Ex-Mitglied
Gast
Zitat von KBR:Dennoch hätte ich anders gehandelt, wenn ich um ihre Bedürfnisse gewusst hätte. Niemals hätte ich gewollt, dass sie sich von mir allein gelassen fühlt. Auf einmal war sie nicht mehr da und ich konnte nichts mehr besser machen.
Zitat von KBR:Worauf ich hinaus will: gib Deinem Mann und Deinen Kindern die Gelegenheit, genau das Richtige für Dich zu tun, artikuliere Deine Bedürfnisse
Aber sie hat es Dir nicht gesagt - und ich kann das auch nicht sagen - reicht es denn nicht, dass ich krank bin und unsere Familie das tragen muss für lange Zeit? Muss ich jetzt auch noch "einfordern" es mir bitte möglichst angenehm zu machen? Welches Recht habe ich denn dazu, was ist mit meinem Mann und meinen Kindern? Wer macht es ihnen denn möglichst einfach und angenehm, ich bin ja manchmal schon gar nicht mehr in der Lage, die einfachsten Bedürfnisse zu erfüllen - sei es, weil ich zu erschöpft bin, sei es, weil ich mich hilflos fühle und nicht weiß, wie ich es angehen soll - ich möchte nicht noch mehr "einfordern" für mich, das fühlt sich einfach unfair an - jedenfalls für mich
Zitat von KBR:Ich verstehe, dass Du es ihnen so wenig schwer wie möglich machen willst, aber ich glaube, in der Zeit "danach" wäre es nicht ihr Wunsch, von Dir geschont worden zu sein, sondern Dich unterstützt zu haben, wo es nur geht.
Ich glaube "schonen" kann ich sie auch gar nicht - es ist ja da, jetzt und hier, es ist Realität und ich kann ja nicht so tun, als wäre es nichts....
Mein Mann verweigert jedes Gespräch um das Thema und wenn, dann zeigt er sehr deutlich, dass er nicht darüber sprechen will - er sagt einfach, ich hätte "nicht das Recht zu sterben" und wenn ich mir nur "genug Mühe gäbe", dann käme es auch niemals dazu!
Mir ist klar, dass er das alles blockiert, weil er nicht damit umgehen kann, aufgrund der alten Verletzungen, umso mehr fühle ich mich eben aber auch schuldig, weil ich der Grund bin, dass er schon wieder in dieser Lage ist - ich weiß nicht ob man das so nachvollziehen kann, vielleicht ist das auch totaler Käse - keine Ahnung...
Zitat von Benita:Versuche im Hier und Jetzt mit deinem Mann zu leben, geniesst die gemeinsame Zeit, die euch verbleibt, du weißt nicht wielange deine oder seine Lebenszeit noch andauert.
Das würde ich sehr gern, doch das ist nicht so einfach - er kann mich kaum noch ansehen, ständig hat er Tränen in den Augen und geht dann in ein anderes Zimmer - weint dort, allein! Lässt mich nicht mehr an sich heran. Er will mich nicht damit belasten, dabei macht es alles doch nur noch schwerer, für uns beide - aber ich kann ihn schließlich nicht zwingen!
Zitat von Benita:Ich hätte mir gewünscht, daß wir uns noch vorneinander verabschieden könnten
Das ist wohl die schrecklichste Art, davon betroffen zu sein, vom Tod betroffen zu sein - wenn es unvorbereitet geschieht und man keine Zeit mehr hatte, all die Dinge zu sagen, die einem wichtig waren, sich zu verabschieden, dem anderen zu danken für die gemeinsame Zeit - das tut mir sehr Leid @Benita
Simply
verlier die Zuversicht nicht, nicht immer tritt das ein, was man befürchtet, es kann sich auch zum besseren wenden