Zitat von thegirlnextdoor: ich glaube eher dass sie hierher kam, um Zuspruch für die Affäre zu bekommen.
Wie so oft. Im Grunde hat man sich ja längst schon für die Affäre (bewußt!) entschieden und sucht nur nach Gründen, um diese zu rechtfertigen.
Dann kommt man ins Forum, in der Hoffnung dass hier alle schreien: "Ja, mach es".
Zitat von Wirdschon: Ach? Warum unterbrichst Du den Kontakt nicht gleich oder leidest Du , deine Ehe und dein Mann noch nicht genug?
Die anderen fangen an, genau diese Leiden herbeizuführen, in ihrem Mann nur noch das Schlechte zu sehen und fahren so ihre Beziehung an die Wand (später heißt es von den Betrügern dann, die Ehe war so schlecht, man konnte ja nicht anders. Obwohl die Ehe vor allem deswegen so schlecht wurde, weil der Betrüger (oder Betrügerin) nämlich genau darauf hingearbeitet hat.
Dann gibt es noch die dritte Variante, wie man seine Beziehung kaputtmachen kann, um die Affäre zu rechtfertigen, wenn (ja, da ist wieder die eigene Erfahrung), der Affärenmann sich erst als "Freund" angeboten hat, mit dem man mal reden konnte und der natürlich alles getan hat, um die Frau zu der "Erkenntnis" zu bringen, dass ihre Ehe doch am Ende ist und er doch der viel bessere Typ wäre ("du hast was besseres verdient" bla bla bla). Und dann fängt die Frau an, dort wo, man vorher ohne weiteres noch reden könnte bei jeder Kleinigkeit zu eskalieren um dann zum Affärenmann zu gehen und sich von ihm die Bestätigung zu holen, dass es so nicht mehr weitergeht.
Zitat von Wirdschon: Richtig, da sind verschollene Gefühle, noch nie dagewesene sogar, die willst Du behalten… und taddaaaa, durch den Kontakt werden sie weiter genährt und am Ende kommt der Satz: Ich bin da so reingeschlittert, dachte, ich hab es unter Kontrolle.
Das ist der Punkt. Ich glaube an dieses "Hineinschlittern" schon lange nicht mehr. Da passiert im Vorfeld, wenn jemand eine Affäre möchte, schon sehr viel, was den Boden für die Affäre bereitet.
Das Schlechtreden des Partners vor anderen, das Suchen eines "Freundes, mit dem man mal reden kann" (von dem man aber insgeheim weiß, dass er mehr will), das Eskalierenlassen von eigentlich lösbaren Problemen anstatt zu reden, das emotionale sich Entfernen vom Partner.
Und dann geht man in die Affäre und sagt, die Ehe war eben am Ende.
Vermutlich gibt es schon vor den meisten Affären bestehende Probleme in der Ehe (was nach 20+ Jahren auch sehr wahrscheinlich ist). Aber wenn der Affärenmann noch schön im Hintergrund am Manipulieren ist und die Frau nach Gründen sucht, um ihre Affäre zu rechtfertigen, dann werden lösbare Themen plötzlich zu unüberwindlichen Differenzen.
Zitat von Sternschnuppe24: Aufgrund meines sehr geringen Selbstwertes
Und immer wieder dasselbe. Ich bin mittlerweile zu 100% überzeugt (auch das, was ich in meinem RL Umfeld erlebe). Egal ob Mann oder Frau - Fremdgeher sind selten die superattraktiven Menschen mit guten Chancen. Ich kenne einige vermögende und gutaussehende Männer, die würden nie fremdgehen. Warum auch? Und tolle, wunderhübsche Frauen, die jeden Tag 5 neue Lover "klarmachen" könnten, die aber treu bleiben.
Die Fremdgeher/innen sind meistens die komplexbehafteten Menschen mit geringem Selbstwert. Die, die ständig von außen die Bestätigung brauchen, wie toll sie sind, weil sie sich selbst nicht toll finden. Diejenigen, die mit sich unzufrieden sind und nach 2-3 Jahren (oder mehr) anfangen, ihre eigene Unzufriedenheit auf den Partner zu übertragen, dann mit diesem unzufrieden werden. Diejenigen, die aufgrund ihres mangelnden Selbstwertgefühls nicht in der Lage sind, ihre Bedürfnisse zu äußern und alles mit sich selbst ausmachen, bis der Frust so groß wird und der "leichte" Weg in die Affäre gesucht wird.
Und - ja das ist jetzt provokant - oft auch egoistische und narzisstische Züge tragen. Siehe (die Feststellung von thegirlnextdoor ist nämlich meistens zutreffend):
Zitat von thegirlnextdoor: Kinder spielen bei allen Erwägungen keine Rolle.