Zitat von So-What: Zuerst war Trauer und Wut meinerseits, er sehr bemüht diesen Zustand zu ändern. Dann hatten wir eine Phase wie frisch verliebt. Aber je mehr ich mich aufrichtete, umso mehr war Tagesordnung angesagt und von ihm auch gewünscht. Habe aber so im Nachhinein das Gefühl, dass das auch wieder zu langweilig war. Wenn ich schwach war, war er völlig überfordert, denn er brauchte mich stark an seiner Seite, weil er es wohl nicht war. Je stärker ich wieder wurde, umso weniger fühlte er sich gebraucht und gesehen. Das sind seine Baustellen. Ich hätte sie nicht lösen können, aber ausbaden wollte ich sie auch nicht mehr.
Danke für diese ebenso knappe, wie präzise Schilderung. Der Schlußsatz ist wieder mal was fürs Schatzkästchen. Da liegen sowohl ein gesunder Realitätssinn, als auch angebrachte Selbstliebe drin.
Zitat von Elfe11: Mein Fazit, nachdem ich in 3 festen Partnerschaften belogen und betrogen wurde: Ich werde mich gefühlstechnisch bestimmt nicht mehr soooo tief einlassen.
Ich kann das vor diesem Hintergrund natürlich sehr gut nachvollziehen, finde es aber auch traurig, daß es nun soweit gekommen ist mit Deiner Bereitschaft, Dich auf die Liebe einzulassen.
Zitat von Elfe11: Ich werde 100% immer gut auf mich achten und Respekt und Achtung groß schreiben.
Zitat von Elfe11: Ich werde etwas mehr Autorität an den Tag legen, strenger sein, mehr nachfragen und auf gesunden Abstand Wert legen.
Oops.
Zitat von Elfe11: Und natürlich auf das Bauchgefühl hören und mir mal das Handy zeigen lassen.
Wenn ein Mann mich (aus meiner Sicht ohne jede Not) auffordern würde, mir mal das Handy zu zeigen, würde definitiv etwas in mir zerbrechen. Zum Glück reagieren Menschen unterschiedlich. Hoffen wir also mal, daß Deine Partner das lockerer sehen als ich.
Zitat von Elfe11: Meine Beziehungen starteten übrigens mit großer Verliebtheit und Leidenschaft. Ich würde von Liebe und Freundschaft sprechen. Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass ich später einmal betrogen oder ausgenutzt werde.
Wenn ich den ersten Satz so lese frage ich mich, inwiefern es zielführender sein könnte, mit weniger Verliebtheit und Leidenschaft und stattdessen lieber mit Fragen und Antworten an den Start zu gehen, ehe man sich auch für Romantik öffnet. Allerdings werden einem da in der Praxis früher oder später wohl doch die Hormone reingrätschen.
Zitat von Wurstmopped: Wenn man ein wenig Technikaffin ist, kann ich mit meinem Handy 3 Frauen gleichzeitig "begleiten" und meine Partnerin wird es nicht herausbekommen, auch wenn sie Zugriff auf mein Handy hat.
Davon ab kann man auch schlicht ein völlig anderes Handy nutzen, von dem die Hauptbeziehung nicht mal weiß - Prepaid, versteht sich.
Oder man vereinbart Treffen mündlich, ist dann auch zuverlässig vor Ort und läßt dazwischen die Finger vom Telefon.
Zitat von Genussmensch: Mir kann niemand glaubhaft erzählen, dass es möglich ist zu dem betrügenden Part wieder ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.
Grundsätzlich halte ich das schon für möglich. Kommt aber auf die Begleitumstände im konkreten Fall an. Insofern nehme ich Dir gern ab, daß Du Dir das für Deine eigene Beziehung absolut nicht mehr vorstellen kannst.
Zitat von PuMa: Denn ich weiß noch, wie sehr ich im Forum böse angemacht wurde und mir diverse Worte bieten lassen musste, weil ich wütend war.
Hier wurde ständig gepredigt das meine Wut nichts bringt. Das sie mich verbittern lassen würde etc etc.
Schon damals habe ich solche Aussagen nicht ernst nehmen können und habe mir nicht vorschreiben lassen, was ich fühlen soll und was nicht.
Es war mein Gefühl. Mein Ventil. Es hat mich aus meinem Kummer raus begleitet.
Und es war (D)ein gesundes Selbstbewußtsein, das diesem elenden Konformitätsdruck trotzte.
Zitat von PuMa: Und dennoch, der Schmerz von damals bleibt für den Rest meines Lebens, unvergessen.
Mal abgesehen davon, daß es unnatürlich wäre, sowas zu vergessen - unterstreicht die Erinnerung daran nicht einmal mehr,
wie zufrieden oder womöglich gar glücklich man jetzt im Vergleich dazu wieder werden
konnte?
Zitat von PuMa: Heute?! Nin ich unfassbar glücklich. Glücklicher als in meiner Ehe.
Eben.
