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Lebengehtweiter Mitglied
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Zitat von Ema:
Gutes Beispiel. Einer Arbeitskollegin von mir erging es mal so. Ihr Mann war wesentlich älter als sie und wurde zum Pflegefall. Und er war so ...
Naja, "er hat es eh nie mitbekommen" (krankheitsbedingt) ist für mich kein Argument.
Viele Betrogene kriegen es nicht mit und der Betrüger tut alles, dass es so bleibt.
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#331
Ema Mitglied
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Zitat von Lebengehtweiter:
Naja, "er hat es eh nie mitbekommen" (krankheitsbedingt) ist für mich kein Argument. Viele Betrogene kriegen es nicht mit und der Betrüger tut alles, dass es so bleibt.
In dem Fall wäre das für mich sehr wohl ein Argument. Sie hat dem Mann nicht einfach etwas verheimlicht, er war geistig überhaupt nicht mehr anwesend. Das ist ein großer Unterschied. Er war somit auch als Partner im eigentlichen Sinn nicht mehr vorhanden. Und die Bedürfnisse dieser Frau nach Nähe, nach Körperlichkeiten, nach Gesprächen haben ja schließlich auch eine Berechtigung.
Was würdest du denn in so einem Fall tun? Dich sauber scheiden lassen (und den dementen Mann damit völlig im Stich lassen)? Auf deine eigenen Bedürfnisse komplett verzichten? Bis du unter der Belastung der Pflege total zusammenbrichst?
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x 2#332
A
Unterstützung für betrogene Beziehungspartner
x 3
paulaner Mitglied
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Zitat von Blanca:
IMO lebt aber der - Betrogene so mit jemand, den er gar nicht wirklich kennt und bei Licht betrachtet auch nicht (länger) wollen würde - Betrüger so mit jemand, von dem er genau weiß, daß er sich trennen würde, käme der Betrug eben doch nochmal raus.
Das ist eben das Dilemma bei (beendeten) Affären. Und wie man das handhabt (Beichte oder nicht), das bedenkt keiner, wenn er eine Affäre hat. Beichte könnte alles zerstören. Den Menschen und die Beziehung. Nicht beichten erzeugt eine unsichtbare Mauer zwischen den Partnern. Und es bleibt die Schieflage, dass einer von eklatanten Dingen nichts weiß/nichts wissen darf. Zusätzlich das Damoklesschwert, sollte es doch irgendwann noch herauskommen.
Eine gesunde Beziehung sieht für mich anders aus.
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x 7#333
Blanca Mitglied
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Zitat von Ema:
er war so dement, dass er eigentlich ohnehin nichts mehr mitbekommen hat.
Zitat von Lebengehtweiter:
Naja, "er hat es eh nie mitbekommen" (krankheitsbedingt) ist für mich kein Argument.
In diesem einen speziellen Fall ist es für mich hingegen sehr wohl eines. Denn hier bestand ja keine Chance mehr, daß der Betrogene je wieder den Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten zurückerlangt. Irgendwann wird da schließlich ein Stadium erreicht, wo der Kranke nicht mal mehr weiß, daß er überhaupt verheiratet ist bzw. mit wem...Er war so gesehen bereits quasi "gestorben".
Ohne die Beteiligten näher zu kennen, darf man in diesen Fall wohl auch davon ausgehen, daß die Affaire ohne diese Demenzerkrankung gar nicht zustande gekommen wäre. Nachdem sein Zustand zugleich ausschloß, daß er überhaupt noch was davon mitbekam und die Affaire sich überdies sogar stabilisierend auswirkte, finde ich den Umgang mit der Situation mehr als verzeihlich.
Dieser Fall ist IMO nicht vergleichbar mit dem von Dir geschilderten, wo die Betrogene noch sehr gesund und insofern durchaus in der Lage wäre, sich für ein anderes Leben (ohne einen Betrüger an ihrer Seite) zu entscheiden - wenn sie denn überhaupt von der Affaire wüßte. Das ist schon eine Lebenslüge von ganz anderem Kaliber, finde ich.
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x 2#334
Blanca Mitglied
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Zitat von paulaner:
Nicht beichten erzeugt eine unsichtbare Mauer zwischen den Partnern.
Danke. Genau darauf wollte ich hinaus.
IMO wird das im Film "Die Brücken am Fluss" ebenfalls deutlich, nämlich gen Ende, als der Ehemann Richard seiner - ihn sanft pflegenden - Gattin Francesca sagt, es tue ihm leid, daß er nicht all ihre Erwartungen habe erfüllen können. Sie streichelt das freundlich lächelnd weg - und mir lief beim Zusehen ein Schauer über den Rücken.
Zugleich stellte sich natürlich die Frage, was denn die "bessere" Alternative gewesen wäre. IMO gab es schlicht keine.
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x 2#335
T
Trust_him Gast
Zitat von paulaner:
Nicht beichten erzeugt eine unsichtbare Mauer zwischen den Partnern.
Die stand auch zwischen uns. Deshalb muss ich der Ex-AF wohl auch fast dankbar sein, dass sie mich informierte, denn erst dadurch konnte die Mauer zwischen uns fallen.
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x 3#336
Lebengehtweiter Mitglied
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Zitat von Ema:
In dem Fall wäre das für mich sehr wohl ein Argument. Sie hat dem Mann nicht einfach etwas verheimlicht, er war geistig überhaupt nicht mehr ...
Du, ich muss gestehen, dass ich nicht weis, was ich tun würde.
Es ging mir auch nur um das " nicht wissen können".
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#337
E
Ex-Mitglied Gast
[url=/post2927028.html#p2927028]Zitat von Blanca[/url] Es ist IMO eh recht anmaßend, anderer Leute Beziehungen bzw. Affairen von außen zu werten. Und mit dem Schuldbegriff tue ich mich da generell sehr schwer. IMO gibt es allenfalls Anteile, die es zu beleuchten und mit denen es dann umzugehen gilt - auf welche Weise auch immer.
Schuld ist für mich nicht das Kriterium um die Ehe zu beenden. Was mir wichtig war und ist, dass es nicht zu einer Unterhaltung kam, sie mir verständlich machen konnte, was falsch lief, ich somit keine Chance auf Einlenkung hatte. Sich gleich auf eine Affäre einzulassen, hat mir gezeigt, wie beschissen leichtfertig sie unsere Ehe nimmt. Ich möchte, vor allem meinem Sohn, nicht vorleben, dass ich diesen Fundamenteinriss unserer Ehe toleriere. Er lernt, dass es Grenzen für Toleranz und Akzeptanz gibt. Natürlich bemühe ich mich um " gutes" Wetter, aber der Junge wird bei mir aufwachsen, das steht fest.
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x 2#338
Plentysweet Mitglied
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Zitat von Genussmensch:
aber der Junge wird bei mir aufwachsen, das steht fest.
Auch für seine Mutter? Entscheidest Du allein darüber?
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x 2#339
B
BernhardQXY Mitglied
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Der Punkt ist doch, dass auch die mieseste Ehefrau eine gute und verantwortungsbewusste Mutter sein kann. Insofern finde ich solche Sprüche überheblich und völlig daneben. Es klingt blanker Hass aus jedem einzelnen wirt und das geht gar nicht.
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x 5#340
B
BernhardQXY Mitglied
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Edit: Man überlege: Du hast mich belogen und betrogen, hast unsere Ehe zerstört und deshalb wirst du nicht dein Kind aufwachsen sehen Was ist das für ein Vorbild 😳
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x 1#341
Lebengehtweiter Mitglied
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Zitat von BernhardQXY:
Der Punkt ist doch, dass auch die mieseste Ehefrau eine gute und verantwortungsbewusste Mutter sein kann. Insofern finde ich solche Sprüche ...
Gib @Genussmensch noch Zeit. Ich verstehe ihn. Ich hatte auch nur Verachtung für meine Ex übrig. Es wird sich legen. Ist aber wahrscheinlich wichtig für die Verarbeitung.
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x 4#342
B
BernhardQXY Mitglied
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Meinetwegen soll er seiner Nochfrau die Pest an den Hals wünschen. Aber das Kind zu involvieren und in einen Loyalitätskonflikt zu treiben ist ein No-Go.