Zitat von Löwenzeh: Und ich hasse es, wenn er weint, wenn er schreit. Wahrscheinlich bin ich da auch nicht optimal gestrickt, schnell gestresst.
Niemand mag es, und es gibt auch Tonlagen die tun richtig weh im Ohr.
Selbst unsere Hebamme erzählte mal das sie am Rand der verzweiflung war als eine ihrer Töchter einfach nicht aufhören wollte zu weinen und zu schreien. Und sie wusste nicht mehr was sie tun sollte....weil sie keinen Grund gefunden hatte, alles mögliche versucht. Und sie ist ja vom Fach.
Sie sagte das sie dann erst einmal den Raum verlassen musste....nur ein paar Minuten weil sie nicht wusste was passieren könnte.
Zitat von Löwenzeh: Vielen Dank für den langen Text!
nix zu danken...ich werfe ja auch nur ein paar Gedanken in den Raum. Wenn dir das hilft ist es gut.
Zitat von Löwenzeh: Aber würde ich je an seinen Raum denken, würde er nicht zetern?
Die Katze beißt sich in den *beep*.
Das ist ein wenig das Henne-Ei Prinzip.
Der Punkt ist halt das ein Kind eine deutliche Veränderung im Alltag bedeutet. Auch wenn man es von Freunden und Bekannten kennt, hört oder mitbekommt weiß man nie wie stark dieser Einschnitt ist. Es ist für beide Elternteile eine neue Situation auf die man sich zwar theoretisch in Teilen vorbereiten kann aber niemals Proben. Man kann nicht testen wie es ist über Wochen, Monate nicht mehr durchzuschlafen. Wie es ist die Verantwortung für ein Kind zu haben. Wie es ist Bedürfnisse erkennen zu können die nur durch Weinen, Schreien vermittelt werden können. Und dann ist auch noch jedes Kind anders. Was bei den einen easy going ist treibt den andern in den Wahnsinn. Manche schlafen schon früh durch andere erst mit 3 oder 4 Jahren. Die einen essen alles was man ihnen an essbarem hinstellt andere wollen fast nichts.
Ich hab meine Mutter zum weinen gebracht weil ich als Baby nichts essen wollte was "übliche" Babynahrung ist. Zähne hatte ich noch ni. In ihrer Verzweiflung hat sie Toastbrot genommen, die Rinde abgeschnitten und Teewurst drauf gemacht. Alles andere habe ich abgelehnt. Das hab ich gegessen. Und das sind so Situationen...das Kind muss was essen, weiß jeder, will aber nicht...lehnt alles ab. Was es möchte kann es nicht sagen...was kann ich tun. Und dann vielleicht noch mit weinen und schreien kombiniert.
Das alles kann man nicht üben. Ebenso was diese neue Verantwortung, der neue Alltag für die Partnerschaft bedeutet.