Hui, so viele Antworten,
auch wenn die Situation heute nicht die beste war, meine Lachklammern konnte ich aber nicht finden und daher fragte meine Frau was denn los sei. Da die kleine beschäftigt war habe ich sie nochmal gefragt warum sie denn wissen wollte ob ich ein Problem mit der Freundschaft zu einem anderen Mann hätte. Sie meinte das wäre ganz allgemein gemeint.
Ich bohrte noch etwas nach und sie sagte das es niemanden gibt wo das jetzt der Fall wäre, auch der neue Kollege nicht.
Ich sagte ihr dann das es mir im Augenblick schwer fallen würde, und wenn dann möchte ich eben die Offenheit.
Also ich würde schon wissen wollen wer das ist und im groben mit einbezogen werde wenn sie schreiben.
Damit eben nicht wieder sowas wie 2 unterschiedliche Welten (oder wie man das nennen mag) entstehen.
Des weiteren sagte ich ihr das ich dann auch gern davon erfahrunge möchte wenn sowas zum thema wird und nicht erst weil ich mich wunder mit wem sie schreibt. Auch das ich mit da eine klare Grenze wünschen würde, also intime Theme halt NICHT WIEDER vorkommen. Oder das sie den halben Abend textet und ich nur doof daneben sitze.
Ich denke das sie das auch so verstanden hat und meinte wenn dann nur rein freundschaftlich alles andere kommt für sie nicht mehr in Frage.
Etwas traurig war sie wohl das ich ihr noch immer nicht vertrauen kann, ich sagte ihr dann das es mir schwer fällt. Eben weil viel erstmal verschwiegen wurde damit "sie mir nicht noch mehr weh tut" oder " ich mir keinen Kopf" mache. Das dadurch genau das Gegenteil eingetreten ist und ich halt manchmal Kopfkino bekomme ohne das ich wirklich weiß warum. Auch wenn sie mir keinen Grund dazu gibt ist es halt manchmal so.
Immer mal mit kleineren Pausen im Gespräch hab ich ihr dann halt auch gesagt das ich mir halt auch wünschen würde das sie mit zeigt das ich ihr wichtig bin, das sie um mich und uns auch kämpfen möchte und sich dabei halt aus ihrer Komfortzone herausbewegt. Der Umstand das alles gut ist und es super läuft ist ja der Tatsache geschuldet das ich meine Fehler aus der Vergangenheit eingesehen habe und ich mich geändert habe. Und zwar deutlich...ihrerseits fehlt mir einfach dieses "Zeigen von Wertschätzung":
Ich kann ja nicht in ihren Kopf schaun, daher weiß ich nicht ob sich denkt "oh Gott, ich liebe diesen Mann, würde am liebsten gleich ....". Oder ob sie sich gerade fragt wann wir das letzte mal Bratkartoffeln hatten.
Das geht halt schon damit los, das nahezu alle Paartage/abend durch mich iniziiert wurden. Ich mit der Oma abgeklärt habe ob die Kleine mal bei ihr übernachten darf.
Um mich ausnahmsweise mal kurz zu fassen: Ich möchte von ihr einfach sehen das sie auch Zeit und Energie aufbringt damit wir auch mal Zeit für uns haben. Und eben bei ihren Entscheidungen sich einfach mal fragt was ich davon halte oder Rücksprache mit mir hält.
Auslöser für meine getrübte Laune war heute als sie schrieb das sie ihren Platz für die Mutter-Kind Kur hat. Ich fragte dann wann (war mir eigentlich klar) und als Antwort kommt nur das Datum von - bis und ein glücklicher Emoticon.
Da genau in dem Zeitraum mein Geburtstag liegt hätte ich mir zumindest irgendwie gewünscht das sie statt gleich bei der ersten Klinik zuzusagen, die anderen mal anfragt oder mit zumindest Rücksprache hält. Nach dem Motto "ich weiß das es nicht schön ist, aber man bekommt halt schwer Plätze". Darauf angesprochen war sie etwas schnippig und meinte sie könne nicht verstehen warum sie mich um erlaubnis fragen soll. Ich sagte ihr dann das es mir nicht um eine Erlaubnis geht, sondern das sie einfach festgelegt hat das es so ist und ich halt damit leben muss und ich dadruch das Gefühl bekomme das ich nicht wichtig bin. Es stimmt das ich meinen Geburtstag nie feier, aber ich nehme nicht grundlos immer Frei und hatte eigentlich gehofft das sie zumindest durch den Anlass mir irgendwie zeigt das sie sich Gedanken macht worüber ich mich freuen könnte. Das wir dann durch die Kur fast 5 Wochen keinen gemeinsamen Abend haben. Es in der Klinik auch keine Besucherzimmer gibt, also wenn es überhaupt möglich ist (corona) ich evtl. irgendwo im Ort ein Zimmer buchen kann macht es natürlich nicht besser.
Hmm...ist jetzt so wie es ist. Ich weiß ja das die Kur wichtig für sie ist. Und im Grunde geht es mir nicht um den Termin an sich sondern um das wie. Möglich das ich da auch etwas überempfindlich bin.
Zitat von UngutesGefühl: Also einlullen ist ja die schwächste Erklärung, die ich mir vorstellen kann. Wie soll ich mir das vorstellen? Man spricht über das Wetter und sein Mittagessen und fragt dann, welche Unterwäsche der andere trägt und wie scharf das einen macht
Ich danke im großen und ganzen läuft es so. Nur halt nicht so schnell. Das ganze hat sich wohl über Wochen gesteigert.
Der AM hat von ihrem Arbeitskollegen ihre priv. Handynummer bekommen "für dienstliche Zwecke bräuchte er die". Ja sicher...aus Gesprächen die Arbeit betreffend kommt man halt zum privaten usw.
Da ich nur am Arbeiten und Hausbau war sie sich nur als Hausfrau/Mutter/Arbeiten gesehen gefühlt hat und auch nicht als Frau wahrgenommen war es sicher schön wenn da plötzlich einer ist der einem auf Arbeit hilft. Der fragt wie der Tag so war, was einen beschäftigt sie dann auch mal in den Arm nimmt und dann auch noch sein leid klagt mit seinem Haus, der Frau usw. Das ganze in einer Umgebung wo alle Probleme die man (bzw. Frau) so hat nicht da sind.
Ich denke das hat sich ganz ganz langsam gesteigert.
Zitat von UngutesGefühl: Nein, sie hat das bewußt mitgemacht und sollte es sich auch eingestehen.
Tja, ja...hat sie. Wie bewusst ihr das in den Augenblicken wirklich war oder ob sie da gut verdrängt hat weiß ich nicht.
Zu Hause zumindest war sie stets neben sich und ich war irgendwann wie Luft. Ich merkte also das irgendwas nicht stimmt.
Und irgendwie fällt es mir schwer das anzusprechen, bzw. denke ich das es besser ist wenn ich den Gedanken darüber einfach mit mir ausmache als alles aufzuwühlen.
Am Ende ist es auch fast egal, solange sie jetzt aufpasst und sich zu mir bekennt und eben bei Anzeichen von mehr als "Freundschaft" auch klare Grenzen zieht.
Gruß Balu