Zitat von GarstigeGräte: Glücklicherweise ist es Dank Internet jedem möglich, sich selbst zu informieren.
Ich gebe offen zu: Ich bin ein totaler Fan von NEM. Wohlwissend, dass der Körper eine Unterversorgung erstaunlich lange kompensieren kann. Ein echter Mangel ist ja doch relativ selten und noch seltener auf falsche Ernährung zurück zu führen. Gleichzeitig gehöre ich aber auch zu der Fraktion, die davon überzeugt ist, dass Symptome auch schon bei einer Unterversorgung ausgelöst werden können.
Das mit den Informationen ist so eine Sache.. wenn du nach diesen Stoffen googelst, erscheinen praktisch nur Infos, welche entweder zu Amazon etc. verlinkt sind oder vom Hersteller dieser Produkte selbst stammen, oft sehr subtil im Hintergrund.
Richtige Studien oder wissenschaftliche Abhandlungen kommen weit hinten in den Suchverschlägen (klar, Google lebt von Sponsoren und Werbung). Diese Berichte sind dann oft nur in englisch oder an Fachgruppen gerichtet und so fachchinesisch abgefasst, dass es der normale Verbraucher gar nicht verstehen kann.
Ich nehme ja auch eine Palette von einem ein oder habe sie zeitweise genommen, von Vit. A-Z, die Amions habe ich auch fast alle durch und dann die planzlichen Dinge wie Passionsblume bis Mönchspfeffer.
Im Leben gibt es immer mal Phasen, wo man meint, das eine oder andere unbedingt zu benötigen, ob's dann wirklich gut ist, kann ich nicht sagen, weil es oft nur Glaube ist.
In der Erkältungszeit Zink zu nehmen, meine ich wäre gut, Magnesium ist sicherlich nie verkehrt.
Bei Vit. D3 hingegen bin ich überzeugt. Hier habe ich meinen Blutspiegel beim Arzt labortechnisch prüfen lassen - trotz Einnahme von 5.000 IE (!) über Monate war ein Mangel vorhanden. Ich nehme D3 nun also schon seit Jahren in einer Dosis, welche 6x höher ist, als empfohlen und mein Spiegel ist gerade so im Normbereich. Das zur Unterversorgung.
Da ich auch eine leichte Anämie habe, wurde mir Eisen und B12 zur Einnahme empfohlen - ich ließ den Spiegel messen und was zeigte sich? Kein Mangel.
Das zum Thema "man glaubt, bei bestimmten Symptomen diese Stoffe zu benötigen".
Siehe auch Vitamin C in der Erkältungszeit. Da inzwischen sogar sehr vielen Lebensmittel Ascorbinsäure oder auch E300 zugesetzt wird (Vit. C ist ein Konservierungsmittel!), hat hier fast keiner einen Mangel, die zusätzliche Supplementierung kann jedoch zu Nierensteinen führen - die Meinung, wasserlösliche Vitamine werden einfach bei "zuviel" ausgeschieden, ist also auch nicht ungefährlich.
Auch die scheinbar harmlosen und natürlichen einem auf pflanzlicher Basis kann indirekt zu schweren Wechselwirkungen führen.
Ginkgoprodukte hemmen die Blutgerinnung und können die Wirkung blutverdünnender Arzneimittel verstärken.
Johanniskrautpräparate verstärken die Aktivität bestimmter Enzyme, die für den Abbau verschiedenster Arzneistoffe verantwortlich sind, und können so die Wirksamkeit von vielen Arzneimitteln verringern.
Viele pflanzliche Mittel enthalten Alkaloide, die zu schweren Leberschäden führen können und auch krebsauslösend wirken. Kava Kava kann starke Leberschäden bis zum Organversagen auslösen, Wasserdost, Huflattich, Borretsch kann das Krebsrisiko erhöhen.
Allerdings enthalten viele Pflanzen auch Carotinoide, Saponine, Flavonoide, Sulfide, Glucosinolat, Monoterpene, Phenolsäure...
alles also nicht so einfach