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Tschüss Beziehungen - Hallo Singleleben

Blanca

Blanca

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Zitat von Blanca:
Bis in die späten 1980er hinein hatte (nicht nur) Westdeutschland eine regelrechte Singlekultur. Erst danach wurde uns langsam, aber mit subtiler Penetranz von den Massenmedien eingeträufelt, Singles seien defizitäre Wesen. Vor einiger Zeit hatte ich dazu mal diesen Thread hier eröffnet: singles-vom-leitbild-zum-sozialschmarotzer-t29591.html


Zitat von Paragon:
Leider funktioniert der Link nicht.

Danke für den Hinweis.

Eine Alternative wurde soben im letzten Beitrag des Threads verlinkt:
singles-vom-leitbild-zum-sozialschmarotzer-t29591-s105.html#p1632960

26.12.2018 12:15 • #46


Blanca

Blanca

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Zitat von Banelei:
Ich mag es einfach nicht, auf Menschen zu treffen, die mir dann erzählen "Weißt du, ich wurde so schlimm verletzt, ich kann mich nie wieder öffnen, mich nie wieder auf jemanden einlassen, ich habe zu viel Angst.".


Und warum magst Du das nicht?

Warum fühlst Du Dich so angegriffen davon, wenn jemand Dir klar und deutlich signalisiert, daß er grundsätzlich keine Paarbeziehung (hier: nicht nur mit Dir, sondern mit niemand) mehr eingehen mag? Die Gründe dafür sind doch eh nebensächlich - seit wann muß man sich überhaupt dafür rechtfertigen, daß man keine Beziehung führt?

Das ist doch nichts persönliches (hier: speziell gegen Deine Person gerichtetes), sondern schlicht und ergreifend der Umstand, daß jemand sein bisheriges (Beziehungs-)leben zuende gedacht und nun eine Entscheidung für sich und seine weitere Lebensführung daraus abgeleitet hat.

Du kannst gern Deine eigene Meinung dazu haben.
Du kannst gern (D)einen anderen Lebensstil pflegen.

Aber was ist so schwer daran zu akzeptieren, daß dieser Mensch als potentieller Partner oder auch nur Betthase eben nicht verfügbar ist - weder für Dich, noch für andere?

Inwiefern schadet die Entscheidung dieses (Single-)Menschen Dir denn schon, außer daß (auch) Du ihn nicht "haben" kannst?

Ist das nun das Problem dieses (Single-)Menschen, oder Deines?

26.12.2018 12:36 • x 2 #47


no_shame

no_shame

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So viel drängt sich jetzt wieder in mein Bewusstsein.
Fragen, auf die ich keine Antwort weiß.
Probleme, die ich noch bewältigen muss.
Ängste, die mir die Luft zum atmen nehmen.

Meine Natur schlägt zu. Erbarmungslos.
Jetzt, wird sie langsam wach.
Weil ich allein bin. Und gegen meine Natur arbeite.
Hat das zuvor schon jemand gewagt. Und auch geschafft?
Andere. Die so sind wie ich.

Es ist schon fast Größenwahn.
Alleine sein zu wollen. Auf Dauer.
Obwohl mein Herz sich nach einem Partner sehnt.
So sehr.
Momentan noch nach ihm.

Aber ich muss mich erst finden. Mich neu entdecken.
Lernen mit mir selbst zu leben.
Mich nur auf mich zu fokussieren.
Das wird die größte Herausforderung meines Lebens.

Ich wollte sie eigentlich mit ihm bestreiten.
Doch er ließ mich fallen. Wo ich ihn am meisten brauchte.
Grade ist es schwer. Aber es ist irgendwann leicht.
Ich gehe Schritt für Schritt. Langsam und bedacht.
Aber nicht ohne zu vergessen auch mal zu fühlen und zu lachen.

Die Menschen an meiner Seite gehen diesen Weg mit mir. Hoffe ich.
Ich möchte wieder Glück erfahren.
Das muss ich zuerst in mir selbst finden.
Die Blockade ist gebrochen.
Jetzt ist Ausheulen dran.

26.12.2018 17:56 • x 1 #48


no_shame

no_shame

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So viel ist bisher passiert.
Vieles, auf das ich stolz sein kann.
Initiative. Veränderung.
Ich setze meine Planungen um. Schritt für Schritt.
Es geht vorwärts. Fühle mich immer besser.
Weil ich nichts mehr vor mir her schiebe. So wie früher.
Ich ziehe die Dinge durch.
Jeglichen Gedanken an Vermeidung nehme ich wahr. Und schiebe ihn weg.
Ich habe Verantwortung. Will Verantwortung.
Es tut so gut auf eigenen Beinen zu stehen.
Und liebe Menschen um mich zu haben. Mit denen es mir gut geht.
Die mir helfen und für mich da sind.
Durch die ich wieder zu mir selbst finde.

Ich bin so ausgeglichen wie seit Jahren nicht mehr.
Spüre mein altes Ich zurückkehren. Große Wunde heilen.
Ich halte es fest. Ziehe es immer weiter zu mir.
Rückschläge nehme ich an. Sie gehören dazu. Gehen vorbei.
Mittlerweile sind sie nur noch von kurzer Dauer.

Der Weg, den ich einschlug, war richtig.
Mein Ex bestätigte mich kürzlich einmal mehr darin.
Mir geht es so viel besser. Ohne ihn.
Ich schaffe das alles und noch mehr als vorher. Ohne ihn.
Habe aber auch viel gelernt durch ihn.

Der Januar ist bald vorbei.
Ich freue mich auf den Februar.

24.01.2019 10:20 • x 1 #49


MeineMeinung1

Sehr gut!

24.01.2019 11:09 • #50


Wonderlandalice

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Hallo ihr lieben,
ich schließe mich euch mal an. Schön, zu lesen, dass es auch anderen so ergeht wie mir. Wir haben uns sehr geliebt und leider auch sehr wehgetan. Habe nach monatelangem aufteibendem Kampf nun aufgegeben. Auch ich werde erstmal alleine glücklich werden müssen und bin mir noch nicht sicher, wie ich das anstellen soll. Wie ich das riesige Loch, das er hinterlässt, füllen soll.
Ich habe vor, dem örtlichen Kanuverein beizutreten. Neuer Anfang, neues Hobby.
Liebe Grüße

03.02.2019 22:52 • #51


Planlosx2

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Es ist doch egal was man sich vornimmt, wenn einem der richtige Partner über den weg läuft,
und man sich wirklich verguckt, dann ändern sich auch so manche aus "Selbstschutz" getroffene
Entscheideungen wieder. Wobei ich das nicht als Selbstschutz sehe sondern als Limitierung.
Die Wunden und der Schmerz von vorangegangem heilen mit der Zeit, und irgendwann ohne
dass man es großartig merkt haben sich die Wünsche und die Einstellung wieder verändert.
Es gehört schon eine gewisse Stärke dazu sich wirklich zu öffnen und wenn diese Stärke mal
eine Zeit lang nicht da ist, dann kommt sie trotzdem ganz bestimmt wieder.

Ich würde das alles nicht so negativ sehen, es gibt zwar viele Idioten/innen, aber es gibt genauso
ganz viele tolle Menschen die darauf warten entdeckt zu werden, alles zu seiner Zeit.

04.02.2019 17:49 • #52


no_shame

no_shame

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Zitat von Wonderlandalice:
Hallo ihr lieben,
ich schließe mich euch mal an. Schön, zu lesen, dass es auch anderen so ergeht wie mir. Wir haben uns sehr geliebt und leider auch sehr wehgetan. Habe nach monatelangem aufteibendem Kampf nun aufgegeben. Auch ich werde erstmal alleine glücklich werden müssen und bin mir noch nicht sicher, wie ich das anstellen soll. Wie ich das riesige Loch, das er hinterlässt, füllen soll.
Ich habe vor, dem örtlichen Kanuverein beizutreten. Neuer Anfang, neues Hobby.
Liebe Grüße


Du schaffst das. Ganz sicher.
Nach und nach wirst du darauf kommen. Wie du es für dich am besten füllst.
Da gibt es sicher etwas.
Und die Idee mit dem neuen Hobby ist super!
Es tut gut Neues zu versuchen. Oder alte Interessen wieder aufleben zu lassen.
Dinge zu tun, die man schon immer tun wollte.

Ich habe mir auch etwas vorgenommen. Parkour und Freerunning interessiert und fasziniert mich sehr.
Das möchte ich machen. Irgendwann, wenn alles wichtige erledigt ist.
Mein Leben in geordneten Bahnen verläuft. Endlich wieder Stabilität herrscht.
Und Geld vorhanden ist

Momentan bin ich stark beschäftigt. Mit mir, meiner Seele und meinem Körper.
Verarbeite noch. Schließlich habe ich intensiv geliebt. Das geht nicht so schnell weg.
Sitzt noch tief. Die Enttäuschung und zerplatzen Zukunftsvorstellungen.
Habe aber auch Training für mich begonnen: Dehnübungen. Über eine tolle App.
Zu lange habe ich nur gesessen. Mich kaum bewegt.
Ich will dem leichten Rundrücken entgegen wirken. Meinen Knieschmerzen. Meiner Ungelenkigkeit.
Noch ist es nicht zu spät dafür.
Mache die Übungen jeden Tag. Fühle mich unglaublich gut und stolz
Mein Körper findet es natürlich super. Wird kräftiger, beweglicher und stabiler.
Ich spüre es richtig. Erwecke alte Lebensgeister wieder.
Und erreiche auch andere Dinge. Die ich schon immer umsetzen wollte.
Tiefgehende Veränderungen passieren bei mir. Und ich bin sehr stolz darauf.
Auch dankbar. Meine Freunde unterstützen mich so toll dabei.
Bin froh, dass ich sie habe

04.02.2019 20:29 • x 1 #53


Wonderlandalice

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Wow no_shame, das klingt richtig reif, stabil und selbstbewusst von dir! Ich wünschte, ich wäre auch so stark und so sehr mit mir im Reinen.
Samstag werde ich beim Kanuverein vorbei schauen. Und Donnerstag werde ich zu meinem Tätowierer fahren und mir einen Termin für ein neues Tattoo holen. Irgendwie muss alles neu.
Mittlerweile fühle ich mich etwas weniger verloren in meiner Wohnung. Wo mich vorher alles an ihn und an uns erinnert hat.

05.02.2019 23:27 • #54


no_shame

no_shame

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Zitat von Wonderlandalice:
Wow no_shame, das klingt richtig reif, stabil und selbstbewusst von dir! Ich wünschte, ich wäre auch so stark und so sehr mit mir im Reinen.
Samstag werde ich beim Kanuverein vorbei schauen. Und Donnerstag werde ich zu meinem Tätowierer fahren und mir einen Termin für ein neues Tattoo holen. Irgendwie muss alles neu.
Mittlerweile fühle ich mich etwas weniger verloren in meiner Wohnung. Wo mich vorher alles an ihn und an uns erinnert hat.


Danke. Für das Kompliment.
Aber ich bin alles andere als stabil. Oder selbstbewusst.
Und mit mir im Reinen noch lange nicht.
Aber ich schaffe es. Nach und nach den Blick zu öffnen.
Dort hin zu kommen.

Wie geht es dir? Und wie verlief deine Planung?

10.02.2019 19:24 • #55


no_shame

no_shame

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Momentan beherrscht mich eine Phase. Eine stark depressive.
Weil sich beruflich nichts tut bei mir. Ich in der Luft hänge.
Das belastet mich stark. Wollte ich doch schon längst woanders sein.
Die Chancen schwinden. Noch vor meinem Geburtstag wieder ins Leben zu treten.
Mache mir keine Hoffnungen mehr.
Die Sonne kommt immer mehr zurück. Ich kann sie nicht genießen.
Frustriert mich eher zusätzlich.
Hoffentlich erhalte ich bald Antwort.
Von dem einen oder anderen.
Damit ich weiß wie es weiter geht.
Ich möchte doch nur wieder richtig leben.

22.03.2019 14:30 • x 1 #56




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