@Seebär und Bond66: Kann es sein, dass ihr aneinander vorbei redet?
Seebär tendiert in seinen Aussagen (die ich zum Teil nicht teile) zu der Annahme, dass man Gefühle beeinflussen kann. Bond66 hingegen ist gedanklich beim Erzeugen von Gefühlen.
Auf der einen Seite geht es also um etwas, was bereits vorhanden ist (Seebär), auf der anderen Seite geht es darum, dass etwas entsteht (Bond66).
Hab ich euch da so richtig verstanden?
Ich stimme Seebär insofern zu, dass man mit Willenskraft, Reflektion und Erfahrung Emotionen soweit im Griff haben kann, dass das eigene Handeln von diesen nicht in Gänze bestimmt wird. Die Gefühle wie Wut sind nun mal da, nun muss man mit diesen umgehen (lernen). Ich vermute, dass Seebär eher sagen will, dass man (in Kontext zum Verzeihen) die Emotionen, welche durch den Verlust des Vertrauens erzeugt werden, verarbeiten muss. Dann würden Bond66 und Seebär letzendlich eine gemeinsame Meinung aus zwei unterschiedlichen Richtungen ansteuern. Dann wäre es eher ein semantisches Problem.
Den Threadverlauf finde ich immer noch sehr interessant. Im Eingangspost steht pures Gold (Herangehensweise an ein Beziehungsproblem so klar formuliert, dass einige Weiße Ritter es hinten raus umdeuten wollen, weil es die eigenen Werte massiv ins Schwanken bringt), die TE freut sich auf rationaler Ebene in Einklag mit den etablierten Werten (weiblicher Imperativ) über Zuspruch und hinten raus wird sich verzettelt, weil die Probleme des Paares (Tara hat es gut auf den Punkt gebracht) mit Beiträgen zum Altersunterschied und der Diskrepanz zwischen Taktik und Emotionen (welche nur eine Diskrepanz ist, wenn man den weiblichen Imperativ so verinnerlicht hat, dass man Dinge unangefochten als wahr einstuft -> Weiße Ritter) verwässert werden.
Als vermutliche Lösung der Probleme läuft es dann vermutlich auf den Sündebock Mann hinaus (damit will ich seine Verantwortung nicht in Abrede stellen), die Frau wird rational durch die Beistandsbekundungen zur moralisch Gerechten Position tendieren. Was kein Fehler per se ist, aber in der Regel zum Stillstannd der eigenen Reflektion, der eigenen Anteile führt.
bla...
