Zitat von Olli73:Ja, Angst ist natürlich ein Thema. Ich glaube gerade wenn man schlechte Erfahrungen macht verfestigt sich das nochmal um so mehr, denn man wird dann ja auch bestätigt das die Angst begründet ist. Allerdings ist Angst im eigentlichen Sinne ja auch völlig unbegründet, denn wenn man sich ausmalt, was das schlimmste ist was passieren kann, dann ist es eine Trennung und nicht die Entscheidung zwischen Leben und Tod, auch wenn es sich im Moment der Trauer eher nach Tod anfühlt als nach Leben. Also die Angst eigentlich unbegründet aber der Kopf/Verstand ist da ja anderer Meinung....hin und wieder, häufig, oft, eigentlich immer....
Ich glaube das Problem ist einfach das es oft nicht die oder der richtige gegenüber ist und sich daraus einfach diese Zweifel kommen. Entweder es passt oder es passt nicht und meistens passt es nicht. (Zitat aus Trennt euch von Herrn Meyer)
Vielleicht muss man sich klar machen, dass die Angst, welche man durch eigene Erfahrungen gemacht hat, prägend ist und jederzeit immer wieder hoch kochen kann. Die eigene Historie hat schliesslich gezeigt, wie schmerzhaft bestimmte Erlebnisse waren und nochmal da durch gehen... oh bitte nicht! Passiert dieses, sind die wenigsten in Lage, die eigene Angst objektiv zu bewerten. Sie nimmt Raum ein und löst bestimmte Mechanismen aus. Sie kann schützen, aber auch destruktiv wirken.
Ist man aber wieder im Gefühl der Liebe zu einen Menschen, welcher mit der eigenen Vergangenheit nichts zu tun hat, sollte man abwägen, ob man diesem Menschen und vor allem sich selbst eine Chance einräumen möchte, andere Erfahrungen zu machen, erneut zu vertrauen, nicht zu vergleichen und die Kraft zu haben es auszuhalten, dass bei dem Duell "Liebe vs Angst" vielleicht doch die Liebe gewinnt mit dem Preis, dass Ängste und Verletzlichkeit weiterhin eine Rolle spielen.
Dennoch glaube ich, einen Versuch sollte es wert sein, da man auch unglaublich viel gewinnen kann.
Liebt man und läuft weg, gibt man sich der Illusion hin, Schmerz vermieden zu haben. Aber wohin dann mit dem Gefühl, der Sehnsucht und dem trotzdem erlebten Verlust? Auch dieser tut weh, selbst wenn man weitere Erfahrungen mit dem Gegenüber abgeschnitten hat.