Marie70
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Er hat sich auch die ganze Zeit noch nicht gemeldet. Hat ja gesagt, das er Anfang August in seine Wohnung zieht. Ich warte jetzt darauf, das er seine Sachen hier abholt. Ich hoffe er kündigt es zeitig an, damit ich an diesem Tag dann weg bin.
Im Moment denke ich immer an den Tag, wo er mir das gesagt hat, das er geht. Und das es im Nachhinein schon so viele Anzeichen gab, die ich wohl einfach nicht sehen wollte.
Verdrängung, das kann ich gut. Und das ist wohl die schlechteste Eigenschaft von mir. Wie ein Kind, das die Decke über den Kopf zieht. Wenn ich nichts sehe, ist es auch nicht da. Und dann wird schon alles gut werden.
Im Moment fühle ich mich ganz verloren. Ohne Halt. Jeder Tag ein Kampf für mich mit Dingen, die für andere vielleicht selbstverständlich sind. Ein Kampf nicht im Selbstmitleid und in der Trauer zu versinken.
Ich habe immer gemacht und getan, das andere sich wohl fühlen. Wenn jetzt Ende der Woche meine Tochter auch geht, das wird schwer werden. Nur für sich zu sein, das muss ich noch lernen. Sich selbst gutes tun.
Muss heute so viel erledigen und sitze jetzt wieder einfach nur rum. Ich hoffe das wieder mehr Struktur in meinen Alltag kommt, wenn die Arbeit wieder los geht.
Am liebsten würde ich nur schlafen. Das ist wie Decke über den Kopf ziehen.