme nicht darüber hinweg. Und muss dabei auch noch ehrlich sein dass es meine eigene Schuld ist.
Es ist im Detail natürlich noch viel mehr passiert. Mir fehlt jedoch die Kraft alles zu schreiben.