@Eremit
Zitat von Eremit: Diese Tirade loszuwerden hat mir echt geholfen
Das glaube ich dir.
Und es tut mir sehr leid.
Zitat von Eremit: Ich bin zugegeben nachtragend wie ein Karpfen, ich habe Freunde und Bekannte schon für kleinere Vertrauensbrüche aus meinem Leben getilgt
Ich bin der Überzeugung hier liegt ein Thema. Denn warum ist das so. Warum gibst du den Menschen, die dich enttäuschen keine zweite Chance?
Es ist doch nicht so, dass man selber absolut fehlerfrei wäre sondern als Mensch machst du doch auch Fehler und enttäuscht seinen Gegenüber. Das ist nicht zu vermeiden.
Zitat von Eremit: Ich vertrete die Ansicht, basierend auf inzwischen 5 beobachteten Fällen aus meinem Freundes und Arbeitskreis, wer einmal diese Grenze überschreitet der tut es bei sich bietender Gelegenheit wieder.
Deine statiskz ist sehr klein, daher auch der Fehler sehr groß.
😉 Aber im Grundsatz hast du da Recht. Wann immer eine rote Linie überschritten wird, steigt die Bereitschaft, es wieder zu tun. Es ist ja kein Neuland mehr und die Statistik im großen bestätigt es.
Nur bin ich der Ansicht, dass es in diesem Fall darum geht, ob der Affärenfuhrer überhaupt bereit ist, sich über die Tragweite seines Handelns klar zu werden und gemeinsam mit dem Stammpartner sich neu orientiert, sich neu positioniert.
Du hast vollkommen recht, der Lebenspartner ist die zentrale Figur und niemandem sonst zeigt man sich so.
Die Frage ist aber, ob wir alle uns dieser Verantwortung so klar sind. Eine Seite.
Mittlerweile zweifle ich daran und bin der Meinung dass die allermeisten es gar nicht drauf haben, eine langjährige Beziehung am Leben zu erhalten und sich ständig weiter zu entwickeln.
Von Naturtalenten abgesehen braucht es offenbar immer eine schwere Krise um den Impuls zu bekommen, seinen Ar. hoch zubekommen und sich endlich um die Partnerschaft zu kümmern und sie mit Spannung und leben zu füllen.
Das klingt jetzt überheblich, aber so meine ich das gar nicht. Denn warum sollten wir es denn machen, läuft doch scheinbar alles.
Wir sind zu oberflächlich und ich bin sicher, auch die die es geschafft haben kamen daher. Ich auch und meine Frau auch.
Und jetzt kommt der Unterschied:
Die die geschafft haben und es nicht belassen haben bei einem ich verzeihen dir, und im übrigen alles unter den Teppich gekehrt haben
Bei denen wurde sehr gründlich aufgeräumt. Und dazu bedarf es die Bereitschaft beider und das richtige Umfeld mit den passenden Impulsen. Und es muss entschieden werden, dass es weiter geht.
In diesem Fall verblasst mit der Zeit das Kopfkino und das ungute Gefühl wenn der Partner lächelt bei einer Nachricht, alleine loszieht, auf Dienstreise geht.
In solchen Fällen hat der betrogene entschieden, dem Partner wieder zu vertrauen und zwar aus dem Herzen, nicht vom Kopf aus. Da ist nur der Anfang.
Zitat von Eremit: Stelle ich mir vor ich hätte ihr verziehen dann wäre ich nie wieder ruhig in den Schlaf gekommen.
Doch. Aber nur wenn du vom Herzen verziehen hättest und vor allem ihr beiden euch neu formiert hättet.
Habt ihr aber nicht und deine Ex hat ja auch klar signalisiert dass sie nicht bereit ist mitzumachen sondern im Gegenteil ihren Stiefel zu fahren.
Ich gebe zu, dass dieser Artikel an 2 Punkten aufstoßen könnte:
Zum einen den Eindruck, man müsste um jeden Preis seine Ehe retten. Nein, einen schaizz muss man.
Es ist immer ein vollständig zu akzeptierende Entscheidung sich zu trennen. Da man sich in der Partnerschaft jeden Tag für den Partner entscheidet, darf sich jeder auch anders entscheiden.
Zweitens, diejenigen die ihre Krise überwunden haben und wieder glücklich zusammen sind, sind keinesfalls besser oder schlauer. Wie will man denn an welchen Maßstäben werten?
Ich will nur darauf hinaus dass es grundsätzlich möglich ist, aus einer Affäre wieder hinaus zu finden und wieder glücklich wenn nicht sogar noch glücklicher zu werden aber dass der Weg so einiges abverlangt.