Zitat von Tin_: nd lässt sich scheiden um dann Unterhalt wegen "Krankheit" einzuklagen, wo bleibt dann mein Lebensstandard von vor der Ehe?
Selbst schuld. Es ist eine Solidargemeinschaft. Wenn ich mich scheiden ließ, müsste ich zahlen, damit er so leben kann wie jetzt und seinen Standard einigermaßen halten könnte, Dass dadurch auch mein Standard eingeschränkt ist, ist so. So ungerecht finde ich das gar nicht. Auch die Teilung der Rentenpunkte ist gerecht, wenn einer der Partner nicht arbeitet wegen der Kinder oder weil er krank ist.
Das Scheidungsrecht ist einfach schwierig und es wird sich immer einer benachteiligt fühlen. Eine frühere Mitschülerin heiratete einen Mann, einen rechten Hallodri. Ihr Vater wollte ihr die Ehe verbieten (geht nicht), redete mit Engelszungen auf sie ein. Es half nichts, sie heiratete. Es kam wie vorhergesehen. Als die Liebe verblüht war, die ero. gestorben, der Alltag eingekehrt, kam die Trennung, dann die Scheidung. Sie ist Bankangestellte mit sicherem Job und er arbeitete mal, dann wieder nicht. Wenn er wieder nicht arbeitete, musste sie wieder zahlen. Das ist aber schon Jahre her und nach welcher Version des Scheidungsrechts sie geschieden wurde, weiß ich nicht.
Dass im Scheidungsrecht viel Schindluder getrieben wird durch findige Anwälte oder eben vom besser verdienenden Partner als ungerecht empfunden wird, ist so. Es werden nie alle zufrieden gestellt sein.
Wer das nicht will, hat das Prinzip der Ehe nicht verstanden. Rechte und Pflichten. Besser sich vorher beraten lassen und festlegen wie es im Fall einer Scheidung aussehen soll. Aber ob Du dann doch um die Unterhaltspflicht herumkommen würdest, weiß ich nicht. Der Staat und die Allgemeinheit können nicht gescheiterte Ehen finanzieren, auch wenn sie es indirekt doch oft tun.