Zitat von Tamilein:Durch das Abschneiden der schmerzhaften Gefühle, die wir als Kind erlebt haben, wird jedoch auch das Empfinden positiver Gefühle verhindert und Gefühle des Ungeliebtseins, der Leere, der Wut, der Trauer und der inneren Einsamkeit manifestieren sich.
Danke für deine tiefen Gedanken. Das verstehe ich soweit. Es verbindet sich auch mit dem eigenen Erlebten in der ein oder anderen Weise. Was aber, wenn die schmerzhaften Gefühle, ein traumatisches Erlebnis, nicht ins Bewusstsein drangen zu jenem Zeitpunkt, weil du beispielsweise 1 oder 2 Jahre alt warst? Wie wird das verarbeitet? Meinem Gefühl nach, drängt das auch irgendwann nach vorne, wenn es dich im Leben nur instinktiv vorsichtig macht, du aber lange Zeit nicht weißt warum.
Zitat von Tamilein:Aber alles Verdrängte kommt auf den seltsamsten Wegen nach oben, wenn es abgeschnitten bleibt und nicht bewusst wird. Es ist nur verbannt in das Reich der inneren Schatten und führt dort ein mitunter zerstörerisches Eigenleben......
Ja, durch Rückschläge wird es uns wieder bewusster. Durch jeden Moment der Ernüchterung, den wir erleiden, den wir reflektieren. Tun wir es nicht, zerstört es uns Stück für Stück. Deshalb, weil wir weiter gehen, ohne den Grund zu erforschen, warum etwas so gelaufen ist, anscheinlich ungünstig für uns. Je mehr wir innehalten, desto mehr erhaschen wir einen Blick hinter die Kulissen, der uns hilft zu verstehen. Damit ist es nicht vorbei, es ist der Anfang. Oft geht da die Suche erst los, wer wir sind, was der Sinn hinter dem ist, das wir durchleben mussten und so endlos vieles mehr.