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Unerwartete Trennung mit Kindern

1976

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Hallo zusammen,

Ham mich gerade angemeldet in der Hoffnung hier etwas Hilfe zu bekommen.

Mal kurz zur Situation:

Bin mit meiner Freundin vor knapp 12 Jahren zusammen gekommen, haben uns ├╝ber unser Hobby kennen gelernt. Haben dann am Anfang eine Fernbeziehung ├╝ber mehr als 300 km gef├╝hrt. Zu dem Zeitpunkt wohnte sie noch mit ihrem Ex Freund zusammen von dem sie sich kurz vorher getrennt hatte. Nach etwas ├╝ber einem Dreiviertel Jahr wollte sie sich dann einen Job bei mir suchen um zu mir zu ziehen. In der Zeit ist sie dann schwanger geworden, war nicht geplant aber sch├Ân.
Wir haben dann eine gemeinsame Wohnung bezogen und das kleine Familienleben begann.

Sie ist ein sehr kontaktfreudiger Mensch, hat hier aber nie eine richtig gute Freundin kennen gelernt. Und ihre beste Freundin sa├č halt ├╝ber 300 km weg und hat es in den knapp 12 Jahren einmal geschafft uns zu besuchen f├╝r ein Wochenende. Auch das ihre Familie so weit weg war hat ihr immer wieder zu schaffen gemacht.

15 Monate sp├Ąter kam dann das zweite Kind, hat die Belastung nat├╝rlich nicht kleiner gemacht. In meinem (unserem) Bekanntenkreis hatte zu damaligen Zeitpunkt irgendwie noch keiner Kinder, so dass wir da auch irgendwie den Anschluss verloren haben weil die Akivit├Ąten im Bekanntenkreis halt sehr oft nicht mit den Kindern vereinbar waren.

Sie ist zu Hause geblieben und hat sich um die Kinder gek├╝mmert, ich war Alleinverdiener. Das ist finanziell auch ├╝berhaupt kein Problem, habe zum Gl├╝ck einen Job bei dem wir uns das Problemlos leisten konnten. Nat├╝rlich ist das dann kein Job bei dem man mittags um 15 Uhr zu Hause ist.
Ich habe dann im Job vor etwa 7 Jahren m├Ąchtig Stre├č gehabt mit Schlie├čung von Betriebsteilen, Entlassungen und allem was da sonst noch dazu geh├Ârt was mich nervlich gut belastet hat. In der Zeit war ich dann nat├╝rlich auch zu Hause sehr angespannt und wohl unertragbar, auch die den Kindern gegen├╝ber. 3 Jahre sp├Ąter kam fast der gleiche Mist nochmal und zeitgleich neue Firma mit Neubau den ich ma├čgeblich Mittelgebirge habe. Das war dann offenbar nochmal schlimmer und meine Kinder haben wohl ge├Ąu├čert das der Papa nur noch meckert.

Hat sie alles immer mitgemacht, nat├╝rlich ohne Begeisterung. Sie hat auch immer wieder mal gesagt wir sollen was unternehmen zu zweit, ohne die Kinder, ist aber eigentlich nie passiert. Habe das selber nie als so gro├čes Problem gesehen obwohl es mir nat├╝rlich auch gefallen h├Ątte und ich gerne mal wieder was alleine unternommen h├Ątte. Unter der Woche nach der Arbeit war ich aber einfach nur platt und bin dann oft vorm TV einfach eingepennt und am Wochenende wollte man ja auch was mit den Kindern machen bzw.hat sich mit Haus, Hobby, Garten immer mehr Arbeit zugelegt die ja zu erledigen war. Mein Kopf war voller Dinge die zu erledigen gewesen w├Ąren, da ist die Beziehung immer weiter aus dem Fokus gerutscht und in eine Art Selbstverst├Ąndlichkeit geraten. Ich hab einfach nicht wahrgenommen was da passiert.

Vor einem Jahr war sie dann in Mutter-Kind Kur weil sie inzwischen einfach fertig war und auch Depressionen bekommen hatte. Dort hat ihr ein Psychologe prophezeit, das sie in einem Jahr weg ist wenn sich nichts ├Ąndert. Das hat sie mir auch gesagt nach der Kur und es lief dann auch die ersten Monate echt viel besser. Bis der Alltagstrott uns dann wieder eingeholt hat.

Richtigen Urlaub hat es in den letzten Jahren dann auch nie gegeben. Nicht weil es finanziell nicht geklappt h├Ątte, sondern einfach weil ich es einfach nicht auf die Reihe bekomme habe da was zu planen. Mal ne Woche mit dem Wohnwagen weg, das schon, aber halt nicht so richtig zum entspannen.
Auch das Thema heiraten kam von ihrer Seite immer wieder zu Sprache, auch wegen Absicherung f├╝r sie wenn mir mal was passieren w├╝rde. Sie hat schlie├člich alles f├╝r mich aufgegeben und zahlt auch nicht in die Rente ein. Bin aber auch da leider nie in die G├Ąnge gekommen. Heiraten wollte ich sie schon, aber wollte da dann auch den Kopf freihaben und das genie├čen. Hatte immer die Hoffnung das die passende Zeit daf├╝r kommt, aber Stre├č auf der Arbeit und mit allem was man sich privat so vorgenommen hat wurde ja stetig nur mehr.

Die letzten beiden Wochen war dann Urlaub f├╝r dieses Jahr angesetzt. Eine Woche Vergn├╝gungspark und St├Ądtetrip und die zweite Woche mit dem Wohnwagen in Verbindung mit unserem Hobby.

Tja, und da kam dann Freitag und Samstag das f├╝r mich b├Âse Erwachen. Mir ist dort dann pl├Âtzlich klargeworden welche Distanz sie zu mir hat und welche N├Ąhe sie zu Bekannten hat die man nur ein paarmal im Jahr sieht. Abends haben wir dr├╝ber gesprochen und sie hat mir gesagt das sie mit uns abgeschlossen hat weil von mir einfach nichts kommt und sie das nun so lange mitgemacht hat, es nun aber einfach nicht mehr geht. Trennung!


Wie es mir geht brauch ich wohl keinem sagen, bin am Ende. Sie ist bei dem ganzen Thema ganz emotionslos, was mir dann schmerzlich klar gemacht hat wie lange sie daran schon zu bei├čen h├Ątte w├Ąhrend ich es nicht realisiert habe. Die Kinder wissen noch nichts.

Und dann am n├Ąchsten Tag noch 4 Stunden mit lachenden Kindern auf der R├╝ckbank nach Hause fahren (sie war mit eigenem Fahrzeug unterwegs), war schlimm.

Sie wollte sich nun einen Job und eine Wohnung suchen, habe gesagt ich suche mir eine Wohnung und sie bleibt mit den Kindern im Haus (geh├Ârt mir inzwischen). Wollen es den Kindern sagen wenn ich eine Wohnung habe. Alles Mist.

Will mich auch noch schlau machen was ich tun kann wegen ihrer fehlenden Rentenbeitr├Ąge bzw. Absicherung. Hatte ja nie im Sinn sie im Regen stehen zu lassen und immer im Kopf das wir gemeinsam Alt werden und ich weiter f├╝r das finanzielle Sorge.

Sie will nicht zur├╝ck in ihre Heimat ziehen, die Kinder br├Ąuchten ihren Vater ja auch und das w├╝rde ├╝ber die Entfernung ja schlecht sein. Gehe trotzdem im Moment kaputt an dem Gedanken, dass ich abends in ne leer Wohnung komme wo nur ich bin, dass ich meine Kinder nicht mehr jeden Abend sehe.

Gerade kam die Frage ob ich schon weiter nach Wohnungen geschaut h├Ątte.

16.09.2017 07:04 • #1


Ex-Mitglied


Das tut mir leid f├╝r dich.
Du hast seine Beziehung systematisch an die Wand gefahren.

Wie deine Freundin sich f├╝hlt?
Sie hat jahrelang leise geweint, denke ich. All ihre Liebe ist aufgebraucht.

In 12 Jahren mit zwei Kindern nicht mal eine Hochzeit hinbekommen?
Das ist so bitter.

16.09.2017 07:12 • x 5 #2



Unerwartete Trennung mit Kindern

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Sabine 49


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Hallo,

es ist schrecklich, was gerade bei euch passiert - besonders auch f├╝r eure Kinder, f├╝r dich und deine Partnerin.

Erschreckend finde ich, wie wenig du an die Absicherung deiner Frau gedacht hast. Nicht geheiratet, also keine Rentenanspr├╝che ├╝ber 12 Jahre. Dann hast du ein Haus, das du bezahlt hast, weil sie absprachegem├Ą├č zu Hause geblieben ist. Sie hat kein Eigentum daran, obwohl sie ihren Beitrag geleistet hat, indem sie eure Kinder betreut hat und auf eine eigene Berufst├Ątigkeit verzichtet hat. Jetzt steht sie da mit nichts, einer langen L├╝cke im Lebenslauf und will dennoch die Trennung. Das ist mutig von ihr, zeigt aber auch ganz klar, wie weit sie sich ├╝ber die Jahre von dir entfernt hat.

Manchmal reicht das "im Kopf haben" nicht aus, da muss auch gehandelt werden. Nicht nur um nach au├čen abzusichern, sondern auch um zu dokumentieren wie ihr euch als Paar seht, zumal sie das Thema Heiraten wohl immer wieder angesprochen hat.

Ganz so unerwartet wie du schreibst, kam dann eure Trennung wohl doch nicht. Sie hat dir nach der Kur gesagt, was passieren k├Ânnte, auch wenn sie sich da noch auf die ├äu├čerung ihres Therapeuten bezogen hat.

Vermutlich g├Ąrt das alles schon so lange in ihr, dass sie sich die Trennung reiflich ├╝berlegt hat. Ich bef├╝rchte, daran wirst du nichts mehr ├Ąndern k├Ânnen.

Viel Kraft f├╝r die n├Ąchste Zeit.

16.09.2017 07:30 • x 3 #3


aquarius2

aquarius2


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Zitat von 1976:
Will mich auch noch schlau machen was ich tun kann wegen ihrer fehlenden Rentenbeitr├Ąge bzw. Absicherung. Hatte ja nie im Sinn sie im Regen stehen zu lassen und immer im Kopf das wir gemeinsam Alt werden und ich weiter f├╝r das finanzielle Sorge.


Also das ist ja kein Argument, warum hast du ihr nicht jeden Monat eine Summe in einen Aktienfond oder eine private Rentenversicherung eingezahlt, da h├Ątte sie wenigstens was von.
Aber irgendwie erinnerst du mich an meinen Ex, der zwar alle Vorz├╝ge einer Zweierbeziehung in Anspruch genommen hat, aber nie was daf├╝r getan hat. Ist das so schwer, sich mal einen Abend freizuschafeln und mal mir ihr wegzugehen, zum Tanzen, in ein Restaurant, ins Theater, Kino oder mal ein Wochenende ohne die Kinder entweder an die See, oder in die Berge, einfach etwas zu zweit machen.
Sieh zu, dass du bald eine Wohnung findest, nicht dass sie irgendwann die Geduld verliehrt, selbst geht und die Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden und m├Âglicherweise die Schule/Kindergarten wechseln m├╝ssen und ja bevor ich es vergesse, die Kinder k├Ânntest du ja auch mal am Wochenende oder Abend wenn du nicht arbeitest nehmen, damit sie mal durchatmen kann und in Ruhe Freunde treffen und so.

16.09.2017 07:39 • x 2 #4


Marie1


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@1976
Deine Geschichte bzw dein Verhalten in der Beziehung erinnert mich sehr an meine Erlebnisse. Ich bin du.
Es tut mir unendlich weh, wenn ich das lese. Auch wir waren 12 Jahre ein Paar.
R├╝ckblickend haben mich die Selbstvorw├╝rfe fast zerst├Ârt. Jetzt wei├č ich aber, dass ich mich als Mensch niemals so derart selbst reflektiert h├Ątte, wenn er geblieben w├Ąre. Ich musste es f├╝hlen was es bedeutet diesen Menschen eben nicht als Selbstverst├Ąndlichkeit zu erleben. Meine Arbeit eben nicht Dreh- und Angelpunkt in meinem Leben ist.
Das du ihr gegen├╝ber jetzt fair reagierst trotz Schmerz, zeigt auf das du Charakter besitzt. Ich empfinde dich beim Lesen sehr reflektiert. Das wird dir helfen!
Ich w├╝nsche dir viel Kraft!
Lg

16.09.2017 08:01 • x 3 #5


Dark_Cloud


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Das was du beschreibst, passiert leider sehr oft. ├ťbrigens macht es f├╝r das Scheitern einer Beziehung auch keinen Unterschied, ob ihr verheiratet gewesen w├Ąre und ihr die H├Ąlfte vom Hsus geh├Ârt.
Passiert trotzdem. Da gibt es keine Garantie.
Ich lese deinen Beitrag so, das du sienicht finaziell treffen willst, sondern fair bleiben. Respekt daf├╝r.
Zum Thema Beziehung kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es bei mir genauso lief und du bist ja gerade dabei , deinen Anteil zu reflektieren.
Ihr habt es auch versucht, aber es beide dauerhaft nicht hinbekommen. Genauso wie du , w├Ąre auch sie in der Pflicht gewesen, ihren W├╝nschen Ausdruck zu verleihen. Ja, sie hat angesprochen, sie will mehr Paarzeit. Was hat dagegen gesprochen, dass sie was konkretes f├╝r euch organisiert. Beim Wellness und einem Glas wein seid ihr beide empf├Ąnglicher f├╝r die Botschaften des anderen, statt nach einem stressigen Alltag zwischen Abendessen und Schlafen gehen.

Zusammenfassung: Reflektiere deinen Anteil, aber lade dir nicht die ganze Schuld alleine auf. Und hak um Gottes Willen ab, dass eine Heirat das ge├Ąndert h├Ątte

16.09.2017 09:34 • x 1 #6


SelmasLaughing


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Hallo. Ich habe ├Ąhnliches hinter mir aber gsd nur 1 Kind. Unser Haus geh├Ârte uns beiden und ich habe es ihr aber ├╝berschrieben da ich nicht wollte das meine Tochter dort weg muss. Bin freiwillig ausgezogen und bereue es manchmal ein wenig. Das Haus mit ihr unserer kleinen darin war mein Traum. Ich habe mich auch nicht v├Âllig korrekt verhalten und ihr das gezeigt was ich empfinde. Letztendlich hat sie sich in einen Arbeitskollegen verliebt der nun in unserem ehemaligen Haus lebt und dort viel Zeit mit meiner Tochter verbringt. Es ist alles sehr bitter und ├Ąnf├Ąnglich habe ich mir auch immens viel Schuld selbst aufgeladen da ich dachte ich bin zu bl├Âd sie zu halten. Habe doch alles getan und versucht. Nein habe ich nicht und das wei├č ich erst durch die Trennung, ich war zuwenig ich also zu sehr wir. Habe mich recht wenig um mich gek├╝mmert, bin arbeiten gegangen und mich um unser Kind und Hund gek├╝mmert. Wir haben viel gestritten. Irgendwann war es vorbei. Es ist schlimm aber nicht das schlimmste. Ich habe lang meiner Exfrau hinterher getrauert und auch nun nach ├╝ber 2 Jahren vermisse ich die manchmal sehr. War wirklich eifers├╝chtig das ihr neuer sie nun hat usw. Ego halt.
Aber irgendwann ist es dann irgendwie ok so wie es ist. Klar ich vermisse meine Tochter jeden Tag aber ich schaffe es trotzdem weiterzuleben. Ab und an kommen schlimme Phasen aber das geh├Ârt dazu. Auf der einen Seite viel verloren aber auch viel gewonnen.

Und genau das wirst du auch, versprochen!

16.09.2017 12:29 • x 3 #7


Liebe17


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Wieso muss der Mann die Frau heiraten wegen der Absicherung?

Sorry geht gar nicht. Mit Kindrrn bleibt man nicht Jahrelang daheim. Man geht arbeiten! Egal wieviel der Mann verdient! Man sollte immer unabh├Ąngig sein und nicht abh├Ąngig. Ehrlich diese Antworten bez├╝glich der Heirat ( kopfsch├╝ttel).
Ich habe Kinder, gehe Arbeiten etc. und das sollte jeder tun der welche hat. Maximal verstehe ich Frauen die 2 Jahre Elternzeit nehmen (obwohl ich eines besser finde) aber nicht mehr. Bedeutet wie selbst wenn sie 3 Kinder h├Ątten kommt man auf 12 Jahre?

Da ist die Frau (jetzt nicht nur deine) ALLE die sowas machen : SELBST SCHULD
Pro Kind gibt es 2 Jahre basierend auf 2800 Brutto Einkommen Renteneinzahlungen f├╝r die Frau. Also bedeutet Kinderbetreuung nicht: Rentenbez├╝ge der Frau werden ohne Heirat geschm├Ąlert. Es sei denn man will ├╝berhaupt nicht arbeiten. Klar ist man l├Ąnger daheim (OHNE GRUND) gibt es nichts!

Tut mir leid lieber TE aber die Antworten der Damen auf deinem Text machen mich w├╝tend! Dieses hat nichts mit deiner Situ. zu tun. Aber bitte lass dir bez├╝glich der Heirat kein schlechtes Gewissen einreden

16.09.2017 14:55 • x 2 #8


Gast092017


Hallo,

das tut mir sehr leid f├╝r dich bzw. Euch. Du hast ja schon einige Kommentare erhalten, die alle irgendwo richtig sind. Mein Vorschlag w├Ąre mit ihr zu besprechen, ob man nicht eine vorl├Ąufige Trennung realisieren kann. Nat├╝rlich habt Ihr beide Fehler gemacht, es geh├Âren immer zwei dazu, aber vielleicht kann man durch eine "Auszeit" "die Kurve kriegen".. Immerhin habt ihr 2 Kinder, und die sollten es Wert sein zu pr├╝fen ob die Liebe eine Chance bekommen darf. Trotzdem m├╝sst Ihr beide an Euch arbeiten, das Einsehen dazu muss auch vorhanden sein. Da muss man sehr geduldig und behutsam sein.
Bei mir hat das funktioniert, auch wenn es den einen oder anderen Punkt gab wo ich am liebsten aufgegeben h├Ątte. Aber am Ende wurde es gut. Vielleicht w├Ąre das ein Weg den man gehen k├Ânnte?

Ich w├╝nsche Dir und deiner Familie alles Gute.

17.09.2017 09:17 • x 1 #9


1976


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Hallo zusammen,

Danke f├╝r alle Antworten.
Ich w├╝rde gerne auf alle Fragen und Kommentare eingehen, aber ich schreibe hier vom Tablet aus und nicht vom Rechner, da ist das schlecht zu bewerkstelligen.

Bin immer noch am Boden, was auch sonst. Gibt Momente da komm ich nach au├čen hin damit klar und dann wieder andere da Sitz ich dann nur noch heulend da.

Ihr habt absolut Recht, ich h├Ątte es kommen sehen m├╝ssen. Aber in meiner ├╝berfrachteten Gedankenwelt hab ich mir eingeredet alles wird schon gut. Das kann ich auch 1:1 auf andere Dinge in meinem Leben ├╝bertragen, das ist mir nun auch klar geworden. Ich hab mir an allen Stellen in meinem Leben durch unterschiedlichsten Dinge einen inneren Ballast aufgehalst das ich f├╝r so vieles gar keinen klaren Blick mehr hatte und nat├╝rlich auch noch habe. Das ist mir nun klar geworden und da muss ich so oder so etwas dagegen tun. Sonst dreh ich wahrscheinlich irgendwann mal durch.


Ich probier nun mal trotz Tablet auf eure Kommentare einzugehen.

Zitat von frischgef├Âhnt:
Du hast seine Beziehung systematisch an die Wand gefahren.

Wie deine Freundin sich f├╝hlt?
Sie hat jahrelang leise geweint, denke ich. All ihre Liebe ist aufgebraucht.

In 12 Jahren mit zwei Kindern nicht mal eine Hochzeit hinbekommen?
Das ist so bitter.


Da hast du in allen Punkten vollkommen Recht. Sie sagte mir auch das es Abende gab wo sie heulend im Bett lag w├Ąhrend ich vorm Rechner oder TV sa├č. Das ich das ├╝berhaupt nicht mitbekommen habe, dass tut mir in der Seele weh. Einer der Momente wo ich nicht in den Spiegel kucken kann weil ich mich daf├╝r echt sch├Ąme nicht f├╝ sie da gewesen zu sein.
Wenn es ihr wegen anderer Dinge dreckig ging und ich das mitbekommen habe, dann war ich f├╝r Sie da und hab versucht ihr zu helfen. Aber wie sie sich wegen mir f├╝hlt hab ich garnicht gesehen sondern als selbstverst├Ąndlich voraus gesetzt das sie ich mich liebt und alles gut ist. Wo ich das jetzt schreibe und auch erkannt habe kann ich nicht verstehen wieso ich so gedacht habe.

Zitat von Sabine 49:
Erschreckend finde ich, wie wenig du an die Absicherung deiner Frau gedacht hast. Nicht geheiratet, also keine Rentenanspr├╝che ├╝ber 12 Jahre. Dann hast du ein Haus, das du bezahlt hast, weil sie absprachegem├Ą├č zu Hause geblieben ist. Sie hat kein Eigentum daran, obwohl sie ihren Beitrag geleistet hat, indem sie eure Kinder betreut hat und auf eine eigene Berufst├Ątigkeit verzichtet hat. Jetzt steht sie da mit nichts, einer langen L├╝cke im Lebenslauf und will dennoch die Trennung. Das ist mutig von ihr, zeigt aber auch ganz klar, wie weit sie sich ├╝ber die Jahre von dir entfernt hat.


Dran gedacht hab ich schon immer wieder, nur z├╝ndende gebracht hab ich es leider nie. Hatte sehrwohlmschon einen Termin mit dem Versicherungsheini bei dem wir auch ├╝ber ihre Absicherung gesprochen haben und er mir L├Âsungen pr├Ąsentiert hat was man machen k├Ânnte. Dabei blieb es dann auch und der Versicherungsmensch hat nach mehrmaliger Nachfrage wie wir weitermachen dann mal aufgegeben. Damit es richtig eingeordnet wird, meine Absicherung und Altersversorgung ist im gleichen Atemzug genau so weit gekommen. Ich schaff's also nicht nur andere im Regen stehen zu lassen, hab auch mich vollkommen aus dem Fokus verloren gehabt und meine Gedanken sind um andere vermeintlich wichtige Dinge gekreist.

Zitat:
Manchmal reicht das "im Kopf haben" nicht aus, da muss auch gehandelt werden. Nicht nur um nach au├čen abzusichern, sondern auch um zu dokumentieren wie ihr euch als Paar seht, zumal sie das Thema Heiraten wohl immer wieder angesprochen hat.


Ja, absolut richtig. Habe sie in einem der langen Gespr├Ąche in den Tagen danach gefragt ob es was ge├Ąndert h├Ątte wenn wir geheiratet h├Ątten und ich mich genau so verhalten h├Ątte. Da kam genau das, mit einer Hochzeit h├Ątte ich zumindest mal klar ausgedr├╝ckt wie ich zeigt stehe. In dem Moment hab ich dann auch wieder begriffen das ich eine v├Âllig falsche Selbstverst├Ąndlichkeit in unserer Beziehung entwickelt habe. Unfassbar wenn ich nun so dr├╝ber nachdenke, rege mich bei anderen Dingen manchmal dr├╝ber auf das die Leute alles so selbstverst├Ąndlich sehen. Aber selbst.

Zitat:
Ganz so unerwartet wie du schreibst, kam dann eure Trennung wohl doch nicht. Sie hat dir nach der Kur gesagt, was passieren k├Ânnte, auch wenn sie sich da noch auf die ├äu├čerung ihres Therapeuten bezogen hat.


F├╝r mich kam die Trennung in dem Moment vollkommen unerwartet! So wie meine Wahrnehmung bis einen Tag vorher war habe ich ja alles nicht gesehen bzw. verdr├Ąngt.
Jetzt wo ich das alles erkenne und dr├╝ber nachdenke m├╝sste ich mich fragen wieso es nicht viel viel fr├╝her soweit kam. Das macht mich um so trauriger, weil es in meinen Augen zeigt wie wichtig ich ihr war. Und ich hab' s durchtrieben. Tut sehr weh!

Nach der Kur lief ja alles eine ganze Zeit super und dann hab ich wieder alles verdr├Ąngt, hat mich der Alltag eingeholt, hab ich mir wieder ├╝berall so viel vorgenommen oder aufgelastet das der Kopf vollkommen dich war.

Zitat:
Vermutlich g├Ąrt das alles schon so lange in ihr, dass sie sich die Trennung reiflich ├╝berlegt hat. Ich bef├╝rchte, daran wirst du nichts mehr ├Ąndern k├Ânnen.


Es g├Ąrt schon seit Jahren wie mir nun klar ist, schrecklich das ich sie so lange so gequ├Ąlt habe. Habe auch die ganz gro├če Angst da keine Chancemehr zu bekommen, aber wenn es eine geben sollte will ich alles daf├╝r tun! Ich hoffe so sehr es gibt nochmal eine Chance und ich bekomme die professionelle Hilfe damit ich dann das Richtige tun werde. Und professionelle Hilfe brauch ich meiner Meinung nach unbedingt.


Zitat von aquarius2:
Also das ist ja kein Argument, warum hast du ihr nicht jeden Monat eine Summe in einen Aktienfond oder eine private Rentenversicherung eingezahlt, da h├Ątte sie wenigstens was von.


Etwas in der Art kann und werde ich jetzt noch tun! Eines der wenigen Dinge die ich nachtr├Ąglich noch richten kann, die Versorgungsl├╝cke die sich ergeben hat zu schlie├čen.
Mir ging es nie darum sie irgendwie abh├Ąngig zu halten oder h├Ąngen zu lassen, sowas macht man(n) nicht!

Zitat:
Ist das so schwer, sich mal einen Abend freizuschafeln und mal mir ihr wegzugehen, zum Tanzen, in ein Restaurant, ins Theater, Kino oder mal ein Wochenende ohne die Kinder entweder an die See, oder in die Berge, einfach etwas zu zweit machen.


Ist es nicht, wenn man normal durchs Leben wandelt. Wenn man aber im Kopf die wildesten Dinge rumschwirren hat, dann ist's eine schier un├╝berwindbare H├╝rde das von sich aus zu tun. Ich erwarte nicht das das jemand versteht,ich tu's ja selbst nicht wo ich das gerade schreibe. Ist aber so gewesen.
Wenn sie was organisiert hat, dann hab ich das auch hinbekommen mir daf├╝r die Zeit frei zu machen. Aber selber mal die Initative ergreifen hat nie geklappt, leider muss ich jetzt sagen.
Wie oft bin ich im Gesch├Ąft gestanden und habe noch Gesr├Ąche mit meinen Mitabeitern gef├╝hrt damit man sich Austausch w├Ąhrend daheim die Familie mal wieder ohne mich gegessen hat. Ja nix im Gesch├Ąft anbrennen lassen, daheim m├╝ssen sie das schon verstehen. Das sowas auf Dauer garnicht funktionieren kann wird mir gerade klar.

Zitat:
Sieh zu, dass du bald eine Wohnung findest, nicht dass sie irgendwann die Geduld verliehrt, selbst geht und die Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden und m├Âglicherweise die Schule/Kindergarten wechseln m├╝ssen und ja bevor ich es vergesse, die Kinder k├Ânntest du ja auch mal am Wochenende oder Abend wenn du nicht arbeitest nehmen, damit sie mal durchatmen kann und in Ruhe Freunde treffen und so.


Will ich tun, hab aber echt Bammel davor das auch zu versauen weil ich mal wieder zu lange rummache. War immer derjenige von uns der erstmal alles vergleichen musste, Angebote einholen musste etc., es k├Ânnte ja vielleicht noch was besseres geben. Dadurch hat sich nat├╝rlich so manches extrem in die L├Ąnge gezogen. Sie wa immer der Typ, brauchen wir, nehmen wir das was grad da ist. In ganz seltenen F├Ąllen vielleicht nicht gut, in den allermeisten F├Ąllen w├Ąre das aber vollkommen in Ordnung gewesen, und vor allem deutlich schneller erledigt. Auch mit solchen Aktionen hab ich mir mein Leben unn├Âtig komplizier gemacht. Hoffe das passiert mir jetzt beim Wonungsthema nicht auch!

Zitat von Marie1:
Jetzt wei├č ich aber, dass ich mich als Mensch niemals so derart selbst reflektiert h├Ątte, wenn er geblieben w├Ąre. Ich musste es f├╝hlen was es bedeutet diesen Menschen eben nicht als Selbstverst├Ąndlichkeit zu erleben. Meine Arbeit eben nicht Dreh- und Angelpunkt in meinem Leben ist.
Das du ihr gegen├╝ber jetzt fair reagierst trotz Schmerz, zeigt auf das du Charakter besitzt.


Volltreffer, ich begreife es erst jetzt was passier. Da hast du leider vollkommen recht. Hoffe ich mache das richtige draus und bekomme alle Hilfe die ich brauche um mein Verhalten in Zukunft zu ├Ąndern.
Sie sagt immer Menschen kann man nicht ├Ąndern. Das mag stimmen, aber ich bin mir sicher ein Mensch kann sich selbst ├Ąndern wenn er es nur will. Und ich will es!

Von fair zu sprechen ist irgendwie falsch nach meinem Verhalten in der Verangenheit. Ich wei├č was du meinst, dass ist ja wohl das mindeste was ich jetzt tun muss und auch will!

Zitat von Dark_Cloud:
Ich lese deinen Beitrag so, das du sienicht finaziell treffen willst, sondern fair bleiben. Respekt daf├╝r.

Wie bereits geschrieben, das verdient meiner Meinungnach keinen Respekt, das geh├Ârt so!

Hatte sie ja gefragt wie es weitergehen soll jetzt einen Tag sp├Ąter. Sagte sie, sie will sich nun bewerben und sie m├Âchte dabei meine Hilfe. Dann will sie sich eine Wohnung suchen.
Ich: Du bekommst doch wahrscheinlich garnichso einen Job mit dem du dir eine Wohnung leisten kannst die gro├č genug ist f├╝r dich und die Kinder.
Sie: Dann muss ich halt zum Amt gehen.

Nicht ein Wort von wegen Unterhalt etc. Wir ticken da beide nicht so wie leider die Masse der Bev├Âlkerung bilde ich mir ein.

Damit nun keine Missverst├Ąndnisse entstehen, nat├╝rlich werde ich den Unterhalt zahlen damit sie und die Kinder gut damit zurecht kommen. Und eine Wohnung vom Amt brauchen Sie auch nicht, sie bleiben in der Wohnung!


Zitat:
Genauso wie du , w├Ąre auch sie in der Pflicht gewesen, ihren W├╝nschen Ausdruck zu verleihen. Ja, sie hat angesprochen, sie will mehr Paarzeit. Was hat dagegen gesprochen, dass sie was konkretes f├╝r euch organisiert. Beim Wellness und einem Glas wein seid ihr beide empf├Ąnglicher f├╝r die Botschaften des anderen, statt nach einem stressigen Alltag zwischen Abendessen und Schlafen gehen.

Zusammenfassung: Reflektiere deinen Anteil, aber lade dir nicht die ganze Schuld alleine auf. Und hak um Gottes Willen ab, dass eine Heirat das ge├Ąndert h├Ątte


Es geh├Ârenimmer zwei dazu sage ich sonst immer, stimmt. Und mit Sicherheit h├Ątte sie vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle etwas anders machen k├Ânnen. Sie ist auch nur ein Mensch und nicht perfekt wie alle auf diesem Planeten. Das h├Ątte aber nichts ge├Ąndert, ich h├Ątte mein Verhalten dann sehr wahrscheinlich entsprechend angepasst und es w├Ąre genau so gekommen fr├╝her oder sp├Ąter. Au├čerdem ist ja nicht so das sie nichts gemacht hat. Sie hat ├╝ber Jahre versucht was tun und auch viel oraganisiert. Aber wenn das ├╝ber Jahre nur einseitig passiert hat man irgendwann die Kraft dazu nicht mehr wenn man nie das Gef├╝hl zur├╝ck bekommt das sich dadurch auch was ├Ąndert.

Mir jetzt klar. Schmerzlich klar, tut weh die Erkenntnis das man den Partner den man liebt so zugrunde gerichtet hat.
Und auch schmerzlich das einem dadurch bewusst wird das es hier wohl nicht viel Hoffnung gibt das der Partner einem dann nochmal eine Chance gibt. K├Ânnte schreien vor Wut und Entt├Ąuschung ├╝ber das eigene Versagen.

Zitat von SelmasLaughing:
Es ist alles sehr bitter und ├Ąnf├Ąnglich habe ich mir auch immens viel Schuld selbst aufgeladen da ich dachte ich bin zu bl├Âd sie zu halten. Habe doch alles getan und versucht. Nein habe ich nicht und das wei├č ich erst durch die Trennung, ich war zuwenig ich also zu sehr wir. Habe mich recht wenig um mich gek├╝mmert, bin arbeiten gegangen und mich um unser Kind und Hund gek├╝mmert. Wir haben viel gestritten.


Auch davon trifft viel bei mir zu. Sie hat oft gesagt mach doch mal was f├╝r dich, geh mit deinen Kumepls mal weg usw. Sie wollte das ich den Kopf frei bekomme und das w├Ąr sicher sehr gut gewesen. Hab's nie gemacht. Weil ich's nicht verstanden habe, hab ja gemerkt das es,ihr auch nicht gut geht und wollte sie dann nicht noch mehr belasten in dem ich sie mi den Kindern allein lasse. Das ich sie damit kein St├╝ck entlastet habe ist mir auch erst jetzt klar geworden.
Stattdessen habe ich Held sie noch gedr├Ąngt sie soll doch mal was f├╝r sich machen. Dachte das hilf ihr wenn sie mal auf andere Gedanken kommt und ich Leib daheim bei den Kindern. Ihr hat's auch irgendwie geholfen, aber unser Beziehung eben leider nicht. Und wie of hat sie gesagt ich will aber nicht alleine, ich will mit dir. und ich hab nich bemerkt wie wichtig das gewesen ist. Ich h├Ątte ja auch mit ihr gewollt, war aber wie blockiert im Sch├Ądel weil ja noch tausend andere Dinge zu erledigen sind oder ich dachte ich kann ja nicht Andere belasten um mal ein Wochenende Kinderfrei zu haben.
Einfach nicht gesehen wie wichtig das f├╝r uns, f├╝r sie gewesen w├Ąre.
Gestritten haben wir selten, und wenn hat's nie lang gedauert. Gef├╝hlt war es nicht oft oder gar st├Ąndig, aber auch da hab ich mit Sicherheit viel ├╝bersehen.


Hab so viel ├╝bersehen und falsch verstanden, so viel unn├Âtiges gemacht. Es ist in der Theorie eigentlich ja alles nicht schwer und ja auch nicht so das ich es nicht verstehe.
Schlimm.

Hab heute das erste Mal mit einem Bekannten dr├╝ber gesprochen weil er anrief und fragte wie der Urlaub war, da ging dann nat├╝rlich erstmal nix mehr und es hat ne Weile gedauert bis er mich am Telefon wieder verstanden hat.
Der hat dann auch recht schnell gefragt ob es nicht sinnvoll w├Ąre wenn ich mir da nicht professionelle Hilfe holen w├╝rde und mir heute noch eine Adresse geschickt.
Recht hat er! Werde da anrufen, fest vorgenommen. Hoffe es klappt!


Und Danke f├╝r alle guten W├╝nsche und Kopf hoch Mitteilungen die ich nun nicht extra kommentiert habe.

Ich will hier kein Mitleid, will nicht h├Âren das ich nichts falsch gemacht habe oder so. Ich will an mir arbeiten und meine Probleme in den Griff bekommen. Ansonsten w├Ąre jede Chance die sich vielleicht hoffentlich doch noch irgendwann auftut zum scheitern verurteilt.

Ich will und muss mich ├Ąndern!

17.09.2017 23:45 • x 3 #10


Marie1


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@1976
Zitat von 1976:
Ich will an mir arbeiten und meine Probleme in den Griff bekommen. Ansonsten w├Ąre jede Chance die sich vielleicht hoffentlich doch noch irgendwann auftut zum scheitern verurteilt. Ich will und muss mich ├Ąndern!


Du musst es in erster Linie f├╝r DICH tun!
In Deiner jetzigen Situation und Gef├╝hlslage ist es verst├Ąndlich, dass Du alles daf├╝r tun m├Âchtest, ihr zu beweisen, dass Du Dich ├Ąndern kannst. Ich stelle hier mal die Nachhaltigkeit in Frage.
Ich selbst bin gerade dabei, nach ├╝ber einem Jahr der Trennung, mein Arbeitsleben neu zu sortieren. Habe mich als Mensch nur dar├╝ber definiert. Es ging mir nicht um`s Geld. Jetzt erst w├Ąre ich bereit meinen Job zu wechseln, nicht weil er mir keinen Spa├č macht, sondern zu sehr mein Privatleben beeinflu├čt.
Ich w├╝nsche Dir von Herzen, dass Du Deinen Weg finden wirst. Leg mal dein strategisch/ analytisches Denken beiseite und h├Âre mal auf Dein Herz- und Bauchgef├╝hl....
LG

18.09.2017 06:30 • #11


1976


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Nat├╝rlich muss ich es f├╝r mich tun, das ist mir klar.
Zuerst ist jetzt die Beziehung kaputt gegangen, als n├Ąchstes gehe ich irgendwann selber an mir kaputt wenn ich nichts ├Ąndere....

18.09.2017 07:30 • #12


Sabine 49


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Zitat von 1976:
Zuerst ist jetzt die Beziehung kaputt gegangen, als n├Ąchstes gehe ich irgendwann selber an mir kaputt wenn ich nichts ├Ąndere.


Ich denke, dass sollte deine wichtigste Erkenntnis sein. Wenn ich so lesen, was du alles beschreibst, Beruf, Termindruck, Familybuisiness - immer hast du funktioniert. R├╝cksichtslos zu dir selbst und in Folge dann auch gegen├╝ber deiner Frau und deinen Kindern. Gleichzeitig waren da viele Dinge, die du nicht mehr erledigt bekommen hast, vermutlich auch weil da einfach viel zu viel in deinem Kopf war, das dich blockiert und dich irgendwie gel├Ąhmt und handlungsunf├Ąhig gemacht hat. Es war vermutlich nicht nur die Art deiner Entscheidungsfindung.

Ich kenne es von mir, hatte mal einen Burn-Out (F├╝hrungsposition in Teilzeit, Partner auch ziemlich eingespannt beruflich mit eher auch mal ungew├Âhnlichen Arbeitszeiten, Kinder, Haushalt, Ehren├Ąmter, "Verpflichtungen" in der Familie und der Nachbarschaft . ). Da bin ich schon ans Rotieren gekommen im Kopf, wenn eins der Kinder mal kurzfristig einen Arzttermin gebracht hat (├ľffnungszeiten beim Arzt, Stundenpl├Ąne des betroffenen Kindes, Freizeitaktivit├Ąten meines anderen Kids, berufliche Verpflichtungen). Bis ich mit der Gedankenkette durch war, war ich schon so ersch├Âpft, dass ich nicht mehr beim Arzt anrufen konnte, da war alle Energie schon verbraucht. Wenn die Termine aber festgestanden haben, dann ging es wieder, da hab ich dann wieder funktioniert. Dieser Anspruch an sich selbst, immer zu funktionieren, frisst einen auf mit der Zeit. Ich musste auch lernen, meine Grenzen wieder wahrzunehmen und zu respektieren.

Das allerwichtigste ist, dass du dich jetzt st├Ąrkst und versuchst zu stabilisieren und dein Handeln zu hinterfragen. Das mit professioneller Hilfe zu tun, ist bestimmt sehr gut f├╝r dich.

Ich denke auch, deine Frau hat dich wirklich sehr geliebt, sonst h├Ątte sie das alles nicht so lange mitgemacht und versucht zu ertragen. Bei euch ist noch kein anderer und keine andere im Spiel. Vielleicht habt ihr beiden noch eine Chance, m├Âglicherweise hilft hier auch eine r├Ąumliche Trennung, wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann w├╝nsche ich euch sehr, dass ihr beiden weiter so sachlich und fokussiert aufeinander die Trennung bew├Ąltigt.

Wie geht es dir denn heute? Konntest du zur Arbeit gehen?

18.09.2017 08:01 • #13


1976


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Zitat von Sabine 49:
Ich denke, dass sollte deine wichtigste Erkenntnis sein. Wenn ich so lesen, was du alles beschreibst, Beruf, Termindruck, Familybuisiness - immer hast du funktioniert. R├╝cksichtslos zu dir selbst und in Folge dann auch gegen├╝ber deiner Frau und deinen Kindern. Gleichzeitig waren da viele Dinge, die du nicht mehr erledigt bekommen hast, vermutlich auch weil da einfach viel zu viel in deinem Kopf war, das dich blockiert und dich irgendwie gel├Ąhmt und handlungsunf├Ąhig gemacht hat. Es war vermutlich nicht nur die Art deiner Entscheidungsfindung.


Das trifft es wohl sehr gut denke ich. Werde es mit professioneller Hilfe ausf├╝hrlich besprechen!

Zitat:
Ich denke auch, deine Frau hat dich wirklich sehr geliebt, sonst h├Ątte sie das alles nicht so lange mitgemacht und versucht zu ertragen.


Ja !

Zitat:
Wie geht es dir denn heute? Konntest du zur Arbeit gehen?


Bescheiden geht's mir. Bin seit Sonntagmittag beruflich unterwegs und sitze jetzt allein im Hotel. Da hat man Zeit zum nachdenken und es kommt nat├╝rlich viel hoch...
Den ganzen Tag Vortr├Ąge und Versammlungen helfen gut durch den Tag. Und immer hoffen das einen in der Pause keiner auf die Familie anspricht...

18.09.2017 22:23 • #14


iRobot

iRobot


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Sch├Ânen Guten Abend @1976,

nicht sehr sch├Ân dein Erlebnis. Du liegst am Boden und bist komplett durch den Wind. Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles noch sehr frisch und du willst mit allen Mitteln versuchen, etwas zu retten was mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu retten ist.

Ich denke nachdem ich Dir meine Ansicht kundgetan habe, stehe ich auf deiner Junk Liste.

Ich finde die Antworten der meisten Frauen hier in diesem Thread sehr sehr befremdlich und diese stehen explizit daf├╝r warum Beziehungen nicht mehr funktionieren. Sagt mal M├Ądels, bekommt ihr ohne finanzielle Unterst├╝tzung von einem Mann oder von Vater Staat ├╝berhaupt was auf die Reihe.....?
Arbeiten gehen, w├Ąre mal eine Alternative.
H├Ârt sich komisch an, ist aber so!

Lass uns doch mal das Pferd von hinten aufsatteln. Du bist gerade unheimlich verstrahlt und du brauchst mal ein paar Denkanst├Â├če.

Warum hast du Sie nicht geheiratet.....?
Ganz einfach, es war Dir nicht wichtig. Gut....super.
Was war daran falsch....?
Nichts. Du hast alles richtig gemacht.


Warum bist du f├╝r Ihre Absicherung zust├Ąndig.....? Warum willst du f├╝r Sie bezahlen.....? So ein Bl├Âdsinn. Sie ist daf├╝r selber zust├Ąndig, denn Sie hat entschieden, daheim zu bleiben.
H├Âre auf Probleme andere , zu deinen eigenen zu machen.
Es reicht schon, dass du Sie w├Ąhrend der Beziehung mit durch gef├╝ttert, ihr ein Dach ├╝ber dem Kopf und ein Schlafplatz gestellt hast. Man muss Kinder nicht ewig erziehen.
Diese Ansicht von Frauen ist absoluter Quatsch......oder gehen all diese Kinder nicht zur Schule....? Ist in Deutschland nicht erlaubt, da Schulpflicht besteht.
Bei Rewe Regale einr├Ąumen, geht immer.
Wo ein Wille ist........!

Deinen Termin beim Phsycho Onkel kannst du dir schenken. Der erz├Ąhlt was von ambivalenten Verhalten und eigenen Anteilen. Alles Quatsch und Unsinn.
Mach Dir aber mal den Spa├č und hinterfrage seine Antworten auf deine Fragen.......dem geht ganz schnell die Puste aus, wenn du es richtig anstellst.

Was ich eigentlich viel viel wichtiger finde, ist der Umgang mit deinen Kindern. Das wird deine gr├Â├čte Baustelle werden.
H├Âre auf damit emotional zu agieren und zu hinterfragen...warum, wieso und weshalb.

Ich wei├č, das ist alles ganz schwer zu verstehen, das kommt noch gar nicht bei Dir an. Blo├č wenn du meine Darstellung verstehen wirst, ist es leider zu sp├Ąt.
Leider wei├č ich nur zu gut, von was ich hier schreibe.

iRobot

19.09.2017 03:31 • x 3 #15



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