Blanca
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Zitat von Genussmensch:Wir haben uns fast 2 Jahre vor meinem Antrag gekannt, wenn ich so bin, wie sie glaubt, warum hat sie dann, unter Tränen, ja gesagt?
Habt Ihr auch vor der Heirat zusammengelebt, oder erst danach? Wenn ja, wie lange (davor)?
Zitat von Genussmensch:Da kommt soetwas wie ,dass etwas mich anspringen muss, damit ich die Situation erkenne. Völliger Blödsinn, eine Ausrede, weil sie genau weiss, dass ich immer alles getan habe, damit es vorwärts ging und unser Auskommen sicher war.
Sie spricht von "Situation" - und meint damit in dem Moment ihre Gefühlslage.
Statt nachzufragen, wie sie (!) sich fühlt und was diese Emotionen (!) auslöst, fängst Du von Deinem (!) Einsatz fürs Haushaltsbudget an und wie gut es Euch (!) damit (!) gehe.
Damit reduzierst Du ihre Bedürfnisse schon gesprächstechnisch aufs Materielle. Auch über Deine eigenen Gefühle sagst Du kein Wort.
Zugleich bestimmst Du darüber, wie sie sich zu fühlen hat: Es geht Euch materiell gut, also hat sie gefälligst zufrieden oder gar glücklich zu sein.
Jedes Mal, wenn ich solche Beiträge lese, muß ich an die Weltkriegsgeneration zurückdenken. Die sprachen nie über Gefühle, auch nicht mit uns, ihren Kindern. Ihre Liebe drückten sie vielmehr in tätiger Sorge aus.
Das führte zu Generationskonflikten und hatte psychische Nachwirkungen, die sich bis heute bemerkbar machen. Dabei habe ich nie jemand mehr geliebt als diese Menschen, die alles dafür taten, daß wir es einmal besser haben werden als es ihnen in unserem Alter beschieden gewesen war.
Da war und blieb stets eine Glaswand zwischen uns, die sich nicht einreißen ließ.