Danke für Deine Nachricht, auch wenn ich tatsächlich nicht verstehen kann, warum Du so hart mit mir ins Gericht gehst und so unfreundlich bist.
Das mit der Co-Abhängigkeit habe ich am Schirm und NEIN, ich bin es tatsächlich nicht. Ich weiß, dass er sich schlecht benimmt und ich rechtfertige es auch nicht und genau aus dem Grund bin ich auch gegangen.
Ich bin ursprünglich nicht hier, um mich auf der vollen Länge bemitleiden zu lasen, sondern eher, weil ich hoffe, hier Anregungen zu finden, wie ich über ihn hinwegkomme.
Ich weiß, dass es mit ihm nicht funktioniert, so lange er trinkt und er wird das auch nicht aufgeben.
Ja, mein Verhalten war mühsam - ich weiß das und ich bin auch nicht stolz darauf. Aber ich bin auch nur ein Mensch. So einfach ist das. Und es werfe der den ersten Stein, der sagt, dass er noch nie komplett überreagiert hat. Er hat mir gestern Antworten gegeben. Zugeben nicht so viele, wie ich gerne gehabt hätte, aber zumindest ein paar.
Und was ist mühsam daran, in Tränen auszubrechen? Du warst bei dem Gespräch ja nicht dabei. Das war ein Gespräch, wo er mir nicht sachlich erklärt hat, dass er keine Kinder haben will, sondern wo er urplötzlich aus dem Nichts begonnen hat, mich unter der Gürtellinie zu beschimpfen und zwar richtig grob. Zusammenfassend: Du bist der allerletzte Mensch, der nicht vertrauenswürdig ist und der keine Verantwortung für sein Leben übernehmen kann, also kann man mit Dir auch keine Kinder bekommen. Verdammt kränkend, um ehrlich zu sein. Und doch, wenn man von jemanden, den man lieb hat und von dem man bis dahin gemeint hat, dass er einen auch sehr lieb hat, dermaßen grob beschimpft wird, wenn man ein Thema bespricht, das eigentlich zeigt, dass man bereit ist, den größtmöglichen Vertrauensbeweis zu erbringen, dann tut das weh und dann bin ich menschlich genug, um in Tränen auszubrechen.
Diagnosen? Ich habe keine Diagnosen gestellt. Aber die lokale Alk. hat nach meiner Schilderung ein stark ein Alk. vermutet und mich auch über Co-Alkoholismus aufgeklärt. Und doch... Menschen sind unterschiedlich und ich suche nach Erklärungen, wenn jemand sich - so wie er - komplett außerhalb der Norm bewegt: Launisches, egoistisches Verhalten, überhaupt keine Konflikt- und Kritikfähigkeit, komplette Unfähigkeit Gefühle - egal ob positiv oder negativ - in Worte zu fassen. In anderen Fällen konnte er nicht sagen, ob er traurig, enttäuscht oder glücklich ist. Es fehlt ihm das Vokabular, er kann und will Empfindungen nicht in Worte fassen. Er kommuniziert einfach nicht. Er war böse auf mich und wollte mir nicht sagen, warum. Naja. Sehr oft konnte er es einfach nicht in Worte fassen und in der Form finde ich das für einen fast 40jährigen höchst seltsam. Er konnte mir nicht sagen, dass es ihn störte, wenn ich am Abend später Nachhause kam, weil ich arbeiten musste. Stattdessen hat er mich 2 Tage ignoriert und irgendwann habe ich dann durch Fragen herausbekommen, was eigentlich lost ist. Narzissmus oder Asperger - Tendenzen weist er auf und trotzdem habe ich das wieder verworfen... 1. weil ich tatsächlich nicht diagnostizieren kann und 2. weil ich glaube, dass das Hauptproblem der Alk. ist. Er verhält sich so wie ganz viele Alk. es tun. Nachzulesen auf 1000 Seiten im Internet, nachgelesen in 2 Büchern, bestätigt von der lokalen Alk. in meiner Stadt.
Ich frage mich tatsächlich, warum Du mich so hart angehst und was Du in diesem Forum machst. Habe ich weniger Recht als Du, meine Sorgen hier zu diesem Thema zu niederzuschreiben? Oder ist Dein Problem und Dein Liebeskummer "echter" und schlimmer als meiner?