Zitat von Balu85:ach....sorry, ganz vergessen zu antworten. Da NF und Ich ja verheiratet waren spielt auch das Einkommen der Elternteile eine Rolle. Kurz gesagt...derjenige der mehr verdient zahlt. Was ich bei Normalverdienern nicht wirklich nachvollziehen kann, denn so finanziert man ja "indirekt" den/die Ex ein wenig mit. ...
Ungerecht ist das erstmal nicht. Man geht davon aus, dass die Kinder zuerst einmal ihren gewohnten Lebensstandard halten sollen. Und der bemißt sich am Einkommen der Eltern. Und wer halt vor der Trennung mehr zum Lebensstandard beigetragen hat, muss das auch nachher tun.
Der Wunsch vieler Männer, eine Frau zu haben, die "unter" einem steht, was Beruf und Gehalt angeht, rächt sich dann eben.
Wo die Ungerechtigkeit wie ich finde, anfängt, ist, dass das Verschuldensprinzip anders als z.b. in Österreich abgeschafft wurde.
Ich habe hier mal von einem Fall gelesen, wo die Frau eher wenig verdient hat, ihr Ex muss mehrere 1000 Euro im Monat zahlen und liegt nur wenig über dem Satz eines Bürgergeldempfängers.
Während die Ex sich einen gutverdienenden Next geangelt hat, in seiner Villa lebt und sich mit dem ganzen Geld Wellness- und Luxusurlaube gönnt.
Ob die Zahlen alle so stimmen weiß ich nicht, aber in der Tendenz habe ich das auch schon anderweitig geöhört. In solchen Fällen (die aber auch umgekehrt sein könnten, was die Geschlechter angeht) hat man schon ein wenig Zweifel an der Gerechtigkeit.
Was ich aber gar nicht teile, sind Ansichten, dass Männer grundsätzlich benachteiligt werden. Nein so ist es nicht.
Dass sich Männer teilweise unklug verhalten, weil sie noch hoffen, dass ihre Frauen (die dann aber schon längst einen neuen Partner haben) zurückkommen, wenn sie ein wenig nachgiebig sind ok. Oder besonders großzügig sein wollen, weil das als "männlich" gilt (nur um es 1 - 2 Jahr später bitter zu bereuen) - ja. Und auch, dass ich 80% aller Familienrechtsanwälte für eher schlecht halte - ja.
Aber das Gesetz ist erstmal nicht ungerecht.