Zitat von rosalie84:
In Bezug auf meinen Job bin ich tatsächlich gebunden, würde ich den Arbeitgeber wechseln, hätte das zur Folge dass wegziehen müsste und meine Eltern im Stich lassen müsste, was ich aufgrund ihres Alters nicht möchte. Mein Jura Studium wär damit für die Katz, weil ich mich auf Transportrechrspezialisiert habe und seit Abschluss darin tätig bin und mich mit sehr viel Fleiß und auch Leidenschaft hochgearbeitet habe!
Was aber stimmt ist die Tatsache, dass ich mich Abends nicht mehr mit selbst auseinandersetzen will. Ich meiner pseudophilosophischen Phase habe ich den Mensch zusehens Verflucht und tendierte Richtung Quaterlife Crisis, Depression? Nüchtern!
Das einzige nachvollziehbare Argument gegen einen Jobwechsel, ist jenes bzgl Deiner Eltern. Es ist eine moralische Frage, aber die kann man auch anders stellen: würden Deine Eltern wollen, dass Du ihnen zuliebe in einem Job bleibst, den Du nur mit Wein erträgst?
Allerdings ist es tatsächlich fraglich, ob ein anderer Job allein der Heilsbringer wäre. Vermutlich nicht, denn Du nimmst Dich ja mit.
Am Ende des Tages ist es doch so: was willst Du in Deinem Leben erreichen? Wenn Du Dich anstrengst und für einen Moment ehrlich zu Dir selbst bist, dann führ doch mal ein Gespräch mit Deinem 80jährigen Ich. Würdest Du am Ende Deines Lebens zurückblicken und voller Freude und Stolz an all Deine Mandaten, das Studium oder teuren Wein denken? Vermutlich nicht, oder?
Du bist sicher eine tolle Anwältin und ganz bestimmt kannst Du stolz auf Deine Karriere sein. Aber leider bist Du auch total feige. Du stellst Dich der Wahrheit nicht, erträgst Dich selbst nicht und willst uns hier die toughe Business-Lady verkaufen, die eigentlich kein Alk.problem hat. Du kannst Dir das alles weiter schön reden oder Dich mal selbst ins Kreuzverhör nehmen und Konsequenzen ziehen.