Zitat von Nurseandmother: Rückzug oder Kämpfen? Bevor er sich ganz verknallt und körperliches mit ihr anfängt?
Kämpfen? Dann sag mal wie der "Kampf" für Dich aussehen soll? Messer, Pistolen, Schwerter scheiden aus. Aber Kampf bedeutet Aktion, Handeln, bloß wie? Indem Du ihm weiterhin den Hintern puderst, ihn als großartigen Ehemann und Vater hinstellst, der derzeit nur ein wenig verwirrt ist und weiterhin die prima Ehefrau bist mit viel Verständnis für seine Eskapaden, Verirrungen und Orientierungslosigkeit, die er auf Deinem Rücken auslebt? Oder auch in Form von "Reden halten", die ihn zur Vernunft bringen sollen und ihm den rechten Weg weisen sollen? Lächerlich.
Du hast im Moment keine Chance, da seine Hormone seine Lebensführung dirigieren. Angeblich ist bisher noch nichts gelaufen, aber die Hormone steuern ihn und es wird eine Frage der Zeit sein, bis sich das ergibt. Und Du stehst draußen und kannst gar nichts dagegen tun. Vielleicht ist es ja schon passiert und Du weißt nichts davon. Wie Du auch nichts davon gewusst hast, dass er sich eine gleichgesinnte, ähnlich frustrierte "Freundin" angelacht hat, mit der er den Kontakt sukzessive intensiviert hat.
Natürlich voller Absicht und auch in der Kenntnis davon, dass er damit seine Ehe aufs Spiel setzt. Aber wenn das gegenseitige Verständnis halt gar so groß ist ...
Der "Kampf" Deiner Wahl und der einzige, der zum Erfolg führt, ist der, der Dir am zuwidersten ist. Es laufen zu lassen und nichts zu tun. Aufhören ihn als Deinen Ehemann zu behandeln, dem Du alles Mögliche erzählst. Ihm verstehen zu geben, dass auch Du Deine Spielregeln aufstellst und die bedeuten, dass er seine emotionale Anlaufstelle, die er seit Jahren hat, verliert.
Gehe sachlich mit ihm um, halte ihm keine Predigten (wirken eh nicht bei Verliebten), schränke Gefälligkeiten ein und vor allem, sei keine Andockstelle mehr. Sei kalt wie ein Fisch, auch wenn Dir das im Moment unmöglich erscheint.
Natürlich hängt er noch an Dir, am gewohnten Familienleben, an der Sicherheit und Geborgenheit, die ihm das bietet, aber das reicht ihm im Moment nicht.
Mach Dir klar, dass der Mann in einer Lebenskrise ist und mit empfangsbereiten Antennen für eine andere Frau, die seine Sorgen und seinen Frust versteht und teilt, durchs Leben gegangen ist. An Dir vorbei. Klammheimlich
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Er ist derzeit nicht normal und nicht erreichbar. Er ist hin- und hergerissen und fühlt sich daher orientierungslos. Wie ein pubertierender Jugendlicher. Da ist kein Unterschied, auch nicht hormonell. Hormongesteuerte Partner kannst Du für die jetzige Phase abhaken, die "funktionieren" nicht wie gewohnt.
Mach Dein Ding, kümmere Dich um das was getan werden muss, aber höre damit auf, ihm ein bequemes Leben zu bieten. Der Mann muss erst Mal draufkommen, was er da angerichtet hat und was er womöglich verliert. Erst durch den gefühlten Verlust kommt er vielleicht darauf, dass er zu viel aufgibt für eine Frau, die er doch kaum kennt und die noch dazu zwei kleine Kinder hat. Was will er denn dort? Ersatzpapi spielen und im Gegeneffekt den Kontakt zu seinen eigenen Kindern reduzieren? Was für ein Schwachkopf!
Wenn die zwei zusammenkommen wollen, werden sie es tun und dann müssen sie erst Mal auf die Schnauze fallen und erkennen, dass man einen Partner nicht einfach so gegen einen anderen austauscht. Überzogene Glückserwartungen haben schon so manche neue Beziehung zugrunde gerichtet, vor allem wenn erst der Stress kommt mit Aufteilung zwischen neuer Partnerin und den leiblichen Kindern, finanziellen Problemen und Scheidungsstreß in Form von "feindlichen" Anwälten.
Du musst da leider mit Wochen, ja Monaten rechnen, bis er von seiner Wolke wieder runter kommt und allmählich wieder in die Realität findet. Der Ausgang dieser Eskapade ist völlig offen und auch die Auswirkung auf Eure Ehe.
Zweifellos eine harte Zeit für Dich, da Du Dich neu orientieren musst und auch das in Betracht ziehen musst, was Dir im Moment als das Schlimmste erscheint, nämlich eine Trennung.
Auch wenn er aufgrund schlechten Gewissens jetzt noch kooperativ ist, so muss das nicht so bleiben. Wappne Dich auch in materieller Hinsicht und komm von der vernebelten Ansicht von seinen angeblichen Qualitäten weg. Der Mann ist ein Hallodri, der einfach eine jüngere und attraktive "Seelenverwandte" v... will und ausgezogen ist, damit er freie Bahn hat und ohne Kontrolle seinen Gelüsten nachgeben kann. Alle Verliebten sind hoffnungslos egoistisch und großartige Verdränger.
Dir erzählt er von Orientierungslosigkeit, für die er ja gar nichts kann und damit weckt er in Dir den Instinkt der Kümmerin und der Verständigen, die ihn schon wieder einpassen wird. Sei Dir da nicht zu sicher, der ist zu allem fähig. Wenn die Neue ähnlich bereit ist wie er, zieht ihn das noch mehr weg von Dir und von der Familie.
Akzeptiere seine momente Unerreichbarkeit , aber baue auch Deine Machtstellung als vernünftiger Part aus und entziehe ihm das gewohnte "Eiapopeia". Erst durch das was wir zu verlieren drohen, erkennen wir, was wir wirklich wollen und was tatsächlich wichtig ist.Aber der Weg ist lang, wenn innere Begierden das Sagen haben.