Linus2021
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Zitat von alleswirdbesser:, ihr macht euch ja Gedanken zum Wechselmodell vs Nestmodell. Und was sagt deine Frau zum klassischen Modell? Würde sie die Trennung wollen, wenn sie die Kinder komplett übernehmen muss und du sie nur an zwei Wochenenden im Monat besuchst? Oder will sie explizit, dass du dich jetzt zur Hälfte um die Kinder kümmerst? Vielleicht sind ihr die Kinder und der Vollzeitjob nun einfach zuviel und sie hofft sich dadurch Etlastung zu verschaffen (jede zweite Woche kinderfrei) Ich vermute es nur, weil du sagst, dass nach dem zweiten Kind bei euch nichts mehr läuft im Bett. Es ist vielleicht nicht eure Beziehung das Problem, sondern das Mutterdasein für sie? War nur so eine Idee.....
Interessant, dass du aus dieser Diskussion heraus zu dieser Frage kommst. Ich habe ja noch ein zweites Thema eröffnet, wo es genau um ihre Überlastung geht.
In der Tat argumentiert sie aus der Sicht heraus, dass ein Wechselmodell für das Wohl der Kinder das Beste sei. Ein klassisches Modell schließt sie aus dieser Argumentation tatsächlich aus. Diesen Vorschlag hat sie mir vergangenen Freitag eröffnet, nachdem sie am Dienstag mir erstmals die Trennung offenbart hatte, ich am Donnerstag sie versucht hatte, sie zu einer Eheberatung zu bewegen. Insofern war mein Puls auf 200 und ich habe nur zugehört und nicht nachgefragt nach ihren tatsächlichen Beweggründen für dieses Modell. Sie beliest sich immer sehr gerne und hatte mir gesagt, dass es viele Studien dazu gäbe, dass das Wechselmodell das Beste für die Kinder sei.
Heute ist es ja nicht so, dass die Mutter allein die Kinder betreuen würde. Ich verbringe viel Zeit mit den Kindern - ich behaupte, dass das nicht wesentlich weniger ist, als was meine Frau tut. Wir beide haben uns aber selbst immer unbewusst unter Druck gesetzt, dass wir immer für die Kinder da sind in keiner für sich mal sein eigenes Ding tun kann. Daran krankt es meines Erachtens bei uns am meisten. Schlechtes Gewissen, wenn ich einmal für eine Stunde joggen gehe oder so.
Wo sie jetzt da bei einer Trennung eine tatsächliche Entlastung für sich erkennt, ist mir ein Rätsel. Wir spielen seit dieser Woche bereits ein Nestmodell, in dem wir täglich abwechseln, wer sich um die Kinder kümmert - der andere ist weg. Und ich habe das Gefühl, dass sie die gewonnene Zeit schon für sich positiv nutzt. Die Entspannung könnte also bereits jetzt eintreten. Auf dieser Basis könnte man sich ja vielleicht doch wieder zusammenraufen. Aber so ein Sinneswandel ist ja wohl schwer vorstellbar, wenn sich jemand schon seit langem mit einer selbst ausgedachten Lösung befasst hat.