Chris86
Gast
ich habe hier auf dieser Seite eine ganze Menge Hilfestellungen gelesen und finde es super, das es eine Möglichkeit gibt sich hier auszutauschen. Am besten fange ich mal direkt an:
Ich bin männlich, 31 Jahre alt, kinderlos und stehe fest im Berufsleben. Vor genau 2 Wochen hat sich meine 23 Jahre alte Ex-Freundin bei einem Streit von mir getrennt. Die Trennung war eigentlich vor Wochen abzusehen, da beide Seiten irgendwie nicht mehr auf einen Nenner gekommen sind. Ich bekam dann nach der Trennungsabsicht die Aufforderung meine Sachen innerhalb von 2 Wochen aus der gemeinsamen Wohnung zu räumen. Da war ich natürlich erstmal baff und konnte kaum was sagen. Habe dann schnell die ersten Dinge genommen und bin zu meinem Elternhaus gefahren. Innerhalb von 6 Tagen habe ich etappenweise meine persönlichen Dinge geholt, weil ich einfach zu geschockt war. Am letzten Tag habe ich den gemeinsamen Schlüssel übergeben und wir sind nochmal im ruhigen durch die Wohnung gegangen und haben geklärt welche Sachen dableiben können und welche ich noch mitnehme. Wir verabschiedeten uns und sie schrieb später noch, das sie sich dafür bedankt, das wir das zum Schluss erwachsen klären konnten, anders hätte sie es nicht ertragen.
Ich möchte hier einmal kurz auf die Umstände eingehen, in welchen Zusammenhang wir zusammen gekommen sind:
Ich habe mich damals von meiner Ex-Freundin getrennt damit ich mit Ihr zusammen kommen konnte. Für mich war sie DIE Seelenverwandte. Es stellte sich dann nach kurzer Zeit schnell heraus, das sich unser Verhältnis verschlechterte. Bei Streitgesprächen hat sich mich des öfteren aus dem Haus geworfen oder wenn ein emotionales Thema für sie begann, wendete sie sich sehr oft wortlos von mir ab. Als wir noch nicht zusammen wohnten, hatte sie mich einmal raus geworfen und ist dann später zu meinem Elternhaus gefahren und hat meine Sachen dort auf dem Hof geschmissen. Einmal hat sie sogar Veranstaltungskarten, die sie von mir zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, nach einem Streit im Internet verkauft um sich Pferdesachen zuzulegen. Familieneinladungen von meiner Seite aus hat sie stets abgelehnt oder wir gerieten deswegen in Streit. Was mir immer sorgen machte, war das sie sich während unserer Beziehung immer mehr Groß- und Kleintiere zugelegt hat (Sie wohnt auf einen kleinen Hof). Es waren zum Schluss 15 an der Zahl! Ich habe versucht sie darauf anzusprechen um die Anschaffungen zu besänftigen, aber dies eskalierte sehr schnell in Streit. Mir hat sie erzählt, das sie früher nie das Tier (Pferd) bekommen konnte, weil ihre Mutter es nicht wollte. Rückblick: Im Jahr 2013 trennten sich die Eltern von ihr und meine Ex-Freundin zog mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter in ein Mietshaus. Nach ein paar Monaten schmiss die Mutter meine Ex wieder raus. Ich half ihr und habe beim Rückzug zu ihren Vater auf dem Hof geholfen.
In den letzten Phasen der Beziehung sind mir so viele Dinge aufgefallen, die meine Indizien bestärken, das sie sich wegen jemand anderen getrennt haben muss. Da war jemand, den sie ein Freund nennt, der sie immer aus der Notlage geholfen hat. Die beiden hatten vor unserer Beziehung miteinander was. Ganz am Anfang war ich Eifersüchtig auf ihn, aber das hat sich bei mir schnell gelegt und ich habe das so hingenommen, da ich ihren Erklärungen glauben schenkte. Sie schrieben immer, meist so das ich es nicht bemerkten sollte. Einmal habe ich auf ihren ausgedienten Handy eine SMS entdeckt, wo er sie zum Essen einladen wollte. Da waren wir schon 1,5 Jahre ein Paar. Dann war sie einmal weinend im Bett. Als ich sie fragte was los ist, meinte sie das ihr sogenannter Freund einen Hirntumor hätte. Einige Wochen später wollte meine Ex dann plötzlich ganz schnell einen Schäferhund haben (Ihr guter Freund hat 2 davon). Und als ich sie dann mal gefragt habe, wie es denn um die Gesundheit des guten Freundes steht, wurde sie plötzlich ganz nervös und versuchte aus der Situation zu flüchten. Einen Tag vor der Trennung, als wir ihren neuen Schäferhund abgeholt haben, rief er bei Ihr auf der Rückfahrt an um zu wissen ob die Abholung geklappt hat. Auch während der Rückfahrt war die Stimmung alles andere als angenehm. Ich wusste das da war nicht in Ordnung ist. Ich habe immer den Eindruck, das sie versucht hat mich zu provozieren, aber für sowas bin ich einfach zu gelassen.
Es ist jetzt die erste komplette Woche nach dem Auszug ohne Kontakt. Ich gehe mit meinen Gefühlen hoch und runter, muss dauernd weinen. Um meinen Kummer aktiv zu begegnen, schreibe ich Tagebuch, gehe morgens, mittags(Wochenende) und abends mit dem Hund meiner Mutter spazieren. Zwischendurch fahre ich einfach 2 Stunden Auto und höre nur laute Musik um mich abzulenken. Ich gehe raus und renne gegen meinen Kummer, bis ich total erschöpft Zuhause wieder ankomme. Meine Familie und Freunde unterstützen mich. Im inneren weiß ich, das der Kummer irgendwann vorbei geht. Ich schaffe das, denn ich möchte irgendwann wieder glücklich werden.
Puh tut das gut es hier rauszulassen !