Zitat von herzschmerz88:1. Warum seid ihr eine Affäre eingegangen?
2. Welche Gefühle habt ihr für eure Affäre entwickelt?
3. Hattet ihr trotz eurer Affäre Gefühle für euren Partner ? Wenn ja welche ?
4. War es schwer euch von eurer Affäre zu trennen ? Wielange war er/sie noch in eurem Kopf ?
An die Geliebten :
1. Warum habt ihr euch auf einen verheiratete/n Mann/ Frau eingelassen ?
2. Hattet ihr ein schlechtes Gewissen für den Ehepartner der Affäre?
zu 1. Ich war nach dem Tod meiner Eltern, besonders nach dem traumatischen Sterbeprozess meines Vaters, psychisch am Ende und fühlte mich total alleine. Mein Mann konnte meine Trauer nicht teilen und konnte mir auch keine Schulter zum Anlehnen bieten. Außerdem hatte unsere Ehe schon seit Jahren sehr unter den vielen Schicksalsschlägen und unausgesprochenen Konflikten gelitten.
zu 2. Ich habe mich Hals über Kopf verliebt und wollte für den AM meinen Mann und meine Familie verlassen. Als klar wurde, dass er das gar nicht so wollte, habe ich versucht, zumindest eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Das ging nur, wenn ich dem AM als GegenleistungS.bot.
zu 3. Ja, ich hatte besonders zu Anfang großes Mitleid mit meinem Mann. Ich litt buchstäblich mit ihm und konnte seine Verzweiflung kaum ertragen. Dann, als ich wieder bei ihm war und die Affäre trotzdem weiter lief, hatte ich Angst, dass er es mitbekommen würde. Erst ab da meldete sich mein Gewissen.
zu 4. Ja, es war sehr schwer. Ich bildete mir ja ein, diesen Mann über alles zu lieben. Dass er mich nur als Betthupferl ansah, demütigte mich zutiefst. Trotzdem gab ich ihm , wonach er verlangte, in der Hoffnung, ihn doch noch an mich zu binden. Als dann klar wurde, dass er mich von Anfang an belogen hatte, entwickelte ich Wut und Hass. Diese Gefühle wechselten noch häufig und pendelten zwischen Verliebtheit, Verzweiflung, Sehnsucht, Wut und gipfelten in meinen Suizidgedanken. In meinem Kopf ist er bis heute. Das letzte Treffen ist jetzt 2 Jahre her. Insgesamt dauerte die Affäre ca. 5 Jahre, inklusive des ersten Flirts, der Treffen und des Kontaktes anschließend. Jetzt aber versuche ich klar zu kriegen, warum ich diesem Mann so sehr verfallen war. Das arbeite ich z.Zt. therapeutisch auf. ...unter anderem!
Ich denke einiges ist bei deinem Mann ähnlich. Auch er befand sich nach dem Verlust eures Kindes in einem emotionalen Vakuum und konnte nicht mit dir gemeinsam seine Trauer verarbeiten. Ich glaube aber nicht, dass er dich je ernsthaft verlassen wollte. Für Männer hat das Körperliche ja einen anderen Stellenwert und ist gleichbedeutend mit Nähe, Zärtlichkeit und Trost. Diese Nähe hatte er nicht zu dir, als er sie nötig gebraucht hätte und er wollte dich damit auch nicht belasten. Ihm sollte die Verarbeitung also leichter gelingen. Alles Gute!
Shediaa