Zitat von alleswirdbesser: Irgendwann hast du angefangen deinen Freund zu verteidigen und den Usern vorzuwerfen sie würden ihn nicht kennen und das nachdem du ihn ziemlich negativ beschrieben hattest, am Anfang.
Naja, die Aussagen anderer waren: er führe ein Doppelleben, er würde der Mutter seiner Tochter hinterherlaufen und nicht umgekehrt und wäre das pure Böse, das man durch Kontaktentzug bestrafen oder erziehen könnte. Mittlerweile weiß ich noch etwas mehr über ihn und kann sagen, dass es NICHTS gebracht hätte. Nichts hätte er dadurch verstanden oder gelernt.
Ja, da sage ich auch "Ihr kennt ihn nicht." Gehe aber vollkommen mit, dass er Mist gebaut hat und ich ihm dementsprechend nicht ohne wenn und aber zurücknehme. Nur wenn mir jemand erklären will, wie mein Partner tickt, den ich mehrere Monate kenne und erlebt habe, dann sage ich auch "Stopp", da verrennt ihr euch gerade".
Hier schreibe ich, was mein Eindruck (!) ist, aber permanent mit den Worten "mein Eindruck/ ich weiß es selbst nicht" und äußere meine Ansicht anhand von dem was Synth hier beschreibt, meinen Erfahrungen und meinem Eindruck von ihm. Ebenso mit dem Verweis, dass er sie ja persönlich kennt und daher besser einschätzen kann, ob meine Thesen über sie passen oder eher nicht. Zudem sagt er ja selbst, dass er sich fühlt, als würde mit ihm gespielt werden und er ist immerhin live dabei. Also, glaube ich ihm das. Ich sehe nicht das Synth irgendwo schreibt:"Nein, ihr irrt euch. Sie ist ganz anders." Was eher sein Problem ist, ist sein Umgang mit ihren Spielchen und wie er sich selbst und seine Rolle einschätzt.
Zitat von clumsy: Wie kann man denn hier Vermittler sein, wenn von zwei Beteiligten nur einer erzählt - und nicht eben beide?
Ich vermittel nicht. Ich bin für den Klienten da, begleitend und stabilisierend, fungiere nicht als Mediatorin.
Zitat von clumsy: Und genau darauf zielt doch dieser Kommentar von Sliderman ab.
Na, ich denke er zielt eher darauf ab, dass ich doch bitte nur eine Meinung haben darf und wenn es nicht die eigene ist, wird alles was zur Verfügung steht dazu genutzt mir mein Empfinden abzusprechen. Würde ich eine andere Meinung vertreten, zB dass sie eine ganz Liebe ist, ihn sicherlich sehr viel mehr begehrt als die anderen Typen und sie ihn bestimmt glücklich machen und gut tun wird, soll Synth sich mal abregen, dann könnte man genauso gut sagen: Ey, du kennst sie doch gar nicht.
Auch in anderen Threads, wird es nicht so genau genommen. Wie gesagt, so ein paar Standardsaussagen, sobald eine andere Meinung nicht schmeckt, kommen immer wieder. Und Das empfinde ich dann leider nicht mehr als konstruktive Kritik, sondern als scheinheiligen Vorwand, den anderen jetzt irgendwie in die Parade zu fahren. Mag ich mit falsch liegen. Hängt vielleicht auch mit der Wortwahl zusammen. Aber so empfinde ich es und kann es daher immer nicht so ernst nehmen.
Zitat von clumsy: Wenn Du Deinem Klienten im psychosozialen Bereich sagst, dass Du seine Empfindungen nachvollziehen kannst, aber eben auch nachfragst, wie er zu dieser Ansicht kommt, verurteilst Du dann echt generell die Gegenseite?
Ich Urteile nicht über andere in der Therapie, aber ich nehme den Klienten ernst und rate anhand dessen, was er preisgibt. Denn wenn er mich anflunkert oder etwas weglässt, hat er auch nichts davon, denn dann passt mein Rat halt einfach nicht.
Allerdings mache ich keine Psychotherapie und bleibe bei meinen Leisten.
Zitat von clumsy: Du weißt aber doch, , dass Menschen Aussagen unterschiedlich verstehen und meinen
Jipp, sieht man doch hier ganz wunderbar. Ich sehe sie bzw ihr Verhalten eher negativ, andere positiv. Ist ja auch ok, aber Warum muss ich sie jetzt auch positiv sehen? Liege ich falsch und rate ihm, sich noch mehr auf sie einzulassen, dann käme ich mir wirklich schlecht vor, wenn Synth hier irgendwann schreibt, er sei gerade total fertig wegen ihr. Rate ich ihm aber eine Situation zu beenden, in der er sich jetzt schon nicht wohlfühlt und aufgrund seiner Anamnese, kann ich das für mich persönlich besser verantworten.